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Texte zur und über Pornografie

An dieser, zugeben sehr exponierten Stelle, möchten wie Ihnen in Zukunft nicht nur die Rezension über das ein oder andere Meisterwerk der Pornografie bzw. Pornofilms und erotische Klassiker anbieten, sondern zudem Texte zur Pornografie präsentieren. Dieses können Texte sein, die sich wissenschaftlich mit Thema auseinandersetzen. Doch auch Texte, die sozusagen aus dem Bauch heraus entstanden sind, werden folgen genau so wie bloße pornologische Alltagbetrachtungen. Die Rezensionen bzw. Pornofilmkritiken kommen dabei natürlich nicht zu kurz, doch auch ein intellektueller Diskurs über Pornografie und Pornklassiker verspricht interessant und spaßig zu werden. Und wir sind fest davon überzeugt, dass dies hier der richtige Ort dafür ist, denn hier sind wir jenseits der hektischen Wirren des Internets in einem abgeschiedenen Raum der Freiheit. Wir sind hier ungestört und können uns daher unvoreingenommen dem Phänomen des Pornofilms, dem Märchenfilm für Erwachsene stellen.

Sind Pornofilme Märchenfilme für Erwachsene? Oder gilt diese Bezeichnung nur für Retropornos, die Klassiker der Pornografie bzw. Klassiker des Pornokinos weil sie im Vergleich zum heutigen Pornofilm eher kunstvoll daherkommen? Und wie verhält es sich mit Sexplotation-Filmen? Mit diesen Fragen möchten wir Sie für heute alleine lassen und hoffen Sie finden darauf Ihre Antwort. Haben Sie eine gefunden, so würden uns freuen, wenn Sie uns die Antwort mitteilen und hier vielleicht zur Diskussion stellen. Wir werden unsere Antwort auf diese Frage hier demnächst ausführlich darlegen.

Bis dahin lesen Sie doch die Sexfilmkritiken, die wir bis heute für Sie verfasst haben. Wenn Sie eine bebilderte Version zu den Filmkritiken sehen möchten oder einen der besprochenen Filme käuflich erwerben wollen, so gehen Sie in

das Innere dieser Seite.

Bis bald!

Ihre 6filme-Redaktion

 

Don't Look Back In Anger

Das goldene Zeitalter des Pornofilms, Porn Chic, die Krise und ein Happy End

 

Im Zuge der sexuellen Freiheitsbewegung in den 1960ern erfreuten sich Softsexfilme steigender Beliebtheit und liefen zunehmend in den großen Kinos der Städte. Hardcorefilme blieben dem Publikum jedoch vorenthalten. Diese liefen lediglich als kurze pornografische Schwarz-Weiß-Filmchen, als sogenannte Stag-Filme, illegal in Clubs und Bordellen. Die Freude an pornografischen Filmen war also ein Privatvergnügen entsprechender Herrenrunden. Erst in den 70er Jahren, getragen von der Welle neuer Freizügigkeit, entstanden die ersten Pornokinos, in denen zunächst zwar auch nur ein Stag Film nach dem anderen lief, doch die Pornofilme endlich für ein breiteres Publikum erfahrbar machten. Zunächst kamen fast ausschließlich die Raincoaters, Männer, deren Regenmantel genug Sichtschutz boten um im Kino unerkannt zu bleiben. Doch das heimliche Filmvergnügen wurde bald gestört. Einerseits lockten Filme wie Vixen von Russ Meyer immer mehr Neugierige in Pornokinos, auch wenn Russ Meyer-Filme gar keinen Hardcore-Porno zeigten, sondern eher Hardcore-Trash. Andererseits wurde ausgerechnet eine gerichtliche Klage Mitauslöser dafür, dass Pornokinos zu klein wurden um Pornos zu zeigen und 1972 schließlich zwei Pornofilme erfolgreich die großen Kinopaläste eroberten.. Artie Mitchell und James Mitchell, bekannt als die Mitchell Brothers und Pornofilmer aus Passion, sahen sich im Jahr 1971 mit der Klage konfrontiert, die ihnen zur Last lag, das menschliche Liebesspiel ohne sozialen Bezug zu zeigen. Sexuelle Handlungen also, die nicht mit einer Story bzw. mit plausibler menschlicher Interaktion verknüpft sind. Mit solcher Art Sexfilm hatte die amerikanische Justiz zu der Zeit große Probleme. Jedenfalls war es plötzlich im ureigensten Interesse der Regisseure etwas wie Rahmenhandlung in ihre Filme einfließen zu lassen. Artie Mitchell und James Mitchell, bekannt als die Mitchell Brothers und Pornofilmer aus Passion, sahen sich im Jahr 1971 mit der Klage konfrontiert, die ihnen zur Last lag, das menschliche Liebesspiel ohne sozialen Bezug zu zeigen. Sexuelle Handlungen also, die nicht mit einer Story bzw. mit plausibler menschlicher Interaktion verknüpft sind. Mit solcher Art Sexfilm hatte die Justiz zu der Zeit große Probleme. Jedenfalls war es plötzlich im ureigensten Interesse der Regisseure etwas wie Rahmenhandlung in ihre Filme einfließen zu lassen.

 

Make love not war!

Diese Umstände gepaart mit der Atmosphäre der späten Hippieära, der freien Liebe, dem LSD und Cannabisduft setzten ungeahnte kreative Prozesse in Gang die 1972 mit Deep Throat und Behind The Green Door zum ersten Mal in Pornofilmen gipfelten, die mit jeglichen Sehgewohnheiten brachen und die auf enorme Resonanz bei Presse und Publikum stießen. Während es Deep Throat dabei noch an überzeugender Qualität mangelte und der Film eigentlich nur durch geschicktes Marketing so erfolgreich wurde, konnte Behind The Green Door auf Grund seiner künstlerischen Ästhetik auch kritischeres Publikum überzeugen. Porno wurde über Nacht on vogue, die New York Times kreierte den Begriff des Porn-Chic und träumte wie so viele von der Verschmelzung von Mainstream- und Pornofilm.. Niemand brauchte sich mehr zu schämen dabei gesehen wenn er in der langen Schlange vor der Kasse eines Pornokinos stand und hoffte an Karten zu kommen. Im Gegenteil war es wichtig sich sein eigenes Urteil zu bilden über Marilyn Chambers und Linda Lovelace, den zu Ikonen gewordenen Hauptdarstellerinnen der beiden Filme. Der Besitz einer Kinokarte für einen Pornofilm war ein politisches Statement für kulturelle und sexuelle Offenheit und gegen Zensur, Prüderie und Vietnamkrieg - make love not war!In bed with Bonnie und Clyde Das Golden Age Of Porn nahm an Fahrt auf und natürlich versuchten jetzt viele Filmemacher an den Erfolg von Deep Throat und Behind The Green Door anzuknüpfen, was immer wieder ansehnliche und skurrile Filme zur Folge hatte, doch was auch zu einer großen Zahl unsäglicher Ergebnisse führte. Letzteres vor allem dann, wenn die Rahmenhandlung der Filme vorgab es gehe nicht nur um Erotik. Wenn also in ein Pornofilm durch Verfolgungsjagden und Schießereien zwischen Bankräuber und Polizei Spannung aufbauen wollte und dabei vergaß, dass das Publikum nur an den Sexszenen zwischen Bonnie und Clyde interessiert ist. Doch zum Glück folgten auch Filme wie The Devil in Miss Jones, Sensations und andere Perlen des Pornofilms, die ihren Plot zum größten Teil bei sich selber, also beim Themen wie Verlangen, Sehnsucht und Verführung fanden und dadurch glaubwürdig waren und deren Regisseure nicht nur kommerzielle,sondern auch künstlerische Ambitionen hatten. Hierfür stehen vor allem die Filme der berühmten Regisseure Gerard Damiano (Deep Throat, The Devil in Miss Jones), Radley Metzger (The Opening of Misty Bethooven, The Image) und Lasse Braun (Sensations) sowie die Werke unbekannterer Helden des Pornofilms wie Jonas Middleton (Through The Looking Glass) oder Steven Sayadian (Cafè Flesh). Bei allen Unterschieden in ihrer Arbeit haben ihre Filme eines gemeinsam: Sie funktionieren über den pornografischen Kontext heraus als eigenes Kunstwerk. Die Filme leben von ihrer erotischen und künstlerischen Inspiration, von Atmosphäre, Witz oder Ironie, von Ekel, Angst oder Rebellion und das ohne vom Kernthema Sex abzulenken. Jeder geglückte Streifen des Golden Age Of Porn wird dem Zuschauer nicht nur als Pornofilm, sondern auch als erotischer, spannender, obskurer, grausamer oder lustiger Film nachhaltig in Erinnerung bleiben.

 

Video kills the Pornostar oder: Back to the Stag

Die Filmbesprechungen zu Marquis des Sade (1994) und Hardcore (1986-1993) zeigen, dass auch auf Filme die nach dem Golden Age entstanden interessant sein können. Es ist nur leider so, dass es nach 1985 kaum noch wirkliche Meisterwerke des Pornokinos gab. Der Grund dafür ist klar und wurde schon häufig thematisiert. Anfang der 80er Jahre setzte der Videoboom ein und das pornografische Vergnügen wieder vom öffentlichen in den privaten Raum verlagert, sprich vom Kino ins heimische Wohnzimmer. Damit kam es zu einer Rückkehr des Stag-Films den es jetzt zwar in Farbe gab, was die Sache aber nicht besser machte. Die pure, meist primitive Darstellung des Sex stand wieder im Mittelpunkt. Für künstlerische Ambitionen war kein Platz und damit auch kein Geld mehr da und viel Geld war zur Herstellung eines Pornos nicht mehr nötig. Die Zahl der Pornoproduktionen stieg von wenigen hundert auf einige zehntausend pro Jahr an. Die neue Videotechnik machte es für jedermann möglich billige Fickfilmchen zu drehen. Dieser Rückfall in die Frühzeit des Pornos und den Niedergang des Golden Age Of Porn wurde von Paul Thomas Anderson in dem Film Boogie Nights wundervoll aufgearbeitet.

 

Joe D'Amato und leider keine Folgen

Über viele Jahre gab es nichts nennenswertes aus der Welt des pornografischen Einheitsbreis zu berichten. Doch irgendwann wurde das schnöde Rumgeficke einigen zu bunt bzw. zu doof und der Porno mit Handlung wurde wieder zur Marktlücke erklärt. Weniger von künstlerischer Inspiration, dafür von der Suche nach dem schnellen Geld getrieben, war es Joe D'Amato der Mitte 90er den Handlungsporno reanimierte. Es ist nun nicht so, das D'Amato mit seinen Filmen ein zweites Golden Age Of Porn einleitete, was ja durchaus hätte passieren können, doch setzte er neue Maßstäbe mit seinen Filme und die Qualität der Produktionen zog wieder an. In der Regel kamen die Pornos der 90er, inkl. die Filme D'Amatos, jedoch nicht über den Porno von der Stange hinaus. Mit Marquis des Sade ist D'Amato aber zumindest ein zeitloses Meisterstück geglückt. Die Sexszenen haben Biss und Atmosphäre und mit Rocco Siffredi einen Hauptakteur, der sich ohne Zweifel als den ersten männlichen Pornostar seit Ron Jeremy bezeichnen darf. Mit den großen Meisterwerken des Golden Age verbindet ihn nicht unbedingt der doppelte Boden mit denen z.B. Filme wie Memories Within Miss Aggie sich auszeichnen, doch um so mehr die natürliche Darstellung von Nacktheit, die in heutigen Pornofilmen mit der Lupe zu suchen ist und die viele Pornofilme der 70er so unwiderstehlich macht. Die Körper in der heutigen Pornografie wirken technisch hochgerüstet durch Silikonbrüste, Silikonlippen und durch die unvermeidliche Intimrasur. Was wir heute zumeist sehen sind aufgepumpte Stahlkörper beim Leistungssport. Das ist langweilig anzuschauen und lässt einen Film wie Marquis des Sade um so heller erscheinen.

 

The Porno of my choice

Doch solche Highlights sind heute Ausnahmen und die Suche nach ihnen ist in der Regel verlorene Zeit. Zwar werden immer wieder neue High-Budget-Produktionen als Meisterwerke angepriesen. Doch entpuppen sich diese Filme fast ausschließlich als überproduzierte Designerpornos, die lediglich den Charme liebloser Massenproduktionen versprühen und die nichts vom dem Spirit haben, der die mit wesentlichen bescheideneren Mitteln hergestellten 70ie-Pornos auszeichnete. Dem kultivierten Pornopublikum von heute bleibt also nur nach akzeptablen Stage-Filmen seiner Wahl Ausschau zu halten, nach Sparten-Pornos, wie es inzwischen heißt, die sich speziell den ganz persönlichen Passionen wie z.B. Analsex, Fußerotik oder Cum-Shots annehmen. Für das umfassendere Filmerlebnis, für den niveauvollen Erotikabend zu zweit oder alleine lohnt ein Blick zurück ohne Zorn und Wehmut. Denn sie sind ja alle noch zu sehen, die Pornos der 70er und frühen 80er Jahre. Die besten und außergewöhnlichsten Filme aus dieser wilden Zeit werden Ihnen hier auf pornoklassiker.de präsentiert.

 

BEHIND THE GREEN DOOR (USA 1975)

Eine Frau wird entführt. Wir erfahren nichts über sie und auch nichts über das Motiv der Tat. Ist es überhaupt eine Entführung? Sonderlich empört wirkt sie jedenfalls nicht, als sie auf ein kleine Theaterbühne geleitet und dort sogleich von einer Schar junger Damen entkleidet und sexuell stimuliert wird. Auch genießt sie es, als ein großer schwarzer Mann die Bühne betritt und sie vor den Augen eines dekadenten, sich in einer Orgie verschmelzenden Publikums, vögelt. Zum Ende der seltsamen Darbietung nähern sich auf akrobatische Art vier Männer und ejakulieren über ihrem Gesicht. Diese Cum-Shot-Szene ist das Psychedelischste, was es je in einem Pornofilm zu sehen gab. Sieben Minuten lang sehen wir in schrillen Farben und zu schräger Musik das Sperma fliegen. Zum Schluss nimmt ein netter Herr die Frau mit nach Hause. Dort sind die Beiden noch in einer etwas konventionelleren, doch entzückenden Szene zu sehen. BEHIND THE GREEN DOOR ist ein sinnliches Kammerspiel mit streckenweise experimentellen Zügen. Die Sexszenen sind sehr explizit, doch meist viel zu abstrakt, um im strengem Sinn pornografisch zu sein. Erotik mit Gesellschaftskritik zu verbinden, hat sich dieser außergewöhnliche Film zum Ziel gemacht. Zu bedenken ist, dass Rassismus in Amerika 1975 ausgeprägter war als heute und das für viele weiße Amerikaner Sex mit Schwarzen ein Skandal war. Auch die Sexualität der Frau stand noch vor ihrer Befreiung. Beiden Themen nimmt sich der Film auf simple, doch sehr kunstvolle Weise an. Große Publicity erhielt der Film durch Marilyn Chambers, die kurz vor Begin der Dreharbeiten noch schnell ihre Schauspielausbildung abgeschlossen hatte. Sie war dem Publikum schon vor der Premiere als das hübsche Mädchen einer Seifenwebung bekannt. Dass eine solch populäre und bildhübsche Frau in einem Porno mitspielt, war für viele Menschen unbegreiflich und ließ die Branche urplötzlich in einem anderem Licht erscheinen. Gut möglich, dass der Film ohne das Mitwirken von Marilyn Chambers nur kurz in Sex- und lange in Underground-Kinos gelaufen wäre. So aber kam alles ganz anders: Sensationslustige Kinobesucher sahen einen Film der aufzeigte, wie fließend die Grenzen von Porno und Kunst sind und gingen oftmals verwirrt nach Hause. Die Entscheidung für Marilyn Chambers war aber in jedem Fall richtig, denn sie spielt bezaubernd charmant und absolut überzeugend.

Regie: Artie Mitchell, James Mitchell (The Mitchell-Brothers) Darsteller/Innen: Marilyn Chambers, George S. McDonald, Johnnie Keyes, Lisa Grant, Yank Levine, Toad Athell, Ben Davidson, Adrienne Mitchell, Dana Fuller, u.a.

 

DEBBIE DOES DALLAS (USA 1978)

Debbie (Bambi Woods) und ihre Freundinnen wollen Geld auftreiben, um als Cheerleader ihre Mannschaft zu einem Turnier begleiten zu können. Die Jobsuche gestaltet sich schwierig, doch da die Mädels allesamt sehr hübsch sind, bietet sich ihnen schon bald eine lustbringende und lukrative Einnahmequelle... Nacheinander ist jedes der Mädchen in Aktion zu sehen. Die finale Szene zeigt schließlich Debbie, die eine bezaubernde Performance abliefert. Unter dem Titel THE BEST LITTLE WHORE IN TEXAS! sollte diese wunderbar schmuddelige Pornoperle ursprünglich in die Kinos kommen. Um Ärger mit der Justiz zu vermeiden, einigte man sich auf DEBBIE DOES DALLAS. Das tat dem Erfolg des Films kein Abbruch. Er gehört zu den finanziell erfolgreichsten Pornos aller Zeiten und ist noch heute in den Top-10-Listen der Liebhaber erotischer Filmkunst zu finden. Was DEBBIE DOES DALLAS zu einem hervorragenden Film macht, sind allein die rasanten und ungewöhnlich locker inszenierten Sexszenen. Damit gehört er zu den Klassikern, die den besseren Pornofilmen der Gegenwart am ehestem dramaturgisch entsprechen. Dh. er hat eine Story, in der nicht versucht wird, irgendeine komplexe Spielfilmdramaturgie zu entwickeln, sondern die konsequent und plauisibel von einer Sexszene zur anderen führt. In den Sexszenen wiederum verlässt sich der Film ganz auf die Wirkung der nackten Körper auf den Betrachter. Keine Spur von der Effekthascherrei, in die viele ambitionierte Pornofilme verfallen. Nur sehr geschmackvolles 70er-Ambiente und meist sehr groovige Musik, wird als Stilmittel zugelassen. Ansonsten ist alles schlicht und einfach inszeniert. Ein wenig überrascht es daher schon, dass ausgerechnet dieser Film es war, der als erster Porno den Weg zur Bühne fand. Im August 2001 hatte DEBBIE DOES DALLAS am Broadway Premiere. Verdient hat der Film diese späte Ehrung allemal, denn DEBBIE DOES DALLAS hat bis heute nichts an Esprit eingebüßt. Ein Meilenstein, der den heutigen Produktionen in Bezug auf Schärfe in nichts nachsteht, doch der sie in Sachen Coolnes locker hinter sich lässt.

Regie: Jim Clark Darsteller/Innen: Bambi Woods, Misty Winter, Robyn Byrd, Pat Allure, Paula Head, Kasey Rodgers, Georgette Sanders, Sherri Tart, Merill Townsend, Rikki O'Neal, Arcadia Lake, u.a.

 

 

 

THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN (USA 1976)

Die Story des Films ist angelehnt an die von My Fair Lady: In einem Sexkino trifft ein gewisser Dr. Love (Jamie Gillis) auf die Prostituierte Misty Beethoven (Constance Money). Er ist von ihr begeistert und fest entschlossen, sie zum Golden Rod-Girl, zur sexuellen Universalkünstlerin zu machen. Nach kurzem Zögern willigt Misty in den Plan ein, und schon bald erlebt sie alle Höhen und Tiefen des Daseins als Schülerin. Wie fast alle anderen Filme von Regisseur Radley Metzger (THE PUNISHMENT OF ANNE, NAKED CAME THE STRANGER, THE PRIVATE AFTERNOONS OF PAMELA MANN), kann THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN neben seriösen Filmen schauspielerisch und dramaturgisch locker bestehen. Es handelt sich hier um einen durchweg witzigen und intelligenten Film, der es eher mit Woody Allen gemein hat, als z.B. mit DEEP THROAT. Und das ohne dabei in Verdacht zu geraten, gar kein Porno zu sein, denn der Film hat mehr und vor allem wesentlich prickelnderen Sex zu bieten als DEEP THROAT. Auf die Frage nach ihrem Namen, antwortet die Heldin des Films: "Misty Beethoven". Ihr wirklicher Name? "No, it's not, but I think it's sounds more important." Was ist ihr richtiger Name? "Dolores Beethoven". Solche Dialoge sind leider sehr selten im Pornofilm. Lustige Anekdote am Rand: Aufgrund der Szene, in der Misty und eine Freundin einen Mann mit einem Dildo verwöhnen, landete der Film gelegentlich in der Rubrik Gay-Film.Der bunte Reigen erotischer Spielchen gespickt mit Pop-Art-Motiven den dieser Film bietet, lässt die Herzen von Pornofans und Cineasten höher schlagen. Alles ist elegant gefilmt und toll gespielt. Regisseur Henry Paris schafft es die Handlung so mit Erotik und Sex zu verbinden, dass keines dieser Elemente zum Fremdkörper verkommt. So wurde THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN schließlich auch mit dem ersten Porno-Award ausgezeichnet und lief zudem sieben Jahre ununterbrochen in den amerikanischen Sexkinos .

 

Regie: Radley Metzger, aka Henry Paris

Darsteller/Innen: Constance Money, Jaqueline Beudant, Jamie Gillis, Terry Hall, Gloria Leonard, Jenny Baxter, Mary Stuart, Marlene Willoughby, Ras King, Casey Donovan, Janet Baldwin, Cynthia Gardener, Helen Simone, Marlene Parker, u.a.

 

 

 

 

 

 

 

JOSEFINE MUTZENBACHER ...WIE SIE WIRKLICH WAR - Teil 1 (Deutschland 1976)

Die Verfilmung des Lebensweges der Wiener Dirne ist der erfolgreichste und vielleicht beste deutsche Pornofilm. Selbst in den USA schlug er unter dem Titel SENSATIONAL JANINE hohe Wellen. Schade nur, dass die Amis den Film in englischer Synchronfassung sehen mussten. So blieb ihnen ein Schmanckl des Films vorenthalten: der witzige Wiener Dialekt, der zum ersten mal in einem Porno so zum tragen kam und der hierzulande sehr zu seiner Popularität beitrug. Der Film nicht nur sehr kultig, sondern auch von hohem pornografischen Reiz. Das liegt vor allem an Patricia Rhomberg! Sie spielt die Mutzenbacher absolut überragend und haucht dieser historischen Figur auf sehr anregende Art viel Leben ein. Sie ist somit auch dafür verantwortlich, dass die nachfolgenden Teile so schlecht sind: Patricia Rhomberg stand nämlich nur für den 1. Teil zur Verfügung. In Teil 2, 3 und 4 sah Regisseur Hans Billian sich leider genötigt, sich in fürchterlichen Blödelein zu verlieren um von Patricias mittelmäßigen Nachfolgerinnen abzulenken. Im 1. Teil steht sie zum Glück im Zentrum aller Sexszenen. Diese sind manchmal etwas albern und überdreht, doch zugleich sehr explizit und facettenreich und damit völlig untypisch für einen deutschen Pornofilm. Die Schauspielerinnen und Schauspieler neben Patricia glänzen durch Einfachheit. Es scheint, als kommen sie allesamt direkt aus dem Volk, was dem Film eine zusätzliche Authentizität verleiht. Am Anfang des Films sehen wir Josefine als Teenager. Jede Nacht quält sie das immer stärker werdende Verlangen endlich gevögelt zu werden. Zu masturbieren, verschafft ihr nur geringe Erleichterung und so dauert es nicht lange bis zum ersten sexuellen Kontakt. Zunächst gibt sie sich mit einem Blowjob zufrieden, doch kurz darauf verliert sie ihre Unschuld an einen kräftig gebauten Kerl, der natürlich keine allzu großen Anstalten macht, sich den Begierden dieses nymphenhaften und ungestümen Mädels zu widersetzen. Von da ab taumelt unsere Heldin durch zahlreiche erotische Abenteuer und ein Höhepunkt jagt jetzt den nächsten. In einer Szene kommt Josefine gleich dreimal in den Genuss eines kräftigen Spermaregens, und das von ein und denselben Liebhaber. Einen kleinen Seitenhieb auf die Moralapostel der Gesellschaft gibt es u.a. durch die Szene mit dem Pfaffen, welcher sich als durchtrieben und sexgierig entpuppt und der seine Position gegenüber Josefine schamlos ausnutzt. Doch von so einem Menschen lässt sich Josefine nicht aus dem Konzept bringen und sie verfolgt gradlinig den Weg ihrer Bestimmung: Sie will eine Hure aus Passion zu werden und möglichst viel Vergnügen an dieser Tätigkeit haben. Vor unseren Augen verwirklicht sich Josefine ihren Traum. Ihr dabei zusehen zu dürfen, ist ein Vergnügen!

Regie: Hans Billian Darsteller/Innen: Patricia Rhomberg, Marie-France Morel, Sepp Gneissl, Siggi Buchner, u.a.

THROUGH THE LOOKING GLASS (USA 1976)

Dieser Film ist einer der wenigen Pornos, der es auf Grund seiner Extravaganz bis in die Feuilletons der großen Zeitungen schaffte und der auch in seriösen Kinos erfolgreich war. Und um Verwechselungen gleich vorzubeugen: THROUGH THE LOOKING GLASS hat nichts zu tun mit dem im selben Jahr entstandenen Pornomusical ALICE IN WONDERLAND. Beide Filme sind zwar angelehnt an Lewis Carroll's Märchen, doch schon auf Grund der konträren Stimmungslagen sind sie als jeweiliges Gegenstück zu sehen. THROUGH THE LOOKING GLASS ist kein fröhliches Singspiel, sondern ein befremdlicher und spannender Psycho-Porno. Catharine Burgess spielt eine etwas spröde Dame der oberen Gesellschaft. Ihr Vater vermacht ihr ein großes Anwesen, welches sie sofort bezieht und in welchem sie auf einen seltsamen Spiegel trifft. Vor dem Spiegel masturbierend bekommt sie Visionen, die ihren Vater auferstehen bzw. in Horrorfilmmanier aus dem Spiegel treten lassen. Catharine nimmt die Einladung ihres Vaters zu einem Trip auf die andere Seite des Spiegels an. Von dem Treiben dort, ist sie stark beeindruckt: Überall verlustieren sich merkwürdige Leute bei ausgeflippten Sexspielchen. Hin und hergerissen wandelt Catharine von nun an zwischen den Welten. In der kleinen Welt ihres Hauses gerät sie zunehmend in Konflikt mit ihrem Mann. Die beunruhigende, doch lustvolle Welt des Vaters lockt so umso mehr. Schließlich will sie der Macht des Spiegels und ihrem untoten Vater jedoch entfliehen. Es gelingt nicht, und eines Nachts masturbiert Catharine wieder vor dem Spiegel. Der Vater tritt finster wie ein Satyr heraus und vögelt sie brutal, ehe er sie entgültig mit auf die andere Seite nimmt. Die Welt dort präsentiert sich jetzt als unheilschwangere Wüstenlandschaft und Catharine merkt, dass sie in einer Sex-Hölle mit fiesen Verrückten gelandet ist. Ein Zurück gibt es jetzt nicht mehr. Das böse Ende wird schließlich noch dadurch untermauert, dass Catharines Tochter Anstalten macht den selben Weg zu gehen. Das Erbe des Spiegels setzt sich fort. Auf dem Cover der vorliegenden DVD steht, dass dieser Film so wirkt wie die Malerei von Hieronymus Bosch. Ob das wirklich stimmt, kann an dieser Stelle nicht abschließend geklärt werden, doch eines ist sicher: THROUGH THE LOOKING GLASS ist ein großartiger Film mit absonderlichen, dramatischen und nicht zuletzt sehr erotischen Bildern.

Regie: Jonas Middleton Darsteler/Innen: Catherine Burgess, Laura Nicholson, Jamie Gillis, Terry Hall, Kim Pope, Ultra Max, Bobby Astyr, Nancy Dare, Al Levitsky, u.a.

 

CAFÉ FLESH (USA 1982)

Ein Atomkrieg hat die Erde in eine apocaplytische Einöde verwandelt. Radioaktive Strahlung hat die Menschen in zwei Lager gespalten: Sex-Negative und Sex-Positive. Die Negativen, die zwar ein dringendes Verlangen nach Sex haben, doch die bei jeder sexuellen Handlung Schmerzen verspüren und krank werden, bilden 99% der Bevölkerung. Die Minderheit, die Positiven, kann ohne Einschränkungen vögeln und zeigt das in Nachtclubs wie dem Café Flesh. Dort werden die Negaitiven mit den erotischen Darbietungen in den Wahnsinn getrieben. Lana, obwohl heimlich sex-positiv, hat sich für ein Leben als Negative entschlossen, um an der Seite ihres geliebten Mannes leben zu können, der leider sex-negativ ist, auch wenn das die Verdrängung ihrer wahren Natur bedeutet. Als sie im Café Flesh mit realen Sex konfrontiert wird, beginnt ihre Fassade zu bröckeln. Das Besondere an CAFÉ FLESH ist u.a. sein bizarres Styling, welches an dem im selben Jahr entstandenen New-Wave-Drogenfilm LIQUID SKY erinnert. Gleich die erste Szene beginnt mit als Babys verkleideten Männern die mit einem Knochen in der Hand rhythmisch ihre Köpfe hin und her bewegen. Unter eigenartiger Neonbeleuchtung sehen wir dann eine Frau in einem altmodisch anmutenden Sessel sitzen. Als dann eine weiß gekleidete Ratte die Bühne betritt, kommt es zu den ersten sexuellen Handlungen zwischen dem Fabelwesen und der jungen Dame. Der Plot des Films stellt wohl den philosophischen Zenit des Pornofilms dar: Die Geschichte einer Frau, die ein Leben in sexueller Abstinenz lebt, nur um für die geistige Liebe zu leben und die Sache mit den Sex-Negativen und Sex-Positiven.Die Negativen sind die passiven Beobachter, die Zuschauer, die sich nach den schönen Körpern sehnen. Die Positiven sind Prominente, deren Sex-Shows gefeiert werden. So nimmt der Film auf sehr erotische und humorvolle Art das Verhältnis zwischen Publikum und Produzent aufs Korn. Stil und Dramaturgie des Films deuten darauf hin, dass Regisseur Steven Sayadian (der sich hier als Rinse Dream ausgibt) mit CAFÉ FLESH tatsächlich auch auf das Genre Kunstfilm und dessen Publikum zielte. So zeigt er, wo der Pornofilm stehen könnte, wenn mehr Regisseure den Mut hätten, die Schnittmengen von Porno und Kunst konsequent auszuloten. Wenn also irgendwann ein Pornofilm Einzug hält in das Museum Of Modern Art, dann dieser. Spätestens seit das TEXAS CHAINSAW MASSACRE dort seinen festen Platz hat, ist deutlich, wie in Verruf geratene Werke schnell offiziell zu Kunst erklärt werden können. Das macht die Redaktion von 6filme.org hiermit: CAFÉ FLESH ist Pornokunst vom Allergeilsten.

Regie: Stephen Sayadian Darsteler/Innen: Andy Nichols, Paul McGibboney, Michelle Bauer (Pia Snow), Marie Sharp, Darcy Nichols, Dennis Edwards, Kevin James, Paul Berthell, Richard Belzer, u.a.

 

DEEP THROAT (USA 1972)

Linda (Linda Lovelace) kommt beim Sex nie zum Orgasmus. Ein Arzt (Harry Reems) findet den Grund: Linda hat ihre Klitoris im Hals. Linda beginnt mit ausgiebigen Blasübungen und findet schließlich ihr Glück. Der Plot des Films ist originell, und dennoch ist DEEP THROAT nicht nur der bekannteste, sondern auch der qualitativ schlechteste unter den Pornoklassikern. Seinen Ruhm verdankt er dem Zufall der erste Porno zu sein, der mit einem verhältnismäßig hohen, angeblich aus Mafiakreisen stammenden Budget von 25,000$ ausgestattet war und der entsprechend professionell gedreht und vermarktet wurde. Verhältnismäßig hoch war schließlich auch der Ertrag. Der Film spielte über 600 Millionen Dollar ein. Die Entstehungsgeschichte des Films sorgte immer wieder für Rummel und lasst ihn bis heute in einem zweifelhaften Licht erscheinen. Die im Jahr 2002 im Alter von 53 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommene Hauptdarstellerin Linda Lovelace, soll zum Sex vor der Kamera gezwungen worden sein. Lovelace, die in den 80er Jahren zur einer Protagonisten der Anti-Porno-Bewegung wurde, schrieb nach ihrem Ausstieg aus der Pornobranche, dass es ein Verbrechen ist, den Film heute noch zu zeigen, weil jede Person, die den Film sieht, einer Vergewaltigung zuschaut. Von anderen Branchenkennern wird das wiederholt bestritten. Lindas Auftreten im Film wirkt jedenfalls sehr locker und auch die Zeichen von Gewalteinwirkung an ihrem Körper, die Gegner des Films gesehen haben wollen, sind nicht zu erkennen. Herausgekommen ist in knapp 10 Drehtagen eine billige, historisch wichtige, doch bestenfalls amüsante Klamotte, die wenig sexy ist. Schauspielerische Qualität ist kurioserweise nur bei Linda Lovelace vorhanden und auch Harry Reems, dem für seinen ersten Filmauftritt 5 Jahre Haft drohten, spielt zumindest lustig den Part des durchgeknallten Arztes. Die Musik ist gelegentlich funky, doch ihr Einsatz kommt hölzern daher; die Pornoszenen sind ohne jeden Esprit und größtenteils dilettantisch. Von dem Können, welches Regisseur Gerard Damiano wenig später mit THE DEVIL IN MISS JONES, MEMORIES WITHIN MISS AGGIE und THE SATISFIERS OF ALPHA BLUE gezeigt hat, ist er hier weit entfernt. Auch Damiano selbst hält seinen berühmtesten Film für nicht gelungen. Die Brisanz des Films war also nicht seiner Qualität geschuldet, sondern allein seiner sozialen Sprengkraft, die sich im gesellschaftlichen Klima der 70er-Jahre voll entfalten konnte. DEEP THROAT bzw. das Thema Oralverkehr waren Tagesgespräch, und nachdem sogar die New York Times über den neuen PornChic berichtete, standen Menschen aus allen sozialen Schichten stundenlang für eine Kinokarte an. Die renommierte Feministin Camillia Paglia äußert sich in der Dokumentation INSIDE DEEP THROAT (USA, 2004) wie folgt über den Skandalfilm: "DEEP THROAT war ein Meilenstein in der Geschichte der modernen Sexualität. Zum ersten Mal gingen die bürgerlichen Frauen der Mittlelschicht ins Pornokino. Er hat wirklich die traditionellen Anstandsregeln niedergerissen." Was folgte, waren nicht nur diverse Auseinandersetzungen mit der Justiz und der amerikanischen Regierung unter Richard Nixon, die mit allen Mitteln versuchte, den Film zu verbieten, sondern auch das vielzitierte Golden Age Of Porn. Einen Pornofilm zu sehen hatte etwas von Rebellion und viele hochambitionierte Regisseure hatten nur eines im Sinn: an dieser Rebellion teilhaben und den besten Porno der Welt drehen. Trotz seiner Mittelmäßigkeit haben wir dem Film also viel zu verdanken.

Regie: Gerard Damiano Darsteller/Innen: Linda Lovelace, Harry Reems, Dolly Sharp, Bill Harrison, William Love, Carol Connors, Bob Philips, u.a.

 

 

SENSATIONS (Holland 1975)

SENSATIONS schildert die erotischen Abenteuer, die Margaret und ihre Freundin Julie in Amsterdams Künstlerszene erleben. Während Margaret zuerst nicht weiß, was sie von den frivolen Spielchen der Leute halten soll, gibt sich Julie schnell den süßen Verlockungen hin. Nach einem Besuch bei einer sexhungrigen Kunstsammlerin und bei ihrem SM-veranlagten Freund, bedarf es nur noch einer kurzen Diskussion unter Freundinnen, dann ist schließlich auch Margaret bereit, es mit der freien Liebe zu probieren. Gut gelaunt besuchen die Damen eine Vernissage, die (wie könnte es anders sein?) erotische Kunst zum Thema hat. Auf der sich anschließenden Party geht es dann mächtig zur Sache und eine sehr ausgefeilte Tour-de-Porn nimmt ihren Lauf. Sexfreaks jeglicher Couleur gehen kreativ und extrem zu Werke. Eine sonderbare Frau masturbiert vor Partygästen mit einem Zauberstab, eine andere pisst einem glühenden Verehrer in den Mund, ein Mann leckt einer eleganten Dame den mit Kokain benetzten Kitzler und gekifft wird natürlich auch viel. Zum Ende der Party, wendet sich die illustre Runde Margaret zu. Frauen und Männer beginnen sie zu lecken und zu beißen. Sie wird nach allen Regeln der Kunst tatsächlich vernascht, denn auf dem Höhepunkt von Margarets Lust, löst sich die Heldin des Films plötzlich in Luft auf. Von einer Sekunde auf die andere ist sie weg, und dieser zauberhafte Film ist zuende. SENSATIONS ist erotisches Kino in höchster Vollendung. Porno-Papst Lasse Braun (sie auch SEX MANIACS und AMERICAN DESIRE) vereinigt hier Porno, Kunst und Hippietum auf leichte und fast surealistische Art. Das herbstliche Amsterdam und das liberal-hedonistische Klima in der Stadt und die Drogen müssen sich magisch auf den Regisseur und seine Crew ausgewirkt haben. Intelligente Dialoge über Sex und Moral überlagern sich mit filigranen Analsex- oder Blowjobszenen im schönsten Ambiente. Der sonderbaren Atmosphäre des Films kann man sich so nur schwer entziehen. Mit Brigitte Maier hat der Film zudem eine entwaffnend hübsche und interessante Hauptdarstellerin. Sie scheint tatsächlich etwas schüchtern zu sein, und das passt fabelhaft zu dem Eindruck, dass die anderen Damen und Herren tatsächlich exhibitionistisch veranlagte Hedonisten zu sein scheinen. Auch der Soundtrack des Films verdient es hervorgehoben zu werden. Noch nie wurde in einem Porno so sensibel mit Musik umgegangen. Der zuckersüße Titelsong steht dabei im harten Kontrast zu dem, was wir während des Films sonst an durchgedrehter, doch stets cooler Hippie-Mucke hören. SENSATIONS war natürlich ein voller Erfolg. Der Film wurde sogar bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gezeigt und ließ dort so manchen Mainstreamfilm blass aussehen. Wer also auf der Suche nach dem ultimativen Avantgarde-Porno ist, dem sei SENSATIONS unbedingt empfohlen. Prädikat: BESONDERS WERTVOLL!

Regie: Lasse Braun Darsteller/Innen: Brigitte Maier, Tuppy Owens, Eva Quang, Frédérique Barral, Nathalie Morin, Nicole Velna, Tania Busselier, Trixie Heinen, Véronique Mone, u.a.

 

 

 

 

 

 

 

THE DEVIL IN MISS JONES (USA 1973)

Mit einer flehentlichen Aufforderung zum Geschlechtsverkehr und mit sehr bedrohlicher Musik beginnt und endet THE DEVIL IN MISS JONES, der wohl düsterste Film der Pornogeschichte: "Put your cock in me! I can't do it by myself. Touch me, please!" fleht eine masturbierende Frau (Georgina Spelvin). Die Kamera fährt durch den Raum, der einer Gefängniszelle gleicht und ein Mann (Gerard Damiano!) kommt ins Bild. Dieser antwortet geheimnisvoll mit den Worten: "He is here..." Die Rede ist vom Teufel. Er schwebt irgendwo in der Zelle und er hat Miss Jones einen Mann an die Seite gestellt, der nicht gewillt ist sie sexuell zu befriedigen. Mit ihm muss Miss Jones auf ewig zusammnenhocken. Das ist natürlich die Hölle. Eine, ohne Ausgang leider und was existentialistisch klingt, soll genau das sein, denn schließlich hat sich der Meister des subversiven Pornofilms, Gerard Damiano, hier von Jean-Paul Sartres Drama NO EXIT inspirieren lassen. Wie Miss Jones diese aussichtlose Situation hereingeraten ist, erfahren wir in der zweiten Sequenz: An einem verregnetten Tag wandelt Miss Jones durch ihre Wohnung. Sie lässt sich ein Bad ein, steigt hinein und schneidet sich mit einer Rasierklinge die Pulsadern auf. Wir sehen sie sterben und schon einen Moment später findet sie sich irgendwo zwischen Himmel und Hölle wieder. Hinter einem schlichten Holztisch sitzend, verkündigt ihr ein netter Herr, dass es im ihren Fall keine Wahl gibt, sondern dass sie in die Hölle muss, da sie mit ihrem Selbstmord eine unverzeihliche Tat begangen hat. Miss Jones hört das mit Fassung. Leider fällt ihr erst jetzt ein, dass sie zu Lebzeiten etwas außer Acht gelassen hat: die Lust. Sie ist tatsächlich als Jungfrau gestorben und soll als solche in der Hölle schmoren. Der Gedanke ist ihr unerträglich, und auch dem Sekretär der höheren Macht ist dies der Strafe zu viel. Über den Kopf seines Chefs hinweg, bewilligt er Miss Jones einen kurzen Aufschub, damit sie die Sache mit der Lust nachholen kann. Er zeigt auf eine Tür, durch die Miss Jones gehen soll und hinter dieser Tür geht es dann schließlich los: In sehr drastischen Szenen sehen wir Miss Jones alle Spielarten der Lust erleben. Es kommt, wie es kommen muss: Die Lust gefällt Miss Jones so gut, dass ihr das Leben jetzt generell viel lebenswerter erscheint. Doch es gibt kein Zurück. Der Weg in die Hölle ist für sie jetzt um so härter. Eine traurige Story - ein verstörend betörender Film! Ein Porno, der einen Selbstmord im Detail zeigt, ein Porno ohne eine leise Hoffnung auf ein Happy End - das ist einzigartig. Aussichtsloses, unstillbares Verlangen treibt Miss Jones an. Die Grundstimmung des Films ist dementsprechend pessimistisch. Das Zusammenspiel von schräger Musik, hartem Sex, und harschen, oft verzweifelten Worten, die Miss Jones an ihre Liebhaber richtet, verstärken diesen depressiven Eindruck. Die Bilder sind karg und schroff. Nie wird es in diesem Film hell. Der Teufel wirft auf jede Einstellung seinen Schatten. Von Hochglanzerotik keine Spur. Hart und schmutzig geht es zu (Ausnahme: die sehr zärtliche Lesbenszene). Die pornografischen Szenen sind trotzdem von bizarrer Schönheit und hocherotischer Sprengkraft. Georgina Spelvin als Miss Jones spielt hervorragend! Ähnlich wie der Nachfolger MEMORIES WITHIN MISS AGGIE, ist THE DEVIL IN MISS JONES ein Porno, welcher am besten an einem trüben Novembertag anzuschauen ist. Stimmungsaufhellend wirkt dieses spröde und deprimierende Werk zwar auf keinen Fall, doch mit Miss Jones kommt zum Trost Hardcore im allerwörtlichsten Sinn ins Haus. Es wurden tatsächlich schon Stimmen laut, die den Film als den APOCALYPSE NOW! des Pornokinos bezeichneten. Wer beide Filme gesehen hat, der weiß, dass dieser Vergleich seine Berechtigung hat.

Regie: Gerard Damiano Darsteller/Innen: Georgina Spelvin, John Clemens, Harry Reems, Mark Stevens, Rick Livermore, Clair Lumiere, Sue Flaken, Albert Gork, u.a.

CALIGULA (USA 1979)

CALIGULA ist ein spektakuläres, sensationslüsternes und sehr grausames Historiendrama und Sex- und Pornofilm zugleich. Erfolgreich wurde er aber vor allem als grausames Historiendrama und Sexfilm, da in den Kinos damals nur unterschiedlich stark gekürzte Fassungen liefen. Und warum auch nicht? CALIGULA ist auch ohne die Hardcoreszenen ein atemberaubendes Kinoerlebnis. Mit den Hardcoreszenen wird der Film aber nicht nur brandheiß, sondern auch angenehm konsequent und zusätzlich provokant. Ob es sich bei diesem Film überhaupt um einen Porno handelt, hängt also davon ab, welche Fassung vorliegt. Im Fernsehen lief sogar schon eine 90 Minutenversion dieses in jeder Beziehung maßlosen Werkes, welches man doch am besten in der 156 Minutenfassung sieht. In der kommt nicht nur die ungeheure Grausamkeit des Films voll zu Tage, sondern eben auch sehr schön gefilmte Lesbenspiele, Ejakulationen, usw. Die intensiven Hardcoreszenen in CALIGULA stammen jedoch nicht von Tinto Brass. In seiner ursprünglichen Fassung, die auf 142 Minuten kommt, drehte Brass zwar im juristischen Sinn Porno, der ganze Film ist schließlich eine einzige Sexorgie, doch wurden diese nicht, wie sonst im Porno, ins Zentrum der Szenerie gestellt. Diese Lücke hat Produzent Bob Guccione geschlossen, indem er nach Ende von Tinto Brass' Dreharbeiten das Filmteam zusammenrief und in seiner Abwesenheit die Szenen drehte, die CALIGULA zum aufwendigsten Hardcorestreifen der Filmgeschichte machen. Das Golden-Age Of Porn war gerade auf seinem Höhepunkt und CALIGULA sollte der erste Porno werden, der Handlung und Sex glaubhaft verbindet, der erste wirklich abendfüllende Hardcorestreifen sozusagen. Das Schöne daran: Die Hardcoreszenen fügen sich in den Film ein, als wären sie schon immer dagewesen. Nahtlos knüpft Guccione an erotische Stellen an und vollendet auf wunderbare Weise das, wovor Tinto Brass leider zurückschreckte. CALIGULA ist auch der bisher einzige Porno mit einem echten Staraufgebot, auch wenn das nicht ganz freiwillig geschah. Peter O'Toole z.B. wusste zwar, dass Tinto Brass in diesem Film sehr explizit zu Werke gehen wollte, doch von Pornografie war nie die Rede. Ebenfalls verwundert, wenn auch nicht sauer wie O'Toole, war Malcom McDowell, der als Caligula in vielen schönen Soft-Sexszenen mit Ex-Playmate Teresa Ann Savoy zu sehen ist. Irgendwann hat er auch Sex mit einem Pferd. Details sehen wir hier zum Glück nicht. Nach allem was wir heute wissen, ging es unter dem römischen Kaiser Caligula tatsächlich so zu, wie es der Film schildert. Er zeigt in sehr opulenten Bildern und vor grandios detailgetreuen Kulissen, wie Machtmissbrauch und Dekadenz die Zeit prägten und wie der Wahnsinn in den Mann fährt, der an der Spitze des Ganzen steht. Am Ende wird dieser Mann von anderen Wahnsinnigen und deren Nutznießern ermordet. Ganz wie in der Realität also.

Regie: Tinto Brass Darsteller/Innen: Malcom McDowell, Teresa Ann Savoy, Peter O'Toole, Helen Mirren, u.a.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MEMORIES WITHIN MISS AGGIE (USA 1974)

Eines ist klar: Wer THE DEVIL IN MISS JONES mag, mag auch diesen Film. MEMORIES WITHIN MISS AGGIE ist ähnlich düster, ähnlich merkwürdig und hat auch ein very Bad-End. Es lässt sich jetzt vortrefflich darüber streiten, welcher Film der bessere ist. Beide sind von solch hoher Qualität, dass ihr Regisseur Gerard Damiano zu Recht als einer der berühmtesten und besten Pornofilmer gilt. Kennzeichnend für seine Filme in den 70ern ist, dass Sex zwar immer als etwas Lustvolles, doch zudem tragisches, ja zerstörerisches dargestellt wird. Eine heile Sexwelt gibt es bei Damiano, der seine Filme als extreme Ausdrucksformen von Kunst bezeichnet, weder bei MISS JONES noch in WATERPOWER. Es scheint, als wollte er beweisen, dass der fröhlich gemeinte Klassiker DEEP THROAT eine Ausnahme, ein Irrtum war, was dieser Film schließlich auch ist. Keiner käme wohl auf die Idee, dass MEMORIES WITHIN MISS AGGIE vom selben Regisseur stammt. Die Heldin des Films (hier gespielt von Norah Ashira) traumwandelt durch ihr tristes Haus, sie spricht mit einem sonderbaren Mann im Rollstuhl, spielt mit einer Katze, macht Tee, schaut in den Spiegel. Sie denkt an frühere Zeiten, wobei stets unklar ist, ob das wirklich Erinnerungen oder nur Wunschträume sind. In Rückblenden (?) sehen wir die junge Miss Aggie (Kim Pope), die sich von einem unbekannten Mann entjungfern lässt; die einsame Miss Aggie (Mary Stuart), die es sich mit einer Spielzeugpuppe selber besorgt, ehe ein edler Ritter sie genussvoll in den Hintern fickt; die besessene Miss Aggie (Darby Lloyd Rains), die als Hure vor einem seltsamen Kerl masturbiert um dann triebhaft seinen Samen zu trinken. Sehr sinnliche, doch irgendwie unheilschwangere Bilder eröffnen sich unserem Auge. Gar nicht sinnlich, sondern ziemlich brutal endet der Film. Irgendwas muss schiefgegangen sein in Miss Aggies Leben, denn um nicht länger alleine zu sein, tötet sie einen Herrn, der zufällig bei ihr zu Besuch ist und der leider nur für eine Nacht bleiben will. Sie sticht ihm zuerst ein Auge aus, weidet sich kurz an seinen Schmerzen, ehe sie seinem Leben endgültig ein Ende macht. Wie sich rausstellt, ist dieser Mann die erwähnte Person im Rollstuhl bzw. seine verweste Leiche. Sie ist für Miss Aggie jetzt die einzige Bezugsperson bzw. Bezugsleiche. Bemerkenswert ist es immer wieder, wenn ein Pornofilm nicht nur durch Sex, sondern auch durch Spannung, überzeugende Darsteller/Innen und vor allem durch Atmosphäre glänzt. MEMORIES WITHIN MISS AGGIE ist hierfür ein Paradebeispiel! Der Film entführt uns glaubhaft in eine dunkle Traumwelt und schafft damit in 73 Minuten das, woran sich "seriöse" Filme oft vergeblich die Zähne ausbeißen. Note 1 für diesen außergewöhnlichen Porno!

Regie: Gerard Damiano Darsteler/Innen: Norah Ashira, Kim Pope, Darby Lloyd Rains, Harry Reems, Eric Edwards

 

 

 

 

 

 

DAS BILDNIS DER DORIANA GREY (Schweiz 1976)

Der spanische Regisseur Jess Franco gilt als der König des B-Movies und das völlig zu Recht. Filmperlen wie z.B. VAMPYROS LESBOS (mit der bezaubernden Soledad Miranda) oder die trashige Verfilmung von de Sades' Roman JUSTINE (mit Romina Power und Klaus Kinski), bestechen durch subtile Erotik, absurd schöne Kamerafahrten und moralisch meist unkorrektes Auftreten der Akteure und sind darum heute Kult bei Liebhabern des B-Pictures. In Jess Franco-Filmen tauchen immer wieder die selben Darsteller/Innen auf, eine Filmmusik muss häufig für drei Filme und mehr herhalten und immer wieder stehen Sex und Gewalt im Mittelpunkt des Geschehens. Man könnte also sagen, seine Filme sind langweilig, weil immer dasselbe passiert, was nur zum Teil stimmt und was Franco-Fans natürlich überhaupt nicht stört. DAS BILDNIS DER DORIANA GREY ist eine Franco-Rarität, weil der Film einer der wenigen pornografischen Ausflüge des Regisseurs ist, welche ihm meist total misslangen, doch was hier großartig gelungen ist. Der Film ist so sonderbar wie anstrengend und sinnlich. Fast ununterbrochen sehen wir die Pussy von Jess Francos Ehefrau Lina Romay. Sie spielt die Doriana Grey und zugleich ihre Zwillingsschwester. Sexuell sind beide schwer gestört. Die Schwester ist in einem Irrenhaus und masturbiert dort nonstop vor sich hin. Doriana Grey lebt in einem schönen Schloss, ist auch sexbesessen, doch frustriert auf eine Art, weil frigide. Durch Telepathie miteinander verbunden, erlebt die Schwester die Orgasmen, die Doriana sich so sehr wünscht. Dazu kommt: Doriana ist ein Sexvampir! Während die Schwester im Irrenhaus wie besessen ihren Kitzler reibt, tötet Doriana ihre Liebhaberinnen, indem sie ihnen durch das Lecken ihrer Pussy jegliche Lebenskraft entzieht. Ist einmal kein weibliches Opfer zugegen, saugt sie auch schon mal einem Mann den Schwanz aus, womit auch dieser des Todes ist. Eine Journalistin kommt ihr auf die Spur, doch auch sie erliegt den Reizen der frustrierten Vampirlady und stirbt. Doraina ist mit der Situation alles andere als glücklich. Keine Orgasmen, und die Journalistin mochte sie wirklich gerne. Irgendwann kommt sie darauf, dass ihre destruktive Lustlosigkeit untrennbar mit ihrer Schwester verbunden ist. Schließlich besucht Doriana ihre Schwester und verwöhnt auch sie mit der Zunge. Die Schwester ist tot und der Spuk hat ein Ende. Glücklich und zufrieden zieht sich Doriana auf ihr Schloss zurück und besorgt es sich dort ausgiebig selbst. DAS BILDNIS DER DORIANA GREY ist ein kunstvoll inszenierter Lesbenporno. Nur einmal sehen wir wie gevögelt wird, der Rest ist Pussy. Lina Romays weit geöffnete Vagina ist so präsent, dass es einem fast die Sprache verschlägt. Nicht immer ist das sonderlich anregend, sondern eher unter avantgardistischen Gesichtspunkten interessant. Vor allem wenn sich Dorianas Schwester im Irrenhaus selbstbefriedigt, wirkt das eher verstörend als stimulierend. Sei's drum, der Film nimmt auf jeden Fall eine Sonderstellung unter den Pornoklassikern ein und gehört daher in jede gut sortierte Giftschranksammlung! Für Lesben, die auf gehobene Pornografie stehen, für Jess Franco- und Lina Romay-Fans ist der Film eh Pflicht.

Regie: Jess Franco Darsteller/Innen: Lina Romay, Monica Swinn, Martin Stedil, u.a.

ALICE IN WONDERLAND (USA 1975)

Die schüchterne und sexuell unerfahrene Alice erhält unverhofft Besuch von einem merkwürdigen Hasen. Dieser lockt sie in das Porno-Wunderland. Dort findet sich Alice nur mit Mühe zurecht, was nicht schlimm ist, denn der lustige Hase ist plötzlich wieder da und stellt sie interessanten Leuten vor. Die jungfräuliche Alice fängt an ihren sexuellen Empfindungen nachzugehen. Sie masturbiert auf einem sprechenden Felsen sitzend. Dem Felsen gefällt das, er spricht Alice Mut zu, und schon bald sehen wir, wie sie den Schwanz eines durchgeknallten aber liebenswerten Mannes bläst und ihn in ihrem Mund kommen lässt. Ihre physische Unschuld im US-amerikanischen Sinne hat sie aber immer noch nicht verloren, als die Königin des Wunderlandes ihren Gatten dabei erwischt, wie er den Kitzler von Alice mit der Zunge verwöhnt. Nicht etwa die Untreue stellt für die erboste Königin ein Delikt dar, sondern dass Alice noch Jungfrau ist. Sogleich wird ihr der Prozess gemacht. Eine wild tanzende Jury befindet Alice für schuldig. Zur Strafe soll sie jetzt von der Königin defloriert werden. Gerade noch rechtzeitig entreissen Alices Freunde sie der lüsternen Herrscherin. Wieder zu Hause, verliert Alice ihre Unschuld schließlich an einen netten jungen Mann. Lewis Carroll's Märchen präsentiert sich hier als ein sehr lustiges und gnadenlos überdrehtes Porno-Musical, welches sich inhaltlich eng an die berühmte Romanvorlage hält und in dem alle Beteiligten sichtlich Spaß haben. Ernst nimmt hier niemand irgend etwas und so folgt eine Absurdität auf die andere. Die musikalischen Einlagen sind großartig, weil die Lieder wirklich mitreißend und die Tänze sehr schwungvoll und sexy choreographiert sind. Wenn man sich als Zuschauer also nicht gerade vor lachen krümmt, schnippt und wippt man mit oder legt vielleicht selbst ein kleines Tänzchen hin. Eine etwas ungewöhnliche Reaktion auf einen Pornofilm, und zugegeben: Wenn es sexuell zur Sache geht, dann zwar durchaus sehr erotisch und explizit, doch sollen die Hardcoreszenen wohl zuerst provozieren und dann sexuell stimmulieren. Keine schlechte Reihenfolge für einen Pornofilm. Und so überzeugt dieser Film auf der ganzen Linie. Er ist temporeich, sehr komisch, auf seine Art spannend und ausgesprochen sinnesfreudig. In einer Szene fragt eine sichtlich entnervte Frau, wie sie denn endlich aus diesen blöden Film hinauskommt. Hey Baby, das ist ein super Film. Bleib doch noch. Es war halt die Zeit der freien Liebe. Hippies kämpften gegen Krieg, Rassismus, Spießertum und Prüderie. Zum Glück drehten manche von ihnen auch Filme. So entstanden Trash-Meisterwerke, die heute so nie möglich wären. ALICE IN WONDERLAND ist eines davon. Weil der Film sehr viele Elemente des B-Movies und Trash-Kunst-Motive mit Porno verbindet, ist ALICE einer jener Pornos, die bedenkenlos im Studentenkino laufen könnten und sollten. Die Reaktion des Publikums wäre ungefähr wie die auf THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW: es würde gesungen und getanzt werden. Nur mit dem Unterschied, dass bei ALICE am Ende alle nackt oder zumindest oben ohne tanzen (hoffentlich). Anbieten würde sich auch ein Lewis Carroll-Porno-Double-Feature. Als erster Film THROUGH THE LOOKING GLASS, eine sehr düstere Adaption des Carroll-Stoffes. Dann Partytime mit ALICE.

Regie: Bud Townsend Darsteller/Innen: Kristine De Bell, Bradford Armdexter, Gila Havana, Ron Nelson, Alan Novak, Jerry Spellman, Sue Tsengoles, Tony Tsengoles, Angel Barrett, Bruce Finklesteen, Astrid Halase, Ed Marshall, Marcia Raven, Chris Steen, Jason Williams

 

 

 

 

 

 

 

 

 

THE PUNISHMENT OF ANNE (THE IMAGE - USA 1976)

Radley Metzger, der schon mit THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN Maßstäbe setzte, drehte den Film 1975 nach der Romanvorlage eines gewissen Jean de Berg. Hinter diesem Künstlernamen verbirgt sich das Literatenehepaar Catherine und Alain Robbe-Grillet. Zusammen schrieben sie auch das Drehbuch zu diesem ungewöhnlich sinnlichen und sehr eleganten Film. Beide sind große Fans des Marquis de Sade, der ja auch irgendwie mit dem Begriff Sadomasochismus in Verbindung steht. Der Einfluss des Marquis ist unübersehbar: Konsequent und auf hohem künstlerischen Niveau zeigt THE PUNISHMENT OF ANNE die Abgründe der menschlichen Leidenschaften, die Lust am Schmerz und die Abhängigkeiten, die sich daraus ergeben. Auf einer Schickeria-Party in Paris trifft Jean auf seine alte Freundin Claire. Sie stellt ihm die hübsche und scheinbar sehr schüchterne Anne vor. Auf Anne hat Jean eh schon ein Auge geworfen und so kommt ihm die Bekanntmachung sehr gelegen. Was Claire ihm über Anne erzählt, lässt ich aufhorchen. Anne ist nämlich Claires Eigentum, ihre Sklavin! Und ehe er sich umgucken kann, ist Jean plötzlich mittendrin in einer denkwürdigen Dreiecksbeziehung. Schon am Tag nach der Party spielen sich seltsame Dinge ab. Die drei besuchen zusammen einen Pariser Rosengarten. Hier wird Anne von ihrer Herrin mit einer Rose zuerst sexuell stimuliert und dann mit den Dornen schmerzhaft gepeinigt. Die Demütigung endet darin, dass Anne genötigt wird sich hinzuhocken um auf die besagte Rose zu pinkeln. Jeans Interesse Anne nimmt zu. Nachdem er das Ereignis im Park ein wenig auf sich wirken gelassen hat, sucht er Claire auf und lässt sich von ihr Fotos zeigen auf denen Anne zu sehen ist. Die Bilder zeigen sie nackt, angekettet und ausgepeitscht. Wie schon die Begebenheit im Garten, lässt auch der Anblick der Bilder Jean nicht kalt, was Claire natürlich nicht entgeht. Sie ist der Meinung, dass Jean jetzt endlich in die SM-Praktiken mit einbezogen werden muß und setzt diesen Entschluß sofort um. Jean tastet sich langsam heran an die Materie indem er sich von Anne einen blasen lässt während diese von ihrer Herrin ausgepeitscht wird. Die Peitsche, mit der sie gemartert wird, hat sich Anne vorher sehr sorgfältig ausgesucht. Im Anschlulss daran steht Anne nun auch Jean als Sexsklavin zu Verfügung. Ein Umstand, den er sehr gut zu nutzen weiß. Nach einigen haarsträubenden Begebenheiten z.B. in einem Restaurant oder in einem Geschäft für Damenunterwäsche und nachdem Anne aufs Neue vor Jean urinieren musste, kommt es im einen gut ausgestatteten Folterkeller zum Finale. Anne wird angekettet, ausgepeitscht, mit heißen und spitzen Gegenständen malträtiert und von Jean gevögelt. Doch am Ende, nachdem die Sklavin ihre absolute Befriedigung erhalten hat, verlässt sie ihre Meisterin. Claire wiederum wechselt die Rolle und unterwirft sich schließlich Jean. Dieser Film ist auf jeden Fall der beste zum Thema Sado-Masochismus. Selbst Gerard Damianos hervorragender Beitrag zu diesem Thema THE STORY OF JOANNA, kann hier nicht ganz mithalten und der zwar sehr berühmte, doch unerträglich kitschige Film "Die Geschichte der O" von Just Jaeckin, fällt da ganz hinten weg. Szenen wie jene, in der Anne die Rose durch die Schamgegend gezogen wird, gehören ohne Zweifel zu den erotischtesten Momenten der Filmgeschichte. Mit den in Pornos normal üblichen Szenen, haben diese Momente wenig gemein. Sie eignen sich als Wichsvorlage ungefähr so, wie ein Gemälde von Albert Oehlen. Sie erscheinen nie als Selbstzweck, sondern sind immer stringent zum Handlungsablauf. Eingefangen ist das Ganze in klaren und minimalistischen Bildern, die im Pornogenre ihresgleichen suchen. Wir haben es also wieder mal mit einem Meisterwerk zu tun - einem psycholigisch nachhaltig wirkenden, ja verstörenden diesmal.

Regie: Radley Metzger, aka Henry Paris Darsteller/Innen: Rebecca Brooke, Carl Parker, Marilyn Roberts, Yvette Hiver, Michelle Vence, Estelle McNalley, Nicole Rochambeauy

WATERPOWER (USA 1977)

WATERPOWER ist ein psychologisch sehr ausgefeilter und verstörend harter Schocker und er ist mit Abstand der berühmteste „Sicko“ in der Geschichte des pornografischen Films. Inspiriert wurde Gerard Damiano wahrscheinlich durch den ein Jahr zuvor gedrehten Film SEX WISH, der noch härter ist, und in dem sogar sehr viel Blut fließt. Im Mittelpunkt der auf wahren Begebenheiten basierenden Story steht ein psychopathischer Vergewaltiger mit einer bemerkenswerten Passion: Er verpasst seinen Opfern Einläufe, und ejakuliert im Anschluss auf ihren Hintern oder nötigt ihnen noch eine Goldene Dusche auf. Wie in THROUGH THE LOOKING GLASS, spielt Jamie Gillis seine Rolle mit geradezu beängstigender Überzeugungskraft. Die prickelnde Szene am Anfang, in der Gillis sich von einer Prostituierten verwöhnen lässt (zauberhaft gespielt von der noch jungen Sharon Mitchell!), und ein von unserem Bösewicht beobachtetes Liebesspiel sind Kontrapunkte in dieser ansonsten abgrundtiefen Gewaltorgie. Die Bilder sind sehr explizit, Analverkehr, Cumshots, Lesbensex - alles ist vorhanden. Im Vordergrund steht aber, ganz wie bei SEX WISH, der Einblick das Leben eines Triebtäters. Das ist sehr spannend, doch eben selten sexuell stimulierend. Macht aber nix, denn dafür gibt es ja tausendfach andere Filme. WATERPOWER ist also weniger ein Porno und überwiegend ein virtuos bizarrer Thriller mit sehr suggestiver Kameraführung und brillantem Soundtrack (u.a. von Bernard Herrmann).WATERPOWER hat mit Mainstreampornos jedenfalls soviel zu tun wie THE DEVIL IN MISS JONES mit DEEP THROAT, was lustig ist, da sich doch für alle drei Filme Gerard Damiano, der wohl berühmteste Pornoregisseur, veratntwortlich zeichnet, doch was vielleicht darauf hindeutet, dass Daminao Recht hat, wenn er heute sagt, dass er für den Film garnicht verantwortlich ist. Im Splatting Image (Heft 15, September 1993) erklärt er: "Der ist nicht von mir.(...) Ich mag den Film nicht. Ich habe ihn angefangen, aber ich habe ihn abgebrochen. Meine Vorstelung davon, was akzeptabel ist und was nicht , hat viel mit dem freien Willen der Agierenden zu tun. Schmerz ist für mich nicht identisch mit Lust. Es ist etwas sehr persönliches. Ich sah meine Vorstellung von dem Film verletzt. [...] Ich kann zu dem fertigen Produkt nichts sagen, da ich es vermieden habe. Sie haben meinen Namen benutzt, ich habe Geld eingestrichen - that's all." Damiano sagt nicht, wer den Film an statt seiner gedreht hat. Man kann die Äußerung so akzeptieren oder vermuten, dass sich Damiano im Nachhinein distanziert. Die stets zuverlässige Quelle imdb.com gibt jedenfalls einen gewissen Shaun Costello als Regisseur und hinter diesem Namen verbirgt sich, ebenfalls lt. imdb.com, kein anderer als Gerard Damiano.

Regie: Gerard Damiano Darsteller/Innen: Jamie Gillis, Barbara Belkin, Gloria Leonard, Sharon Mitchell, Eric Edwards, Marlene Willoughby, C.J. Laing, Jean Silver, u.a.

 

 

 

 

 

 

SEX WISH (USA 1976)

Ist WATERPOWER der bekannteste Maniac-Film der Pornogeschichte, so kann sich SEX WISH damit rühmen, der fieseste und brutalste unter den 70er-Pornos zu sein. Der Psycho in SEX WISH begnügt sich nicht damit, seine Opfer zu vergewaltigen, sondern schlitzt ihnen zur Krönung die Kehle auf. Mal peitscht er sie vorher noch aus, ein anderes Mal zwingt er sie zum Liebesakt untereinander, ehe er das männliche Opfer tötet und kastriert und die Frau nötigt, ihn oral zu befriedigen, um schließlich auch sie zu ermorden. Ähnlich wie bei WATERPOWER, haben wir es hier also eher mit einer Gewaltstudie und weniger mit einem Pornofilm zu tun. Zentral ist in beiden Filmen das unschöne Treiben eines Triebtäters, und nicht das schöne Treiben erregter Liebespaare. Letzteres sehen wir in SEX WISH nur einmal am Anfang: C.J. Laing und Harry Reems sind da in einer sehr schönen Szene zu sehen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Harry muss ins Büro und der böse Psycho nutzt seine Abwesenheit um seine Liebste sehr übel zuzurichten. Harry ist darüber natürlich sehr erbost, schwört Rache und lässt sich erstmal von zwei Prostituierten trösten. Locker und leicht kommt diese Szene natürlich nicht daher, ist Harry doch zu verzweifelt, um sich richtig gehen zu lassen. Geboten wird uns wird also fast ausschließlich Sicko-Sex der besonders krassen Sorte. Insgesamt kommt SEX WISH zwar nicht ganz an die Qualität von WATERPOWER heran, doch steht er ihm an perfider Atmosphäre und Intensität in nichts nach. Ein Schwachpunkt des Films ist Harry Reems. Er ist total damit überfordert, den tief verletzten Mann auf Rachefeldzug zu miemen. Seine schlechte Darbietung sticht heraus, denn alle Anderen spielen ausnahmslos hervorragend. Zebedy Colt als Psychokiller wirkt tatsächlich wie ein auf Poppers und Gewalt abfahrender Sonderling, und auch seine Opfer spielen ihren Part erschreckend authentisch. Das kombiniert mit spannungsgeladener Horrorfilmmusik und eindringlichen Kamerafahrten, ergibt zusammen einen sehr obskuren Film, der auch für Freunde des Terrorkinos interessant sein dürfte.

Regie: Tim McCoy Darsteller/Innen: C.J. Laing, Candy Love, Dennea Benfante, Nancy Dare, Terri Hall, Harry Reems, R. Bolla, T Rome, Zebedy Colt , u.a.

SEX MANIACS (UK 1977)

In den späten 70ern drehte Lasse Braun in England einige Kurzfilme. Diese wurden schließlich zu einem Film zusammengefügt und so entstand SEX MANIACS. Dass in England Pornografie zu der Zeit strengstens verboten war, hat Lasse Braun wohl dazu inspiriert besonders krass vorzugehen, denn dieser Film ist der mit Abstand brachialste Hardcorestreifen den der Regisseur jemals gedreht hat. Ein Schundporno - keine Frage, doch einer mit Stil! Der Plot des Films ist simple: Eine Gruppe junger Damen sitzt beisammen und eine nach der anderen erzählt von ihrem letzten Sexabenteuer. Schon die erste Story hat es mächtig in sich. Ein Mädchen erzählt, wie sie von ihrer Mutter in einen dunklen SM-Keller geführt wurde um dort entjungfert zu werden. Wir Zuschauer werden natürlich gleich darüber ins Bild gesetzt, was dort genau geschah. Am Ende sehen wir in aller Ausführlichkeit, wie die junge Dame einen Golden Shower als Krönung ihrer haarsträubenden Entjungferung feiert. Sind die die folgenden Geschichten auch nicht ganz so deftig, so haben sie immer noch genug Feuer um diesen Porno zu einem sehr hochkarätigen und angenehm schmutzigen Erlebnis zu machen. In der einen sind es die sensationellen Brüste einer hübschen Krankenschwester die mit viel Sperma geehrt werden. In der anderen kommen Natursektfreunde ein weiteres Mal auf ihre Kosten. Dieses Mal ist eine Frau die pisst als gäbe es kein Morgen. Zwischen diesen Geschichten wird immer wieder rübergeblendet in die Wohnung einer Frau, die auch zu dem Treffen der Sex-Maniacs will. Dass sie noch nicht da ist, hat natürlich seinen guten Grund: Ein Mann, der eine Umfrage über das Sexleben von Frauen macht, ist bei ihr und selbstverständlich können die beiden Theorie und Praxis nicht auseinanderhalten. Auch die Spielchen dieses Paares sind sehr schön anzuschauen, und somit ist SEX MANIACS ein schnörkelloser Pornofilm der bestimmt nicht jedermanns Sache ist, doch der zweifellos sehr lebendig daherkommt. Von der filigranen Herangehensweise, die Lasse Braun in Sensations, Body Love oder American Desire an den Tag gelegt hat, ist er hier natürlich meilenweit entfernt. Doch das war wohl auch nicht Sinn der Übung und störte schon damals niemanden und so mauserte sich der Film langsam zum Geheimtipp.

 

Regie: Lasse Braun Darsteller/Innen: Sonia Svenburger u.a., auf Grund der Gesetzeslage in England, blieben die anderen Darsteller/Innen anonym.

HARDGORE (USA 1973)

Oje,oje! Was ist denn das für eine runtergefuckte Hippiescheiße?!? Der Filmtitel ist auf jeden Fall Programm: Einem Mann, dem zuvor sein Schwanz gelutscht wird, wird dieser mit einem Messer abgeschnitten. Über der Dame ergießt sich also Blut und kein Sperma. Eine Orgie, die damit endet, dass eine Frau, nachdem sie einem maskierten Sektenguru bis zum Höhepunkt geblasen hat, gelassen und wie selbstverständlich zu einer Guillotine geht, ihren Kopf einhängt, sich von hinten ficken lässt und zum Orgasmus des Mannes geköpft wird. Die Heldin des Films schließlich, die vor zwei bösen Männern flüchten will, gefangen wird und sich in einer vermeidlichen Leichenkammer von einem Mann vögeln lässt, während der andere Kerl sich wie nebenbei an einer der nackten Frauenleiche vergeht, die dann aber irgendwann doch wieder ein Lebenszeichen von sich gibt, der Mann also ein Zombiegirl fickt? Und nochmal unsere Heldin, die von drei fliegenden Schwänzen kräftig vollgespritzt wird, doch die den Spaß an der Sache verliert, als auch sie zur Guillotine gehen soll. Sie schnappt sich eine Axt und veranstaltet damit ein kleines Massaker, doch vergebens. Sie wird mit einem Totenschädel erschlagen und mit einer brennenden Kerze in der Pussy zurückgelassen. Dieses wilde Treiben wird ab und zu unterbrochen von rührend-zärtlichen Sexszenen. Wirklich bemerkenswert, wieviel obskuren Trash der Regisseur in die rund 60 Minuten Laufzeit gepackt hat. Doch worum geht es eigentlich in diesem Film, der in Cannes bestimmt keine Chance hätte? Eine junge Frau wird in eine Nervenklinik eingewiesen, in der es mit dem Teufel zugeht. Die Patientinnen werden vom bösen Personal zum Besuch von orgiastischen Schwarzen Messen genötigt und am Ende blutig geopfert. Die Versuchung ist groß, schon wieder einen Lobgesang auf die 70er die damals entstanden Trashfilme loszulassen. HARDGORE ist hierfür wirklich ein feines Beispiel. So viel unkorrekten Unfug zu fabrizieren und dabei noch stilvoll rüberzukommen, das war wohl nur damals möglich. Im Drehbuch geht es drunter und drüber, von logischer Dramaturgie keine Spur. Egal! Der Film ist schmutzig, geschmacklos und es gibt viel Splatter und Porno. Was will der Filmfreund mehr?

Regie: Michael Hugo Darsteller/Innen: Dianne Galke, John Seeman, Justina Lynn, Joan Devlon, Turk Lyon, Toni Scott, David Book

 

ANGEL BUNS (USA 1981)

Schuhverkaüfer Sidney ist sexuell frustriert. Jeder Frau schaut er hinterher und stellt sich vor, sie zu vögeln. Seine Annäherungsversuche schlagen allesamt fehl. Das ruft den Sexgott auf den Plan. Er schickt Sid eine in Erotik sehr bewanderte Himmelsbotin (zauberhaft gespielt von Veronica Hart!). Ein Blick in die Akte verrät dem Sexengel, dass Sid noch nie Sex mit zwei Frauen zugleich hatte, dass er noch nie in den Genuss von Analsex kam und noch nie einer Dame in den Mund und ins Gesicht ejakuliert hat. Der süße Engel macht sich sofort ans Werk. Mit einem magischen Staub verzaubert sie die Mädels, mit denen Sid gerne Sex hätte. Nachdem er all seine Wünsche erfüllt sieht, fällt ihm ein: er hat noch nie einen Engel gefickt! Dumm nur, dass dem Engel seiner Begierde von oben streng verboten wurde, mit Normalsterblichen etwas anzufangen. Richtig brenzlig wird die Situation jedoch, als unser Engel Lust verspürt, Sids energischem Drängen nachzugeben. Wie die Turteltäubchen das Dilemma lösen, soll hier nicht verraten werden. Verraten sei lediglich, dass ANGEL BUNS zu den entzückendsten Pornofilmen zählt, die der Redaktion von 6filme.org je unterkamen. Der Film hat ausgesprochen viel Charme und Witz und ist hot, hot, hot! Die Sexszenen und das ganze Drumherum sind mit leichter Hand gefilmt und sehr schön anzusehen. Die Musikuntermalung, bestehend u.a. aus entspannten Jazz und, jeweils bei den Orgasmen, lustigen Fanfaren, ist dezent und doch sehr präsent. Veronica Hart wurde schon lobend erwähnt, doch sie wird es hier mit gutem Grund nochmal: sie ist einer der herausragenden Pornostars des Golden Age Of Porn und vielleicht war sie noch nie so unwiderstehlich, wie in diesem Film. Robert Bolla, ihr männlicher Gegenpart, wollte da wohl nicht hintendran stehen und gelangt so nicht nur zu sexuellen Höchstleistungen. Die Beiden, die ja schon häufig zusammen glänzten (u.a. in AMERICAN DESIRE), bilden in der Tat ein Traumpaar. Doch vögeln sich auch die anderen Personen hinreißend durch den Film. Und ohne die Auftritte von Angelina Flores, Brenda Brooks, Diana May, Lisa Beth, Mary Jane Miz in den Hintergrund zu rücken, sei hier noch die ungemein hübsche Tiffany Clark hervorgehoben. Wie sie unseren schüchternen Schuhverkäufer um den Verstand bringt, ist extraklasse und...hot, hot, hot! Am Ende steht sogar Pornolegende Ron Jeremy etwas neidisch vor Sidney und seinem neuen Glück mit dem weiblichen Geschlecht. Ron kommt diesmal gar nicht zum Zuge, was ziemlich egal ist irgendwie. Schade nur, dass der Spaß mit unserem Engel schon nach knapp eineinhalb Stunden vorbei ist, denn sattsehen kann man sich an dem, was dieser auf dem Planten Erde so anstellt, nicht. Voller Demut verneigt sich die Redaktion vor Regisseur David Mackenzie, denn dieser Film ist mehr als nur ansprechend. Er ist vor allem eines: hot, hot, hot!

Regie: David Mackenzie Darsteller/Innen: Angelina Flores, Brenda Brooks, Diana May, Lisa Beth, Mary Jane Miz, Tiffany Clark, Veronica Hart, George Payne, Jerry Butler, R. Bolla, Ron Jeremy

LET MY PUPPETS COME (USA 1976)

Schon auf Grund seiner Einzigartigkeit verdient dieser Film besondere Erwähnung. Oder kennen Sie einen Puppenfilm, in dem die Puppen nicht nur tanzen, sondern auch fröhlich vögeln und ejakulieren? Nee, sowas gab es bislang noch nicht und natürlich ist die Frage erlaubt, ob irgend jemand einen solchen Film vermisst hat. Wahrscheinlich nicht, doch das war Gerard Damiano egal und so drehte er einfach diesen auch auf Grund seiner geringen Länge von 40 Minuten nicht unbedingt abendfüllenden, doch sehr lustigen Puppenporno, der sich sehr gut eignet als Vorfilm für die großen Klassiker Damianos THE DEVIL IN MISS JONES, THE SATISFIERES OF ALPHA BLUE oder MEMORIES WITHIN MISS AGGIE. In dieser Konstellation sorgt LET MY PUPPETS COME auf sicher für einen originellen Pornofilmabend. Der Plot des Films ist simpel und amüsant. Die Chefcrew einer Firma wird von einem fiesen Mafiosi bedrängt binnen 24 Stunden Schulden in Höhe von 500.000 $ zurückzuzahlen. Um schnell an das Geld zu kommen, entschließen sich die Herren in Windeseile einen Pornofilm zu drehen und diesen ebenfalls in Windeseile zu vermarkten. Was folgt, sind niedliche und turbulente Sexszenen die jeder Beschreibung spotten. Trotzdem der Versuch: Also da verwöhnt eine Head-Nurse (!) einen im Sterben liegenden Patienten mit dem Mund und erfüllt ihm damit seinen letzten Wunsch, ein singender Riesenpenis treibt allerlei Unfug, Pinocchio hat auch einen Auftritt usw. Nachdem die Schuldner die Dreharbeiten beendet haben, stellen sie fest, dass sie vergessen haben einen richtigen Schluss zu drehen. Die Lösung: Die Mitte des Films wird zum Ende und die jetzt offene Mitte wird mit Werbefilmchen gefüllt. Also müssen jetzt Werbefilmchen her, die zum Konzept des Films passen und so werden schließlich pornografische Commercials gedreht. Ein Film empfiehlt Mundwasser, welches sich für die Zeit nach einem Blowjob eignen soll. Und so weiter und sofort. Am Ende gewinnt der Film sogar als erster Pornostreifen einen Oscar, womit Gerad Daminao wohl darauf anspielt, dass er mit seinen Filmen sehr gerne auch mal einen Preis gewonnen hätte, der außerhalb der Pornobusiness verliehen wird. Soweit kam es bis heute leider nie, doch für die Redaktion von 6filme.org steht fest, dass er eine solche Auszeichnung verdient hätte und dass sein Name untrennbar mit der originellsten Pornofilmen der siebziger Jahre verbunden ist.

Regie: Gerard Damiano Darsteller/Innen: Al Goldstein, Gerard Damiano, Luis De Jesus, Viju Krem und viele coole Puppen

 

 

 

 

 

 

 

AMERICAN DESIRE (USA 1981)

Dieses kleine Meisterwerk markiert das Ende der großen Zeit von Lasse Braun, des King of Porn, wie er sich selbst stets nannte, denn nach AMERICAN DESIRE drehte er kaum noch Filme und wenn, dann waren diese nicht mehr der Rede wert. Und es ist der erste Film, den Lasse Braun in Amerika gedreht hat. Dieser Umstand machte es möglich, dass wir ein weiters Mal das Traumduo des amerikanischen Pornos zu sehen bekommen: Veronica Hart und Robert Bolla (siehe auch ANGEL BUNS). Die beiden spielen ein sehr verliebtes Ehepaar, welches nach neuer sexueller Inspiration sucht. Bolla offenbart seiner Frau, dass er diese Inspiration bei anderen Damen zu finden hofft und rät auch seiner Frau auf die Pirsch zu gehen um das eheliche Sexleben zu retten. Zögerlich willigt sie in den Plan ein, doch will sie sich vorher noch Rat bei ihrem Vater holen. Zu ihrer großen Überraschung hat der alte Mann diese Problematik in seiner Ehe längst geregelt: Er freut sich sehr für seine Frau, wenn diese von einem fremden Liebhaber ausgiebig gevögelt wird. Wie die Geschichte weitergeht, ist klar. Unser Traumduo hat aufregende Begegnungen mit unbekannten Personen und so kommt frischer Wind in das eigene Liebesspiel. Robert Bolla besitzt am Ende sogar die Kühnheit, die heißeste Quelle seiner Inspiration zu diesem Liebesspiel einzuladen: Lysa Thatcher gesellt sich dazu und es kommt zu dem, was man eine flotten Dreier nennt, doch was die Sache nur verkürzt beschreibt, denn es handelt sich zudem um einen sehr sinnlichen, leidenschaftlichen Dreier. Was die Filme von Lasse Braun vor allem auszeichnet, ist dass der Regisseur es schafft sich von der üblichen stereotypen Darstellung von Sex im Pornofilm zu distanzieren. In seinen Filmen wird Sex und Porno zwar nicht neu erfunden, doch unterscheidet sich die Darstellung von Szene zu Szene wie von Film zu Film. So werden die Pornos von Lasse Braun nie langweilig und so hat jeder seinen ganz eigenen Stil. SEX MANIACS ist sehr rüde, SENSATIONS sehr drogengeschwängert und avantgardistisch und BODY LOVE leider an vielen stellen zu verquastet. Und AMERICAN DESIRE? Stilistisch hat sich Braun hier dem Umfeld angepasst, denn der Stil dieses Films ist - im allerbesten Sinne - amerikanisch. Und amerikanische Autos und Häuser - an die muss man sich bei Lasse Braun tatsächlich erstmal gewöhnen. Was dagegen schon typischer ist: Andy Wahrhol- Poster an der Wand, das coole Amerika also. Und was erst Recht typisch ist: zauberhafte und sehr intensive Sexszenen, wie sie wohl nur dieser Regisseur einfangen kann. Sowohl die leicht-lockere Vögelei mit Mai Lin und George Payne, als auch die sich bis zur krassen Double-Penetration steigernden Szene mit Veronica Hart, das kleine SM-Abenteuer zu welchem Lysa Thatcher einlädt und das sinnlich-leidenschaftliche Finale: Es ist, wie es die in SENSATIONS auftretende Tuppy Owens in der Fernsehdokumentation Das abenteuerliche Leben des Lasse Braun formuliert: "Für mich sind (Lasse Brauns) Pornos die einzigen, in denen Sex so gut aussieht, wie er sich anfühlen sollte." Tatsächlich geht Lasse Braun jede Szene so an, als wollte er den Titel des King of Porn in jeder Sekunde verteidigen. Dass ihm das mit diesem Film gelungen ist, ist keine Frage. AMERICAN DESIRE ist ein wunderbares Spätwerk eines großen Regisseurs.

Regie: Lasse Braun Darsteller/Innen: Veronica Hart, Mai Lin, Lysa Thatcher, Mistress Candice, Robert Bolla, George Payne, Roy Stuart, Dave Ruby, Jake Teague, Alan Clement

CATCH YOUR DREAMS (Deutschland 1983)

Dieser Film schildert einen sexuellen Selbsterfahrungstrip, der so, wie wir ihn sehen, wirklich stattgefunden hat. Es handelt sich hier nämlich um eine Art Dokumentarfilm. Zehn sich bis dato noch unbekannte junge Menschen finden sich im einem Schloss in Schleswig-Holstein für eine Woche zusammen, ziehen sich aus und lassen sich mal so richtig fallen. Dialoge gibt es nicht, nur völlig psychotische Synthieklänge oder schöne Klassik. Doch aus dem Off hören wir die Protagonisten und den Filmemacher in einem Audiokommentar. Sie erzählen uns, wie geil es war, sich einmal fast jeglicher moralischer Urteile zu entledigen, sich einfach gehen zu lassen und dabei jede Menge Sex zu haben und wie nahe sie sich dabei gekommen sind und dass sie aber eigentlich noch weiter hätten gehen müssen. Sich beim Sex Filmen zu lassen, hat natürlich nichts mit Pornografie zu tun. Pornofilme sind alle böse, doch dieser Film ist gut. Und stimmt ja auch: dieser Kommune 1-Porno ist außergewöhnlich gut, doch vor allem außergewöhnlich. Für den Einen mag es 100% Selbsterfahrungs-Scheiße sein, für den Anderen ist es ein spannendes Experiment. Der Mut der jungen Hippies, sich diesem Experiment zu stellen, wird ihnen auf jeden Fall gedankt, denn sie erleben da offenbar eine ganz große Zeit. Und wie ein leichter Wind an einem sonnigen Frühlingsmorgen, geben sie ihre positive Energie an uns weiter. Sag ja zu dir - sag ja zum Sex! Locker und beswingt hüpfen die Frauen und Männer durchs Haus. Sie streicheln sich, sie vögeln und befriedigen sich oral und zwischendurch wird nackt getanzt. Was für ein Leben! Ein Wermutstropfen ist nur, dass die Protagonisten wie schon erwähnt der Meinung sind, nicht weit genug gegangen zu sein, weil noch zu viele Konventionen in ihnen arbeiteten. Wenn sie wieder die Möglichkeit hätten, würde es noch wilder, noch radikaler zugehen. Sicher sind die sexuellen Handlungen in diesem Film relativ konventionell. Eine kleine SM-Szene ist schon das Äußerste, was der Film zu bieten hat. Wir fragen uns jetzt natürlich, was wäre im Falle eines fortgeschritteneren Moralverfalls passiert? Hätten wir Natursekt- oder Analspiele gesehen? Sperma- statt Kissenschlachten? Und was ist eigentlich Pornografie und warum gab es denn nie einen zweiten Teil? Egal, denn wichtig ist es zunächst sich darüber zu freuen, dass es diesen entspannten und lustigen Film überhaupt gibt. Während des Films kommt Frau und Mann auf angenehmste Art zum Nachdenken über meist angenehme Sachen. Doch eben auch über unangenehme, wenn uns z.B. dämmert, wie der Prozess der Zivilisation unser sinnliches Erleben einschränkt und das Pornofilme quasi als Märchen für Erwachsene fungieren und dass Pornos ja aber so böse sind, da sie doch die Unterdrückung der Frau propagieren. Dann doch lieber ab zur Tantra-Gruppe nächste Woche. Catch your dreams before they slip away!

Regie: Moritz Börner Darsteller/Innen: Andrea Jacobsen, Angela Lilleystone, Petra Lunghard, Nora Müller, Nina Oelrich, Peter Panther (!), Brigitte Panzer (!!), Christian Piel, Adria Schärer, Peter Schmidt, u.a.

 

 

 

 

 

THE STORY OF JOANNA (USA 1975)

Gute SM-Filme gibt es wenige. Einer davon ist THE PUNISHMENT OF ANNE, ein anderer ist der hier im Zenrum stehende THE STORY OF JOANNA. Die Geschichte des Films ist angelehnt an die GESCHICHTE DER O: Eine junge Dame verliebt sich in einen seltsamen Herren welcher ihr befiehlt, sich fremden Männern in sämtlichen Varianten hinzugeben, als Beweis für ihre Zuneigung. Seine Wünsche nehmen schließlich immer obskurere Formen an. Er fesselt und peitscht sie. Der Liebe zu ihrem Herrn tut das keinen Abbruch. Das Gegenteil ist der Fall... Es handelt sich hier um eine sehr gelungene Interpretation des berühmten SM-Dramas von Pauline Réage. Die ebenfalls im Jahr 1975 entstandene Verfilmung von Just Jaeckin mit Corinne Clery und Udo Kier war zwar sehr erfolgreich und gilt bis heute als Klassiker des erotischen Films, doch ist das wohl eher dem Umstand geschuldet, dass Jaeckins Film die erste O-Verfilmung war, denn der Film kommt nicht über das Niveau eines kitschigen, banalen Billigstreifens hinnaus. 1992 gab es nochmal einen sehr aufwändigen Versuch den Roman filmisch umzustetzen. Éric Rochat drehte in fünf jeweils neunzigminütigen Teilen einen ansehnlichen Film mit sehr erotischen, doch nie pornografischen Szenen. Der Film hat zudem viele Längen und ist an vielen Stellen leider auch sehr kitschig. Eine wirklich angemessene Umsetzung der GESCHICHTE DER O gibt es lustigerweise als Comic für Erwachsene: Guido Crepax, der Picasso unter den Comiczeichnern, veröffentlichte 1977 einen sensationell-lebendigen und kunstvollen Band, welcher sich sehr eng an den Roman hält. Doch zurück zum Film. THE STORY OF JOANNA nimmt es mit der Romanvorlage nicht ganz so genau. Regisseur Damiano wollte dies ursprünglich, doch entschied sich dagegen, um Copyright-Ärger zu vermeiden. Er nahm sich ein Kapitel aus dem Roman und schrieb dazu sein eigenes Drehbuch. Ähnlich ging er schon bei THE DEVIL IN MISS JONES vor, wo er sich durch Sartres NO EXIT inspirieren ließ. Die ganze Schwere des O-Themas kommt in Damianos Version wunderbar zum Tragen. Die bizarre Story, die bizarr-dunklen Bilder, die wunderschöne klassische Musik welche den ganzen Film dominiert und Terri Hall als Titelheldin in der Rolle ihres Lebens, machen THE STORY OF JOANNA zu einem Film von extrem atmosphärischer Dichte. Expilizite Szenen gibt es die erste halbe Stunde eigentlich gar nicht zu sehen und das ohne dass das irgendwie auffällt, doch dann nimmt dieser SM-Trip kräftig an Fahrt auf. In den Sexzenen geht es heftig zur Sache, doch pornografische Standarts werden streng vermieden. Die obligatorische Lesbenszene findet ihren Vergleich durch einen Blowjob unter Männern; Spermafontainen sind vorhanden aber rar und Analsex findet statt, doch ist dieser so traumhaft schön eingefangen, dass völlig klar ist, dass von normalen Pornoszenen hier nicht die Rede sein kann. Und welcher Porno wartet zudem schon mit einem bezauberenen Ballettanz auf? Einen solchen tanzt tatsächlich ein netter junger Mann mit Terri Hall, die, man glaubt es schnell, früher ein Engagemnet beim Stuttgarter Staatsballett hatte. THE STORY OF JOANNA war also schon damals eher ein Film für Cineasten und weniger für Freunde des puren Hardcores. Letztere verschmähten den Film dann auch und Cineasten finden nunmal selten den Weg ins Pornokino. So floppte der Film völlig zu unrecht, doch für den Regisseur bestimmt nicht völlig überraschend, denn wie an anderer Stelle schon erwähnt, hatte Gerad Damiano mit den üblichen Rein-Raus-Rammelstreifen so wenig am Hut, wie die LINDENSTRASSE mit PULP FICTION und finanzielle Einbußen nahm Damiano im Namen der Kunst gerne in Kauf. Ok, DEEP THROAT war scheiße, aber Filme wie MEMORIES WITHIN MISS AGGIE legen Zeugnis dafür ab, dass Damaino einen hohen Anspruch an seine Filme stellte. THE STORY OF JOANNA ist hierfür ein weiteres herausragendes Beispiel.

Regie: Gerad Damiano Darsteller/Innen: Terri Hall, Juliet Graham, Jamie Gillis, John Busche, John Koven, Roy Carlton, Zebedy Colt, u.a.

 

 

 

 

 

 

 

 

ROSSA VENEZIA (Deutschland-Italien 2003)

Eine Mischung aus Psychohorror, Splatter, Sexplotation und Porno sollte dieses nicht unbedingt ein Meisterwerk zu nennende, doch durchaus bemerkenswerte Filmchen werden und herausgekommen ist tatsächlich ein Film mit viel Trashappeal. Mit Liebe zum Detail wird übelst gemetzelt, bei den zumeist sehr bizarren Hardcoreszenen fehlt vom üblichen Pornomuster jede Spur. Was die Szenen zeigen, sind vor allem Lesben- oder sadistische Vibratorspiele, welche die Hauptdarstellerin gerne mit ihren Opfern spielt. Nur einmal wird in dem Film gevögelt, nur einmal kommt es zum Cumshot. Auf weitere Pornostandarts will sich dieser Film nicht einlassen. Gleich in den ersten fünf Minuten nimmt sich die Heldin des Films ein Herz. Sie schießt einer Prostituierten, die gerade mit ihrem Gatten zu Gange ist, den Kopf weg und macht auch ihm bei der Gelegenheit den Garaus. In der nächsten Szene sehen wir die Täterin auch schon im Knast. Zehn Jahre muss sie für ihre Tat in einer venezianischen Zelle verbringen. Wie es sich für ein anständiges B-Movie gehört, ist die Leiterin der Zuchtanstalt eine sadistische Nymphomanin, die ihre Gefangenen bestialisch foltern lässt um dazu zu masturbieren. Als Zellennachbarin hat die Neuankömmlingin zwei überhaupt nicht schuldbewusste Superbräute. Ihnen wird öffentliche Hurerei vorgeworfen, was sogar für unsere Heldin inzwischen ein Verbrechen ist, hat doch das Treiben einer Hure ihr Leben zerstört. Ihr Hass gegen alle Verlockungen des Fleisches steigert sich bis zum Wahnsinn. Nach der Haftentlassung startet sie einen grausamen Feldzug gegen alle, die sich ihrer Meinung nach mit Schuld befleckt haben. Jedoch tötet sie nicht, ohne sich vorher an ihren Opfern sexuell zu vergehen und sie zu foltern indem sie ihnen z.B. die Brustwarzen versengt oder einer Vagina mit einer Bohrmaschine zu Leibe rückt. Dass das irgendwie einen Widerspruch darstellt, ist der grausamen Lady durchaus bewusst. Sie schreibt darüber in einem Tagebuch und der Gedanke Lust zu empfinden während sie quält und tötet, wo sie doch eigentlich den lasterhaften Schmutz auslöschen will, macht ihr auch kurz zu schaffen. Doch dann mordet sie munter weiter nach dem Motto jetzt ist eh zu spät. Recht unterhaltsam und drastisch ist das und vor allem lustig gespielt von Sabine Ironheart. Ebenfalls unterhaltsam sind die anderen Personen in dem Film. Hier ist zum Beispiel der dem mit Fall betraute Kommissar zu nennen. Der Kerl ist unerträglich trottelig und ob das als Witz so gewollt ist, ist absolut fraglich. B-Movie-Feeling halt. Die Knastchefin spielt ihren Part großartig, soll heißen in bester Ilsa-Manier. Super: unsere Knastdomina ist hübscher und wesentlich zeigefreudiger als Ilsa, u.a. lässt sie sich ausgiebig beim Oralsex zusehen. Sie ist schließlich auch diejenige, die unseren strunzdummen Kommissar auf die richtige Spur führt. Sehr gelungen auch das Auftreten der Schwestern der Hure, die mit ihren Treiben für soviel Unheil sorgte. Auf die Mädels hat es die Killerin natürlich besonders abgesehen, haben sie doch böses Blut in sich. Eine von ihnen kriegt sie auch zu fassen. Sie wird zur Strecke gebracht durch einen mit Kabeln verbundenen Vibrator. Dieser explodiert durch einen gewaltigen Stromstoß und mit ihm das bedauernswerte Mädchen. Der anderen Schwester gelingt die Flucht in dem Moment, als der trottelige Polizist im Haus der Mörderin auftaucht um als letztes Opfer herzuhalten. Diesem ausgesprochen hübschen und sexy Schwesterlein ist es schließlich vergönnt, dem grausamen Treiben ein Ende zu bereiten. Mit allem, was ein anständiges B-Movie braucht, wirft dieser Film um sich: mäßige schauspielerische Leistungen, diese seltsame Form von Langeweile, lieber zu viel Musik als zu wenig und absurd blöde Dialoge. Letztere verdienen besondere Erwähnung, denn Sätze wie "Blut ist eine Währung, doch auch diese Währung ist nicht vor Inflation gefeit" oder "Die Perspektive ist der Schlüssel zur Vereinigung der Dualitäten" sind schon starker Tobak. Und last but not least: Der König des B-Movies livehaftig, Jess Franco, taucht samt seiner Gattin Lina Romay in dem Film auf. Ein bisschen in die Jahre gekommen sind sie, doch immer noch für einen guten Schundfilm zu haben. Lina Romay schreit überwiegend rum weil man ihre Tochter ermordet hat. Jess Franco sagt die ganze Zeit "nun beruhig dich doch", um sich dann kurz darauf zu erschießen.

Regie: Andreas Bethmann Darsteller/Innen: Romana, Marianna Bertucci, Sabine Ironheart, Daniel Ortolan, Jens Hammer, Jess Franco, Lina Romay, Michelle Bond, Yunaisa Frometa, Michelle Kornak, Andreas Bethmann, Natascha Wetzig, Peggy Hofman, Jorge, Florian Bunke, Nathalie Balini, Christian Candini, Martina Herda, Carmen Koskina, Daniel Perée, Ilona Nawrath, Alexandra Perée

MARQUIS DE SADE (Italien 1994)

Der Film ist lange nicht so hart, wie es der Titel vermuten lässt und SM-Szenen sind eigentlich gar nicht vorhanden. Trotzdem wird der Film den Erwartungen gerecht, denn Frauenschwarm Rocco Siffredi vögelt sich in der Rolle des Marquis sehr aufregend durch sein schönes Schloss. Eine Frau erzählte im Gespräch mit der Redaktion von 6filme.org, was sie an Pornos mit Rocco Siffredi so anmacht: Er sieht nicht nur sehr gut aus und ist wahnsinnig gut bestückt, sondern es ist vor allem seine hingebungsvolle, tabulose und harte Art seine Gespielinnen ranzunehmen, die Frauen anregt. Ein Porno mit Rocco sei automatisch auch ein Porno, den Frauen sich gerne anschauen. Regie führte der Italiener Joe D'Amato, also der Regisseur, der in den 70ern mit Filmen wie BLACK EMANUELLE und in den 80ern mit bizarren und sehr brutalen Horrorfilmen wie MAN EATER für Furore sorgte, bis er sich dann ausschließlich dem Porno widmete. D'Amato ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass nach einer Zeit, in der nur Pornoschrott auf den Markt kam, seit den 90ern endlich auch wieder niveauvolle Filme zu sehen sind und dass aus Italien z.Zt. die besten Pornos kommen. Edelpornofilmern wie Antonio Adamo und Mario Saleri ebnete D'Amato quasi den Weg. Streng verwahrte sich der inzwischen verstorbene Regisseur dagegen, dass seine Filme irgendeinen Kunstanspruch haben: "Selbst ein Gerard Damiano kann mir nichts von Kunst in diesem Business erzählen, das ist nur ein fadenscheiniger Vorwand, mit dem er sich rechtfertigen will. Es hat nichts mit Kunst zu tun, einen Porno zu drehen" (Interview im Splatting Image). Und so sind seine Pornos über jeden Zweifel erhaben. Anders als bei Damiano, ist es lupenreiner Hardcore, mit dem D'Amato die Zuschauer konfrontiert. Und D'Amato hat einige gute Hardcore-Filme gedreht. Viele haben mit den Jahren jedoch an Glanz verloren und wirken heute angestaubt. Mit MARQUIS DE SADE ist ihm schließlich ein zeitloses Meisterstück geglückt. Hier geht es wesentlich geradliniger und intensiver zu Sache als in vielen seiner vorherigen Filme. Die Darstellerinnen wirken sehr natürlich und unterwerfen sich hinreißend den Gelüsten des Marquis, der sich hier auch mal als Frau verkleidet oder der ahnungslose Damen den Schwanz eines hässlichen und fetten Zwergen blasen lässt. Unterlegt wird das Geschehen mit barocker Musik, u.a. von de Sades Zeit Zeitgenossen Mozart, was dem Film zusätzlich Atmosphäre verleiht.

Regie: Joe D'Amato Darsteller/Innen: Laetitia Swiss, Rocco Siffredi, Jacqueline Wild, Aliona, Rosa Caracciolo, Victoria Queen,Terry,Tanya la Rivière, u.a.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

THE SATISFIERS OF ALPHA BLUE (USA 1981)

Sich zu wiederholen, ist seine Sache nicht und darum präsentiert uns Gerad Damiano diesmal kein existentialistisches Psychodrama wie mit THE DEVIL IN MISS JONES oder MEMORIES WITHIN MISS AGGIE, sondern einen existentialistischen und hypnotischen Science-Fiction-Porno. Doch wer hier jetzt Außerirdischen- oder Roboter-Sex mit Laserdildos erwartet, der wird enttäuscht, denn es agieren ausschließlich menschlich aussehende und großartig spielende Akteure. Und wie im guten Porno üblich, steht sinnlicher und leidenschaftlicher Sex im Mittelpunkt. Besonders für Liebhaber von Gruppen- und Analsex wird hier ein wahres Feuerwerk abgebrannt und das ohne dafür an anderen pikanten Dingen zu sparen. Die Story ist nicht sehr komplex und dennoch bemerkenswert. Der Film spielt auf Alpha Blue, einem Planeten, der zum Sextourismus der besonderen Art einlädt. Die Urlauber dort können ihre sexuellen Wünsche in einen Computer eingeben und schwupps wird ein entsprechendes Geschöpf geschaffen, welches keinen Traum unerfüllt lässt. Alles in Butter also, wäre da nicht der Romatiker Algon (Robert Bolla). Ihm ist so viel Cybersex ein Dorn im Auge. Er kämpft für eine reale und erotische Beziehung mit Gefühlen und so und gegen die unromantische Praxis der virtuellen Befriedigung. Seine Bemühungen zielen auf Diana (Lysa Thatcher in ihrer vielleicht besten Rolle) ab, in die er sich unsterblich verliebt. Sie ist ganz und gar ein Kind der neuen Zeit und will von Liebe darum nichts wissen, doch von zügellosem Sex dafür ums so mehr... Natürlich greift dieser Film ein zentrales Thema unserer Zeit auf: Cybersex. Und der Film denkt das Thema mit den Mitteln des Science-Fiction-Films konsequent weiter. Für "Heirat" oder "Liebe" ist in dieser Zukunftsversion kein Platz, stellen sie doch nur Relikte einer verlogen-verstörten Vergangenheit dar. Doch ist auf Alpha Blue wirklich alles Gold? Einerseits machen die Personen auf dem Planeten einen gelangweilten Eindruck, doch richtig unglücklich wirken sie auch nicht. Vor allem dann nicht, wenn sie sich in ihren wunderschön gefilmten Sexabenteuern verlieren. Nach dem Orgasmus aber ist da stets die fast mit Händen zu greifende Leere. Andererseits scheint auch unser verliebter Held mit seinen romantischen und moralischen Anwandlungen nicht unbedingt als Vorbild für eine vernünftige Lebensplanung zu taugen. Ob ein Leben wie auf Alpha Blue wirklich erstrebenswert ist, kann also auch dieser Film nicht eindeutig aufzeigen, doch das war wohl auch nicht das erste Ziel von Gerad Daminao. Dieses bestand wohl eher darin, einen intelligenten und schillernd-glamourösen Super-Porno im ultracoolen Trashdesign zu drehen. Das ist ihm großartig gelungen, und dass ein Planet wie Alpha Blue zumindest einen kleinen Urlaubstripp wert wäre, ist ja wohl eh klar. So ist THE SATISFIERS OF ALPHA BLUE genau das, was ein guter Porno sein soll: ein Märchen für Erwachsene.

Regie: Gerard Damiano Darsteller/Innen: Lysa Thatcher, Sharon Mitchell, Annie Sprinkle, Tiffany Clark, Hillary Summers, Robert Bolla, Herschel Savage u.a.

THE GRAFENBERG SPOT (USA 1985)

Der Film ist ein fröhlicher Aufklärungsporno mit einem großen Aufgebot an Erotikstars: Ginger Lynn, Annette Haven, Amber Lynn, Nina Hartley, Traci Lords, Harry Reems und John Holmes beleuchten sehr anschaulich das Phänomen der weiblichen Ejakulation bzw. des G-Punktes. Doch was ist eigentlich der G-Punkt? Auf der Suche nach dem Lustzentrum in der Vagina der Frau wurde im Jahr 1950 von dem deutschen Gynäkologen Ernst Gräfenberg eine Zone in der vorderen Vaginawand beschrieben, die für besonders intensive Orgasmen verantwortlich sein soll. Gräfenberg glaubte, dass allein die Stimulierung des Kitzlers beim Sex für den Orgasmus nicht genügt. Später wurde diese Zone von den amerikanischen Wissenschaftern John D. Perry und Beverly Whipple zu Ehren Gräfenbergs als G-Punkt bezeichnet. Sicher ist, dass jede Frau einen G-Punkt hat, aber nicht jede dessen Stimulation als anregend empfindet. Genauso, wie nicht jede Frau die Berührung der Brüste als sexuell stimulierend wahrnimmt. Die G-Zone wurde bereits im 17. Jahrhundert von dem niederländischen Anatom De Graaf beschrieben. De Graaf erwähnte zudem auch schon die weibliche Ejakulation. Wo befindet sich die G-Zone? Die G-Zone liegt in einer Entfernung von ca. vier Zentimetern vom Vaginaeingang hinter der Vorderwand. Die weibliche Harnröhre ist von einem Gewebe umgeben, das bei Erregung - ähnlich wie der Schwanz des Mannes - anschwellen und hart werden kann. Was vollzieht sich in der G-Zone während der sexuellen Stimulation? Ist die Pussy noch trocken, so ist die Stimulation der Zone eher unangenehm. Erst mit steigender Lust wird die Reizung der Zone als anregend empfunden. Die Region um die Harnröhre, besonders am Winkel im Übergang zur Blase, schwillt an. Bei längerer Stimulation kann es beim Orgasmus zu einem Erguss von Flüssigkeit kommen. Es handelt sich keinesfalls um Pisse! Manchmal kann es richtig spritzen. Ob es nun spritzt oder nur als extremes Feuchtwerden empfunden wird, ist individuell unterschiedlich. Die Flüssigkeitsmenge ist verschieden und variiert von einigen Tropfen bis zu einigen Millilitern. Das Sekret stammt aus den Drüsen rechts und links der Harnröhre. In der Analyse ähnelt das weibliche Ejakulat dem Sperma des Mannes. Es kann milchig bis hellgelb sein. Der Duft ist von Frau zu Frau verschieden und hängt auch von der Zahl der Ejakulationen und den Lebensgewohnheiten ab. Einige Frauen ejakulieren auch bei anderen Formen der Stimulation, also z. B. durch lecken der des Kitzlers. Die Ejakulation erfolgt aber nicht bei jedem Orgasmus. Es sollte auch nicht das Ziel des Vögelns sein, diese immer erreichen zu wollen. Ob sie erlernbar ist, ist unklar, denn die genaue Physiologie ist noch nicht hinreichend erforscht. Im Idealfall sollen durch die Stimulierung des G-Punkts auch Mehrfachorgasmen möglich sein. Eine Steigerung der Lustempfindung soll erreicht werden, indem sich die Frau selbst oder der Partner die Zone gezielt stimuliert. Diese These ist unter Wissenschaftlern jedoch umstritten. Wie kann man beim Geschlechtsverkehr die G-Zone stimulieren? In der Missionarsstellung ist eine ausreichende Stimulation dieser Region durch den Schwanz - allein schon aus anatomischen Gründen - unwahrscheinlich. Mehr Erfolg verspricht es, wenn die Frau oben sitzt oder sie von hinten gefickt wird. Welche Probleme können bei der weiblichen Ejakulation auftreten? Uninformierte Frauen glauben oft, dass sie zu feucht sind oder pinkeln, wenn sie einen Orgasmus haben. Sie empfinden es als unangenehm oder schämen sich. Auch Männer, die nicht auf Natursekt stehen, können sich unter Umständen durch die vermeintliche Goldene Dusche peinlich berührt fühlen. Aus falschen Schamgefühlen kann es sogar so weit kommen, dass Frauen beginnen, ihren Orgasmus zu unterdrücken. An die zuletzt geschilderten Probleme, knüpft der Film GRAFENBERG SPOT (der eigentlich GRÄFENBERG SPOT heißen müsste, aber das klingt bescheuert) an: Harry Reems will Ginger Lynn mit der Zunge verwöhnen. Sie spritzt, Harry glaubt angepisst zu werden und ist beleidigt. Ginger erlebt das nicht zum ersten Mal mit einem neuen Lover und ihr ist es immer wieder peinlich. Sie will der Sache auf den Grund gehen, und geht darum zu Frau Dr. Annette Haven. Frau Dr. Haven demonstriert Ginger und Harry was es mit dem G-Punkt auf sich hat und wie man die weibliche Ejakulation lustvoll zelebriert. Betört durch so charmante Aufklärung, lassen Ginger und Harry erst einmal getrennt von eineiander die Puppen tanzen. Ginger lässt sich von John Holmes und seinem Kumpel rannehmen und Harry und Rick Savage vögeln Tracy Lords. Auf den Rat von Frau Dr. Haven, besucht Harry zudem ein Sex-Theater. Hier kommt er in den Genuss einer sehr schönen Extravorstellung! Am Ende gibt es dann eine feuchtfröhliche G-Spot-Party und Ginger und Harry sind wieder glücklich. Und glücklich sind auch wir, denn mit GRAFENBERG SPOT geht einer der besten Pornos der 80er-Jahre zu Ende. Die Mitchell-Brothers, die schon in den 70ern mit BEHIND THE GREEN DOOR Maßstäbe setzten, sind mit der Zeit gegangen. GRAFENBERG SPOT ist nicht so experimentell wie BEHIND THE GREEN DOOR, sondern besticht eher durch Humor und durch zahlreiche, vergleichsweise kurze prägnante Szenen, als durch kammerspielartiges Kunstficken. Vor allem die Szene, in der sich Ginger Lynn mit John Holmes vergnügt und Harry Reems Theaterbesuch erinnern aber daran, dass die Mitchell-Brothers Meister ihres Faches sind und dass sie mit ihren Pornos stets den Anspruch haben, die Gemüter jenseits des Mainstreams zu erregen. Das gelingt allein schon durch den Anblick spritzender Pussies - ein Unikum im Pornofilm! Von ejakulierenden Damen einmal abgesehen, spielt sich in dem Film eigentlich das ganz normale Porno-Ding ab: Cumshots, Analverkehr, Doublepenetration. Und Tatsächlich ist der Unterschied zum Standart-Porno graduell, doch auf erfrischende Weise vorhanden.

Regie: Artie Mitchell, James Mitchell (The Mitchell-Brothers

Darsteller/Innen: Ginger Lynn, Annette Haven, Amber Lynn, Lili Marlene, Nina Hartley, Traci Lords, Harry Reems, John Holmes, Rick Savage, u.a.

 

 

 

 

 

HARDCORE - The Films of Richard Kern (USA 1986-1993)

Mit einem brachialen Schrei eröffnet diese sehr interessante Zusammenstellung von 13 Kurzfilmen des New Yorker Undergroundfilmers Richard Kern. Ausgestoßen wird der Schrei von Sonic Youth, der besten Noise-Punk-Band der Welt. Richard Kern drehte zusammen mit der Band und Lydia Lunch dieses sehr blutige Video zu Death Valley´69, einem der härtesten Sonic Youth-Songs. Hardcore also gleich zu Anfang - experimentelle, rauhe und brutale Bilder, dazu ein wildes Soundgewitter. Und so geht es im Wesentlichen auch weiter. Nur dass neben Hardcore-Gewalt in den folgenden Filmen auch immer wieder Hardcore-Sex gezeigt wird. Die größtenteils in Schwarz-Weiß gedrehten Punk-Pornoclips heißen dann z.B. The Right Side Of My Brain, The Bitches oder Fingered. In ihnen lassen sich zumeist bewaffnete und nackte Damen und Herren zu tabulosen und häufig sehr grausamen Handlungen hinreißen. Schaut man diese Collection am einen Stück, so ist es schwierig sich ihrer bizarren Wirkung zu entziehen. Immer wieder sehen wir neben Lydia Lunch auch weitere Punkgrößen wie Henry Rollins in kritischen, gewalttätig aufgeheizten Sexszenen voller Hoffnungslosigkeit und Tristes und das stets untermalt mit subtil aggressiver Musik. Über all dem schwebt natürlich ein sehr ernstzunehmender Kunstanspruch, der zart besaitete Erotikfans zutiefst verstören dürfte. Und was einem hier vorgesetzt wird, ist ja teilweise auch nicht ohne: Da lässt sich eine Frau von einer Freundin die Vagina zunähen (The Sewing Circle), andere Szenen enden in blutigen Gewalt- bzw. Vergewaltigungsorgien, die es in dieser Form bislang noch nicht zu sehen gab (Fingered). Viele der gezeigten Filme spielen zudem mit Thema SM, welchem jedoch in The Evil Cameraman und Submit To Me Now auf besondere Art und Weise nachgegangen wird. Im erstgenannten Film stehen zwei sehr sonderbare Fesselungen im Zentrum, im zweiten wird am Ende ein Mann an seinem Penis aufgehängt, es kommt zu Selbstgeißelung und Selbstverstümmelung. Doch nicht in allen Filmen geht es derart brutal zur Sache. The Bitches z.B. ist ein komplett unblutiger Pornoclip der u.a. sehr bizarren Lesbensex und eine ungewöhnliche Ejakulation zu bieten hat und Horoscope ist ein sehr erotisches und harmloses Märchenfilmchen für Frauen. Doch selbst diesen softeren Clips haftet noch der schwere Duft von Anarchie und Alptraum an. Was uns im Laufe dieser Filme entgegenschlägt, scheint die Wut und die sexuelle Energie der durchgeknallten Künstlerclique um Richard Kern herum zu sein. Die Frage jedoch, was uns diese Darbietungen im Detail sagen sollen, ist, wie bei jedem anderen Kunstwerk auch, sinnlos. Wichtig ist, dass sich beim Zuschauer trotz aller Zumutungen und Fragezeichen so etwas wie Kunstgenuss einstellt. Für viele Menschen ist der hier gezeigte Bruch mit Pornosehgewohnheiten bestimmt zuviel des Guten. Für andere wiederum handelt es sich hier vielleicht um eine sensationslüstige Provokation, die niemals Kunst sein kann. Doch für Personen, die nicht nur eine Schwäche für erotische Kunst, sondern auch eine für Punk, Einstürzende Neubauten und Joseph Boys haben, stellt sich der Kunstgenuss beim Betrachten der Filme ganz bestimmt ein. Für die Redaktion von 6filme.org sind diese Filme des Richard Kern jedenfalls das Beste, was Pornopunk je hervorgebracht hat.

Regie: Richard Kern Darsteller/Innen: Lydia Lunch, Henry Rollins, J.G. Thirlwell, Karen Finley, u.a.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IM REICH DER SINNE (Japan/Frankreich 1976)

Wenn Cineasten oder Kunst- und Filmstudenten sich über Pornofilme unterhalten, dann führt das Gespräch regelmäßig zu einem der Diskurs über das radikale Meisterwerk IM REICH DER SINNE von Nagisa Oshima. Und es ist eben dieser Film, der immer wieder gezeigt wird wenn es um unkontrollierbare Sexualität, Leidenschaft, Gewalt und die Lust am Schmerz geht. Mit Pornografie soll IM REICH DER SINNE natürlich nichts zu tun haben, und so wird der Film dann stets als Kunstfilm etikettiert der sich klar von Pornografie abgrenzt, da er nicht auf voyeuristische Art sexuell zu erregen vermag was ja böse wäre, da Pornografie schließlich böse ist. Doch wer kann eigentlich mit Sicherheit sagen sagen, dass der Film nicht auf voyeuristische Art sexuell zu erregen vermag? Egal, denn das Etikett "Kunstfilm" macht es immerhin möglich, dass Fernsehsender zu später Stunde den Film in einer ungeschnittenen Version zeigen können, was natürlich eine feine Sache ist, doch was auch die Frage aufwirft warum der gleiche Maßstab nicht auch für Filme wie z.B. CAFÉ FLESH, BEHIND THE GREEN DOOR, oder THE DEVIL IN MISS JONES gilt. Kunstpornos also, die sich auf kreative Art dem Thema Sexualität widmen. Und nichts anderes ist IM REICH DER SINNE: ein Kunstporno, der uns in expliziten Bildern die Abgründe der sexuellen Lust von Frau und Mann vor Augen führt. Die Vagina der entzückenden Hauptdarstellerin (Eiko Matsuda) ist uns am Ende genauso vertraut, wie der Schwanz ihres Filmpartners (Tatsuya Fuji), welchen wir nicht nur erigiert und ejakulierend, sondern am Ende leider auch abgetrennt von seinem Besitzer sehen. Auf dem Gipfel der Lust bittet dieser nämlich um seinen Tod durch Strangulation als ultimativen Lustgewinn durchgeführt von seiner Gespielin, die im anschließend kastriert um das ultimative Andenken an den Liebhaber zu haben, der ihr bislang nie für möglich gehaltene Sinnesfreuden zu schenken wusste. Und so sind wir auch schon mittendrin in der Story, die sich in Japan im Jahre 1936 tatsächlich so abgespielt haben soll. Kichizo, der Besitzer eines Bordells und das dort als Dienerin und Hure arbeitende Mädchen Sada verlieben sich. Sie geben sich ganz ihrem grenzenlosen sexuellen Verlangen hin und brechen dabei nach und nach alle Brücken zu Außenwelt ab. Ihre Lust ist grenzenlos und verliert sich in allen Spielarten der körperlichen Liebe bis für sie als letzte Steigerung nur das Spiel mit dem Tod bleibt. Die Reaktionen auf den Film waren seinerzeit sehr unterschiedlich: In Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet, in Deutschland 1977 von der Berlinale weg beschlagnahmt weil er harte Pornografie zum Inhalt hat und wieder freigegeben weil es sich dann doch eben eher um Kunst handelte die das Prädikat "besonders wertvoll" verdient. Ähnliches spielte und spielt sich bis heute in anderen Ländern ab: Kunst oder Porno? Gewaltverherrlichung oder Gewaltstudie? Hierzulande sind diese Fragen unter Filmweisen wie gesagt geklärt (Kunst! Kunst! Kunst!), und auch unter Pornofilmweisen gibt es klares Urteil (Kunstporno). Doch jenseits dieser Schubladen ist IM REICH DER SINNE schlicht und einfach ein exelenter Film, ein exzessiver und kontroverser Filmklassiker ähnlich wie die 120 TAGE VON SODOM von Pasolini und von gleicher Qualität.

Regie: Nagisa Oshima

Darsteller/Innen: Eiko Matsuda, Tatsuya Fuji, Aoi Nakajima, Taiji Tonoyama, Meika Seri, Kanae Kobayashi

 

 

 

 

 

 

BOOGIE NIGHTS (USA 1997)

In der langen Geschichte des Pornokinos gab und gibt es immer wieder Momente, in denen eine kleine Schar von Regisseuren der künstlerische Ehrgeiz packt und versucht wird, die Darstellung von realen Sex mit dem Unterhaltungsfilm verschmelzen zu lassen. In den hippiegeschwängerten 70er-Jahren, wo das Videotape und damit zugleich das heimliche Filmvergnügen noch nicht verbreitet war, der Pornokonsum sich also in der Öffentlichkeit sprich im Kino abspielte, gab es für Pornofilmer mit künstlerischen Ambitionen wesentlich mehr Spielraum als heute, und folgerichtig wird diese Epoche ja auch das Golden-Age-Of-Porn genannt. Der Film BOOGIE NIGHTS entführt uns in diese Zeit des Discoglamours mit all den Partys, den Drogen und der freien Liebe und stellt uns eine Gruppe von Leuten vor, die am Aufstieg und am Fall des stilvollen Pornos unmittelbar beteiligt sind. Für diese Leute nimmt sich Regisseur Paul Thomas Anderson sehr viel Zeit und somit ist BOOGIE NIGHTS nicht nur ein Portrait der Pornobranche von damals, sondern zugleich eine sehr sensible Charakterstudie, der der moralische Zeigefinger völlig fremd ist. Im Zentrum von BOOGIE NIGHTS steht Eddie Adams (Mark Wahlberg), ein Kellner aus einem Nachtclub von San Fernando, der von dem idealistischen Pornofilmer Jack Horner (Burt Reynolds) entdeckt wird. Jack's Traum ist es einen Film zu machen, der "wahr und tatsächlich dramatisch ist". Mit Eddie, der schon bald unter dem Künstlernamen Dirk Diggler agiert, will er diese Vision Wirklichkeit werden lassen und den Pornofilm zu Ruhm und Ehre führen, was ihm schließlich auch gelingt. Doch Jack ist nicht nur Regisseur, sondern auch eine Art Vaterersatz für verlorene Seelen. Sein Haus ist der Ort, wo sich all die Leute treffen, die im Geschäft arbeiten. Rollergirl (Heather Graham) z.B. ist ein hübsches junges Starlet, das für den Pornofilm die Schule verlässt. Oder Dollar Swope (Don Cheadle), einer von Jack's treusten Darstellern, der nach seiner Kariere eine Familie gründen und einen eigenen Hi-Fi-Laden aufzumachen will. Jeder in Jack's Haus hat irgendeinen Traum, doch drohen diese meist an der Prüderie und Doppelmoral der Gesellschaft zu platzen. Manchmal sind auch einfach zu viele Drogen im Spiel. Anderson gelingt es meisterhaft, die Entwicklung der Branche von den späten 70ern bis in die frühen 80er Jahre zu skizzieren. Die erste Hälfte des Films, die zwischen 1977 und 1979 spielt, ist lebhaft und mit dem Fokus auf Partys und Good Times sehr locker und tanzbar. Der Regisseur hat ein Talent, genau die richtigen Lieder für jede Szene aufzupicken. Der Soundtrack ist tatsächlich ein integraler Bestandteil des Films und das ohne dabei zu einer altbackenen Sammlung von Discohits zu verkommen. Die schrille Kleidung, die Deko und Mentalität des Zeitalters fügen sich hier nahtlos ein. 1980 ist dann plötzlich Schluss mit lustig. Die Pornoindustrie tritt ein in eine Spirale nach unten, der erwähnte Video-Massenmarkt mit seinen Billigproduktionen verdrängt jegliches Niveau, welches Jack's Filme noch hatten. Seine Regiekünste sind nicht mehr gefragt. Er versucht mit einem neuen Jüngling den Erfolg, den er mit Eddie hatte, zu wiederholen, was diesen schwer kränkt. Mit seinem Kumpel aus erfolgreicheren Tagen will Eddie jetzt eine Kariere als Rockstar starten, was kläglich scheitert. Die eben noch so fröhlichen Pornopeople koksen jetzt nicht mehr aus Lust, sondern aus Frust und es kommt zu ernsthaften Zerwürfnissen und menschlichen Tragödien. Obwohl Mark Wahlberg die Hauptrolle spielt und die beste Leistung seiner noch jungen Karriere abliefert, wird er von Burt Reynolds leicht überschattet. Reynolds kreiert als Jack gekonnt eine Person, die trotz diverser Rückschläge an ihrer Vision festhält. Zusammen mit den Glanzleistungen von Julianne Moore, Heather Graham, Don Chadle und genial gespielten Nebenrollen, von denen es in diesem Film viele gibt, ergibt sich ein wahrhaft großes Schauspielfest. Sogar die reale Pornoikone Nina Hartley spielt ihren Part großartig, wird aber am Ende trotzdem erschossen von ihrem eifersüchtigen Ehemann (William H. Macy), der mit der freien Liebe so seine Probleme hat. BOOGIE NIGHTS ist ein drastischer, temporeicher und visuell komplett überzeugender Film, der Vergleiche mit Filmen von Robert Altman oder Martin Scorsese nicht scheuen muss. Er verurteilt und beschönigt die Pornobranche in keinster Weise, sondern zeigt auf, welche Motive und Hoffnungen mit dem Golden-Age-Of-Porn verbunden waren und wohin das alles führte. Nicht zuletzt macht er deutlich, wo der Pornofilm heute stehen könnte, wenn nicht die pure Geldgier der Produzenten und die maßlose Geilheit der Konsumenten der erotischen Filmkunst ein jähes Ende bereitet hätten und so der von Pornokritikern so oft ins Feld geführten Entmenschlichung durch Porno erst Tür und Tor geöffnet wurde. Ein wichtiger Beitrag also zur Aufarbeitung der Geschichte Pornos und zudem ein cineastisches Großereignis für Leute, die mit Pornofilmen eigentlich nix anfangen können.

Regie: Paul Thomas Anderson Darsteller/Innen: Mark Wahlberg, Burt Reynolds, Julianne Moore, Don Cheadle, Heather Graham, John C. Reilly, William H. Macy, Nicole Parker, Luis Guzman, Philip Baker Hall, Alfred Molina, Melora Walters, Robert Ridgely

 

 

TAKE OFF (USA 1978)

 

Pornoparodien, die auf berühmte Werke der Film- und Literaturgeschichte verweisen, gibt es unzählige. Die meisten von ihnen sind grotesk schlecht, doch einige wenige haben heute sogar Kultstatus (z.B. Alice in Wonderland, The Opening Of Misty Beethoven). Was es bisher noch nicht gab, ist ein Porno, der gleich mehrere berühmte Filme und einem Literaturklassiker in einem Rutsch aufs Korn nimmt und das auch noch sehr überzeugend. Der Film Take Off schafft das einerseits durch ein gut durchdachtes Drehbuch, welches Oscar Wildes Dorian Gray als ewigen Jüngling geschickt durch 6 Jahrzehnte reisen und in berühmte Filmrollen von James Cagney (Die wilden 20er), Humphrey Bogart (Casablanca) oder Marlon Brando (Der Wilde) schlüpfen lässt. Andererseits geht der Film sehr professionell daran, die Stimmung der jeweiligen Epochen einzufangen. Bei den Szenen, die in 20er Jahren spielen, fühlt man sich wie in die Stummfilmzeit zurückversetzt und man glaubt für einen Moment wirklich, einen Vintage-Porno zu sehen. Auch die Atmosphäre in den Jazz-Clubs während der amerikanischen Alkoholprohibition oder die Hippie-Ära ist gut wiedergegeben. Dass in dem Streifen trotz der vielen Zeitsprünge und Filmwechsel keine Hektik aufkommt, sondern er im Gegenteil durch beeindruckende Lässigkeit, entspannte Ironie und Erotik glänzt, ist die große Qualität von Take Off. Wenn z.b die Hauptfigur des Films auch nicht ansatzweise als Humphrey Bogart oder Marlon Brando durchgeht, fällt das gar nicht auf, weil hier niemand als irgendwer durchgeht oder es auch nur versucht. Das Ganze wird liebevoll im Komödien-Style durchgezogen, aber auch nicht zu sehr so das es nervt oder ins slapstickartige umschlägt. Hier waren sich die Regie und Hauptdarsteller Wade Nichols anscheinend einmal uneinig. Als nämlich in einer Szene unvermittelt Werbetafeln auf Beinen zu quatschiger Musik ins Billd wackeln und unseren Helden dabei stören, sich an Annette Haven ranzumachen, spricht der schnell ein Machtwort und die Tafeln machen sich vom Acker. Ein gelungener Gag, doch mehr Vorfälle dieser Art gibt es nicht. Erotische Vorfälle gibt es dafür sehr viele. Diese fallen auffällig kurz, doch durchweg sehr stimmungsvoll und intensiv aus. Und da sie so stimmungsvoll und intensiv auffallen, hätten wir von der einen oder anderen sexuellen Zusammenkunft auch gerne etwas mehr gesehen, doch erscheint es uns auch plausibel, dass auf die Zeit geschaut wird, wenn eben jene Zeit in Windeseile durchschritten werden soll, nämlich 60 Jahre in 103 Minuten. Positiv anzumerken ist noch, dass Regisseur Armand Weston bei den Sexszenen auf Dialoge und künstliches Lustgestöhne gänzlich verzichtet und der Musik den Vorzug lässt. So werden die Liebesspiele akustisch überlagert von erlesener Jazz- und Swing-Musik, oder, zu hören in der 60er-Episode, von psychedelischen Jimmy Hendrix-Sounds. Sehr schön! Die Schauspiel-Crew zieht bei all dem wunderbar mit. Georgina Spelvin und Annette Haven agieren mit größter Souveränität und Klasse und vor allem letztere wird vom Regisseur sehr sexy in Szene gesetzt. Und wenn eben der Eindruck entstanden ist, wir würden dem Hauptdarsteller Wade Nichols eine schlechte Leistung attestieren, weil er den Bogart nicht spielen kann, so sei hier ganz klar gesagt, dass auch Nichols seine Sache hervorragend und mit viel Schalk im Nacken erledigt. Und wer könnte das auch schon, den Bogart spielen?Take Off, das können wir zusammenfassend feststellen, ist ein intelligent und sehr erotisch gemachter Porno mit einer schönen Prise Humor. Das sich der Film am Ende sogar noch dazu aufschwingt, mit der anrührensten Schlussszene, die es je in einem Hardcorefilm gab, aufzuwarten, verleiht ihm zusätzliche Größe.

Regie: Armand Weston

Darsteller/Innen: Georgina Spelvin, Annette Haven, Leslie Bovee, Wade Nichols, Rayman Sharque, George Spencer, u.a.

 

 

 

MALICE IN LALALAND (USA 2010)

Wäre der Film so toll wie das Cover der vorliegenden DVD, dann wäre Malice in Lalaland einer der besten Pornos aller Zeiten. Es kommt in Form eines bunten, 40seitigen Buches daher und beinhaltet eine lustige Comicversion des Films, eine ansprechende Fotocollage und eine psychedelische Zeichnung in der Buchmitte. Mit diesem Cover ist auf jeden Fall für Distinktionsgewinn in DVD-Regal gesorgt, doch wie steht es um den Film?Ob man Malice In Lalaland mag oder nicht, entscheidet sich nicht zuletzt am individuellen Musikgeschmack. Der Großteil der Sexszenen ist nämlich mit dem Sound der belgischen Speed-Metal-Band Aguardente unterlegt und das in einer einer ziemlich dominanten Lautstärke. Den Schreiber dieser Zeilen, der musikalisch wirklich für vieles offen ist, doch leider nicht für Speed-Metal, geht das ziemlich auf die Nerven, aber zumindest gibt es für die Musik schon einmal einen Pluspunkt für eine gewisse Undergoundästhetik. Und hat überhaupt jemand mal etwas von der Band Aguardente gehört? Wir haben uns intensiv bemüht über diese Urheber des Lärms etwas herauszufinden und haben so gut wie nichts gefunden. Also schon wieder Underground. Aber ist Malice in Lalaland denn auch ein Ungerground-Porno? Hierzu ein klares "nein". Der Film spielt zwar mit Ungerground-Motiven, doch geschieht das mit zu viel Berechnung und technischer Perfektion.Vielmehr haben wir es mit einem eindrucksvoll fotografierten Videoclip zu tun, der vergeblich versucht ein Roadmovie von Quentin Tarantino oder David Lynch zu imitieren, doch der dennoch gar nicht so schlecht ist. Wie der Titel andeutet, ist die Story des Films angelehnt an Alice in Wonderland, doch mit dem Märchen von Lewis Carroll hat der Film eigentlich nur den berühmten kleinen Hasen gemein: Malice (hinreißend gespielt von Superstar Sasha Grey), nascht von einem psychoaktiven Pilz. Der Rausch scheint kein schöner zu sein, denn in der nächsten Szene sehen wir sie in einer Nervenheilanstalt an ein Bett gefesselt. Dort hält es Malice nicht lange, denn schnell kommt eben jener kleine Hase in ihre Zelle und befreit sie. Ein total gestörter Anstaltswärter nimmt die Verfolgung auf und die Reise durchs Lalaland nimmt ihren Lauf. Malice lernt ihrer Flucht einige schräge Vögel kennen und mit einigen hat sie Sex oder schaut ihnen beim Sex zu.Das ist alles schön anzusehen, doch wirklich tragen tut die Handlung den Film nicht. Es gibt atmosphärische Kamerafahrten durch das Lalaland bzw. durch die Wüste von Arizona, die dem ganzen ein wenig 70er-Jahre-B-Movie-Charme verleihen, doch leider keine spannenden oder überraschenden Regieenfälle (diese gibt es in den Alice in Wonderland-Adaptionen von Bud Townsend und Jonas Middleton). Der kurze Abschnitt mit Pornolegende Ron Jeremy ist eine weitere Referenz an die goldenen 70er, doch fällt diese hochnotpeinlich aus. Anstatt mit Ron irgendwas vernünftiges anzustellen, lässt man ihn nur stumpfe Sätze wie "more big tits, please" grunzen. Ohne vorher in sexuelle Angelegenheiten verwickelt zu werden, wird er schließlich von dem gestörten Anstaltswärter erschossen. Der lieblose Umgang mit einen der Hauptprotagonisten des Golden Age of Porn bezeugt, wie es um Mailice In Lalaland dramaturgisch bestellt ist, nämlich gar nicht bis ziemlich flach. Wie die Jagd nach Malice ausgeht, sei an dieser Stelle auch deshalb nicht verraten um die Spannung zu erhalten, sondern weil das Ende wirklich komplett egal ist.Wichtig ist dagegen noch einmal betonen, dass der Film trotz der genannten Schwächen seine Qualitäten hat. Von einem wegweisenden Werk auf dem Gebiet der Pornokunst, als das der Film vielerorts gehandelt wird, kann zwar keine Rede sein, doch etwas kreativen Witz und stivoll gefilmten Starkstrom-Porno bietet der Film allemal. Er überzeugt auf die selbe Art wie eine abgedrehte Show von Lady Gaga, nur eben mit Speed-Metal-Sound und Hardcoresex. Letzterer hat es zum Teil in sich. Vor allem die ersten Szenen (die Aufseherin der Heilanstalt und die Männer aus dem Eisfach/ Malice und ihr asiatischer Freund im Hotel) sind ziemlich heiß. Auch der in Rotlicht gehaltene Lesbenpart, den Malice gleich mit zwei Damen hat und ein zweiter Auftritt des Asiaten ebenfalls mit zwei Damen machen ordentlich was her (wenn nur die laute Musik nicht wär... ). Andere Sexszenen des Films sind vergleichsweise langweilig, aber vier originelle Pornoeskapaden im coolen Ambiente sind doch schon mal ein Wort.

Regie: Lew Xypher

Darsteller/Innen: Sasha Grey, Dirty Fred, Stephen Powers Andy San Dimas, Keni Styles, Ron Jeremy, Danny Mountain, Chayse Evans, Chris Johnson, Alan Stafford, Kagney Linn Karter, Jesse Capelli, MacKenzee Pierce, Alyssa Reece, Kristina Rose, Julez Ventura, Sadie West, Tommy Gunn, Billy Glide, Phoenix Marie, Jenna Presley, ua.

 

 

 

PIRATES 2 - Stagnetti's Revenge (USA 2008)

Jenen Leserinnen und Lesern, die den ersten Teil von Pirates gesehen haben und nun wissen möchten, ob der zweite Teil genauso schlecht ist, sei gesagt: Pirates 2 ist ein sehr guter Film! Das überrascht, weil zweite Teile von Filmen doch normalerweise schlechter sind als der erste. Im Falle von Pirates würde das bedeuten "noch schlechter", doch dem ist wirklich nicht so. Die Wahl der Darstellerinnen und Darsteller, die Dialoge, die sexuellen Darbietungen, die Ausstattung, das alles ging im ersten Teil ziemlich daneben. In Pirates 2 - Stagnetti's Revenge stimmt nun auf einmal alles. Dass die Diskrepanz zwischen Teil 1 und 2 so groß ist, kann daran liegen, dass für den zweiten Teil achtmal so viel Geld bereitgestellt wurde, nämlich 8 Millionen US-Dollar. Damit ist der Film der teuerste bzw. zweitteuerste Porno aller Zeiten (Wie es sich genau verhält, ist umstritten, da sich die Kosten für Caligula auf 17,5 Millionen beliefen, doch viele Leute in dem Film keinen Porno sehen, was stimmt, wenn eine der gekürzten Fassungen zu Grunde gelegt wird). Mögliche Schlussflogerung: Mit 1 Million Dollar, die Pirates 1 kostete, kann man vielleicht einen halbwegs guten Porno zu drehen, doch wie es scheint, keinen anständigen Piraten-Porno, der es mit dem Hollywood-Hit Pirates of the Caribbean aufnehmen kann und es dabei fertig bringt, sich zum ersten relevanten Hardcorestreifen seit Ende des Golden Age Of Porn aufzuschwingen. Hierfür müssen es dann wohl doch 8 Millionen sein.Kann der Film es mit Pirates of the Caribbean aufnehmen? Er kann, und das nicht nur in Bezug auf die gelungenen Spezialeffekte, sondern vor allem dadurch, dass er genau auf dem Feld punktet, auf dem auch die Vorlage erfolgreich ist: Beide Filme leben nicht von einer stringenten Handlung, sondern von gelungener Situationskomik und spontanen, kurzen Spannungsbögen. Stellen Sie sich einfach Pirates of the Caribbean mit etwas weniger Action, doch dafür mit richtig viel Sex vor, dann ahnen Sie, wie es um die Porno-Variante bestellt ist.Sachverständige in Sachen von Pornoparodien können es wahrscheinlich nur schwer glauben, dass Pirates 2 dem Original auf Augenhöhe begegnet und Zweifel sind auch angebracht, da auf diesem Gebiet eigentlich nur noch Unfug produziert wird. Doch nun gibt es diesen hochgradig professionellen Film, ein Porno-Epos welches einen Aufwand betreibt, wie wir ihn bislang nur von Hollywood-Blockbustern kennen. Und das Ganze funktioniert auch noch. Sicher sind unsere Porno-Piraten keine Johnny Depps oder Keira Knightleys und auch so mancher Stunt gelingt im Original besser. Aber nur Kleinbürger werden das dem Film ankreiden, denn schließlich handelt es sich hier eben um eine Porno-Comedy und nicht um ein Remake von James Cameron. Und schließlich wird in Pirates 2 alles, was einen lustigen Piratenfilm und einen guten Porno ausmacht, mit viel Liebe ins Bild gesetzt. Es gibt bedrohliche Seeungeheuer, dunkle Mächte, geheimnisvolle Kugeln, dumme Sprüche und viel schmutzigen Sex. Um das gut zu finden, muss man natürlich ein Sinn für Comedy, Special-Effects und schmutzigen Sex haben. Ist dieser vorhanden, lässt es sich wunderbar eintauchen in die chaotische Welt der Piraten und ihrer Gespielinnen.Der Plot des Films orientiert sich nur lose an dem des Originals: Der im ersten Teil von Captain Reynolds (Evan Stone) zur Strecke gebrachte Pirat Stagnetti (Tommy Gunn) möchte Rache nehmen und lässt sich dafür von der dunklen Höllenbraut Xiefeng (Katsuni) wieder zum Leben erwecken. Captain Reynolds stellt sich der Angelegenheit mit viel Gelassenheit. Wird es mal eng, hilft ihm seine kampferprobte Feundin Olivia, was die langjährige Lebensgefährtin vom Captain, Jules (Jesse Jane), eifersüchtig macht. Nach einer kurzen Aussprache (und einer längeren Lesben-Experience) ziehen die Beiden aber zusammen am einen Strang und als Jules von der dunklen Höllenbraut und ihrer bösen Crew entführt wird, ist es Olivia, die ihr das Leben rettet. Beim Kampf gegen den grausamen Stagnetti bekommt das Team von Captain Reynolds schließlich noch Unterstützung von der schönen Kriegerin Maria (Sasha Grey). Auch sie hat keine guten Erinnerungen an Stagnetti und möchte sicherstellen, dass der böse Pirat ganz schnell wieder im Meer versinkt.Genau wie beim Original, verliert man die Handlung gerne mal aus den Augen und amüsiert sich eher über bestimmte Szenen und Situationen. Der Plot des Films macht Spaß, aber sorgt nicht für Spannung. Er soll den Film lediglich irgendwie zusammenhalten und das macht er sehr gut. Zu keiner Zeit hat der Film etwas Episodenhaftes. Von Anfang an entwickelt sich ein stimmiger Verlauf in welchen sich Sex, Komik und Special-Effects wunderbar zusammenfügen und der auch bei einer Filmlänge von über zwei Stunden nie an Tempo verliert. Ein normaler Spielfilmporno von heute bricht inhaltlich schon nach fünf Minuten in sich zusammen, doch Pirates 2 ist tatsächlich ein Film, den man, aus Angst man könnte etwas verpassen, an einem Stück sehen möchte. Ständig geschieht etwas Abgefahrenes, Lustiges und/oder Erotisches und sorgt so für abendfüllendes Amusement.Und ist einem gerade so gar nicht nach Seeungeheuern oder geheimnisvollen Kugeln, sondern eher nach Porno pur, dann ist Pirates 2 auch der richtige Film, denn der dieser Besprechung zu Grunde liegenden DVD sind 3 Bonus-Scheiben beigelegt auf denen sich neben dem obligatorischen Making Of und eingen Interviews auch die Extended Sex Scenes befinden. Dort sind alle Sexszenen in ihrer noch nicht bearbeiteten, also wesentlich längeren Fassung vereint. Mit sage und schreibe 162 Minuten Laufzeit sind die Extended Sex Scenes sogar länger als der eigentliche Film. Natürlich liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Zusatzmaterial um halbgaren Kram handelt, der aus gutem Grund nicht den Einzug in den Hauptfilm gefunden hat. Doch auch hier kann Pirates 2 positiv überraschen, denn diese Bonus-DVD bietet durchweg exzellenten Sex und den in einem Umfang, der für drei Filme ausreicht. Pirates 2 ist also eine runderherum runde Sache und es bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder 24 Jahre dauert bis ein Film rauskommt, der es verdient in die Riege unserer pornografischen Empfehlungen aufgenommen zu werden.

Regie: Joone

Darsteller/Innen: Jesse Jane, Edward Reynolds, Belladonna, Sasha Grey, Xifeng Tommy Gunn, Steven St. Croix, Lenee, Riley Steele, Jenna Haze, Anne Stoyar, Gabriella Fox, Shyla Stylez, Abbey Brooks, Veronica Rayne, ua.

 

 

 

 

EXZESSE IN DER FRAUENKLINIK (Frankreich 1980)

"Einer der dreckigsten und geilsten Pornos, der mir je unter die Augen gekommen ist" urteilt ein Gast im Gästebuch von 6filme.org über diesen Pornoklassiker aus Frankreich, der sich im Original La Clinique des Phantasmes nennt. Und richtig: Der Film ist dreckig, geil und zudem locker und beswingt und sehr humorvoll. Damit ist er exemplarisch für die französischen Pornos der siebziger und frühen achtziger Jahre, die für heiter-frivolen Sex mit schauspielerisch sehr professionell agierenden Personen stehen und die zugleich durch die hundertprozentige Abwesenheit von psychologischen und emotionalen Tiefgang glänzen. Letzteres ist in der Tat kein Nachteil, denn es ist gerade diese Unbekümmertheit und Leichtigkeit der sexuellen Darbietungen, die französische Pornos so verführerisch macht. Die Handlung, mit der ein typischer Frankreich-Porno daherkommt, ist dementsprechend einfach. Meistens geht es um irgendwelche Bankräuber, die ihre Beute mit Wein, Weib und Gesang verprassen, um untreue Ehemänner und ihre am Ende dann doch verständnisvollen Ehefrauen, oder, wie im vorliegenden Fall, um überforderte Frauenärzte, die dem sexuellen Verlangen ihrer Patientinnen schutzlos ausgeliefert sind. Einen derart gestressten Doktor spielt Richard Lemieuvre, einer der Hauptprotagonisten des Frankreich-Pornos. Ihm treibt die sexuelle Gier seiner weiblichen Schützlinge in den Ruin. Lemieuvre gibt sich hier mit vielen anderen französischen Pornostars ein atemberaubendes und sehr charmantes Stelldichein. Monique Carrère, Sophie Duflot und Cathy Stewart gehören zu den hübschen Damen, die das Können von Dr. Lemieuvre überstrapazieren. Alban Ceray, der wohl bekannteste französische Pornodarsteller, spielt den Ehemann von Brigitte Lahaie, der wohl wohl bekanntesten französischen Pornodarstellerin. Ceray stört es überhaupt nicht, was seine Frau mit dem Doc so anstellt, sondern amüsiert sich statt dessen mit dessen Vorzimmerdame, womit wir wieder bei den sympathisch einfachen Plots sind, die stets nur nach einer plausiblen Möglichkeit zum fröhlichen Vögeln Ausschau halten.Exzesse in der Frauenklinik geht hier sehr erfolgreich vor, denn Leerlauf gibt es hier nicht. Auf sehr natürliche und frische Art wird gefickt, geblasen und gespritzt dass es nur so kracht. Die Dialoge sind deftig und auch das ist typisch für die 70er-Pornos aus Frankreich. Da wird kein Blatt vor den Mund genommen, Dirty Talk ist angesagt und das in einem Maße, dass zartbesaitete Ohren schon rot werden können, doch was ja auch Spaß machen kann und in diesem Fall auch macht, denn wie gesagt ist der Film vor allem eines: dreckig und geil. Viel Vergnügen!

Regie: Gérard Kikoine

Darsteller/Innen: Brigitte Lahaie, Barbara Moose, Brigitte Verbecq, Cathy Stewart, France Lomay, Julia Perrin, Morgane, Monique Carrère, Mika Barthel, Sophie Duflot, Sophie Guers, Alban Ceray, Richard Lemieuvre, Cyril Val

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NAKED CAME THE STRANGER (USA 1975)

1970 hatte der Journalist Mike McGrady eine lustige Idee: Er und 23 seiner Kollegen brachten ihre Gedanken über den heißesten Sex, den sie sich vorstellen konnten zu Papier und so entstanden viele prickelnde Kurzgeschichten, welche sie unter dem Pseudonym Penelope Ashe in dem Roman Naked Came The Stranger zusammenfassten der unerwartet zum Bestseller wurde. Radley Metzger (auch bekannt als Henry Paris) sicherte sich die Filmrechte und war damit der erste Pornoregisseur, der die offiziellen Rechte eines Bestsellerromans besaß. Wie sich zeigen sollte, fand er zu einem angemessenen Umgang mit der Romanvorlage. Der Film handelt von Gillian und ihrem Ehemann Blake. Beide arbeiten als Moderatoren für eine Fernsehshow. Blakes Geliebte arbeitet auch dort und das macht es schwierig, das Verhältnis geheimzuhalten. Als Gillian von der Sache erfährt, beschließt die betrogene Ehefrau sich zu rächen und selbst fremdzugehen. Keine ausgefeilte Story, aber eine die offenbar das Zeug zum Bestseller hat und die beste Voraussetzungen schafft für einen außerordentlich schönen Pornofilm von Meisterregisseur Radley Metzger. Er präsentiert uns anspruchsvolle Erotik mit viel Eleganz und Humor welcher mit entsprechenden Dialogen selbstironisch das eigene Genre und die Medienwelt generell auf die Schippe nimmt. Wie wir es von Metzger gewohnt sind, sind die Bilder die er einfängt wundervoll durchkomponiert und entwickeln einen ganz eigenen Charme. Das Spiel mit verschiedenen Stilmitteln versteht Metzger ausgezeichnet. Er leitet Sexszenen mit Stummfilmsequenzen ein, wechselt von farbenfroh auf schwarz/weiß oder agiert einfach unerhört gekonnt mit der Kamera. Natürlich versuchen auch andere Regisseure ihre Schmuddelfilmchen mit stilistischen Tricks künstlerisch aufzuwerten, was in der Regel sehr bemüht wirkt und über Effekthascherei nicht hinauskommt. Metzger hingegen beherrscht die hohe Kunst aufregende Momente zu schaffen denen nichts Schmuddeliges anhaftet und denen dabei doch nichts pornografischer Deutlichkeit fehlt. Das Gleiche gilt für die Dialoge. Sie lassen an Schlüpfrigkeit nichts vermissen, doch sprühen zugleich vor Witz und Intelligenz und laufen nie Gefahr ins Primitive abzurutschen. Das Studium der Schauspielerei und Dramaturgie, welches Metzger absolvierte, und seine langjährige Erfahrung als Filmemacher tragen also ganz bezaubernd-verbotene Früchte. Den ganz großen Erfolg feierte Metzger erst mit dem Film THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN, der noch mehr auf Pop-Art-Motive setzt und der insgesamt etwas durchgeknallter und überdrehter ist als NAKED CAME THE STRANGER. Mit letzteren Film feierte Metzger jedoch seinen Durchbruch als großer Porno-Regisseur und auf Grund seiner etwas ruhigeren Stimmung, wird sogar manch ein Filmfreund NAKED dem quirligen BEETHOVEN-Film gegenüber vorziehen. Diese Wahl wäre kein Makel für die großartige Misty Beethoven, sondern eine verdiente Auszeichnung für dieses vergleichsweise unbekannte Meisterwerk der Pornografie.

 

Regie: Henry Paris (Radley Metzger)

Darsteller/Innen: Darby Lloyd Rains, Levi Richards, Mary Stuart, Alan Marlow, Christine Hutton, Helen Madigan, Kevin Andre, Ronda Fuller, Rita Davis, Steve Anthony, Alfie Holliday, Tom Dane, Dave Savage

 

 

 

 

A DIRTY WESTERN (USA 1975)

Gar nicht einfach, über diesen Film eine angemessene Kritik zu schreiben. Einerseits ist A Dirty Western ein sehenswertes B-Movie und vor allem ein wirklich guter B-Movie-Western. Das überrascht, weil Versuche ein bestimmtes Filmgenre in einen Pornofilm einzubetten meistens lächerliche Ergebnisse zur Folge haben. Oder kennen Sie einen Porno-Krimi, der, von den Sexszenen einmal abgesehen, wirklich spannend ist? Wollten Sie wirklich wissen, wer der Mörder ist und kam so etwas wie Krimiatmosphäre rüber? Na also. A Dirty Western strotzt jedoch so richtig vor staubiger Westernstimmung. Der Film ist brutal, düster, dreckig, trashig und so richtig John Wayne-mäßig. Die Locations und die Schauspieler kommen außerordentlich glaubwürdig rüber und es gibt sogar einen richtigen Wild-West-Soundtrack und einen Vorspann, der auch einen kultigen Italio-Western hätte einleiten können. Damit ist der Film also schon mal ein Muss für jede gut sortierte Westernsammlung. Doch andererseits ist A Dirty Western auch ein Pornofilm und diesem Genre wird der Film auf sehr problematische Weise gerecht, da, bis auf eine Ausnahme, alle Sexszenen Vergewaltigungsszenen sind. Da gibt es nichts zu beschönigen, das ist richtig böse. Und sehr schade, denn da schafft es ein Pornofilm mal sich authentisch einem anderem Filmgenre anzunähern und könnte so der einzig vorzeigbare Pornowestern der Filmgeschichte werden, und dann macht er ohne Not alles falsch. Die Story des Films ist westerntypisch also simpel: Eine Gangsterbande bricht aus dem Gefängnis aus und überfällt eine Ranch, auf der sich eine Farmersfrau und ihre drei Töchter aufhalten. Die Gangster vergehen sich an den Frauen, kidnappen die Töchter und lassen ihre Mutter nackt und schmerzvoll gefesselt auf der Ranch zurück. Ein Sheriff und seine Helfer machen Jagt nach die Ganoven und können die Geiseln befreien, die während ihrer Gefangenschaft so manches sexuelle Martyrium über sich ergehen lassen müssen. Die Gangster werden erschossen und die gedemütigte Mutter rächt sich höchstpersönlich an ihrem Peiniger in Form eines Kopfschusses. Der Plot dieses schmutzigen Westerns hätte natürlich auch ganz anders aufgezogen werden können und hätte so vielleicht das ganze Potential des Films ausgeschöpft, ganz einfach indem der Drehbuchschreiber gute Jungs an die Mädels rangelassen hätte und eben nicht die eklige Räuberbande. So aber bleibt mehr als schaler Beigeschmack bei einem Film, der unter cineastischen Gesichtspunkten Western- und Trashfilmfans überzeugen wird, doch der auf dem Feld der niveauvollen Pornografie auf Grund der Gewalt-Sex-Szenen komplett versagt.

Regie: David Fleetwood

Darsteller/Innen: Barbara Bourbon, Gloria Hope, Lois Grant, Simone, Dick Payne, Levi Richards, Vern Rossi, L. Q. O'Donnell, Sonny Franzese

 

 

 

 

 

 

THE LEGEND OF LADY BLUE (USA 1978)

Iris und Casy sind schwer verliebt! Der schöne Liebesakt, dessen Zeuge wir am Anfang werden, lässt daran keinen Zweifel. An einem wunderschönen Sommertag verliert Iris ihre Unschuld unter freien Himmel. Pures Glück und schüchternes Verlangen kennzeichnen diese Szene. Doch die Harmonie hat schnell ein Ende. Der Krieg reißt das Paar auseinander. In Vietnam ergibt sich Casy schwer frustriert in sein Schicksal und sucht Trost im Drogenrausch und bei einer hübschen Asiatin, doch glücklich macht ihn das alles nicht. In der Heimat zieht es Iris indessen raus der Provinz und rein nach Hollywood und dort verfällt sie den Verlockungen der Großstadt und der lesbischen Chefin eines Callgirlringes. Sie schreibt an Casy einen Brief in dem steht, dass sie die Beziehung mit ihm beendet. Als Casy aus dem Krieg heimkehrt, kommen beide jedoch auf wundersame Weise wieder zusammen. Das klingt sehr nach einem Liebesdrama und somit zugleich sehr nach einem paartauglichen Porno bzw. nach einem romantischen Porno für Frauen. Frauen mögen schließlich auch Vom Winde verweht und im entfernten Sinn ist der Film tatsächlich eine herzergreifende Pornovariante des berühmten Leinwandepos, welches bis Titanic als der größte Liebesfilm aller Zeiten galt. The Legend of Lady Blue (bekannt auch unter dem Titel Confessions of Lady Blue) ist in jedem Fall das größte Liebesdrama in der Geschichte des Pornofilms und dass Männer auf so viel Romantik im Film nicht richtig stehen, ist klar. Was den Film aber für die männliche Spezies interessanter macht als vom Vom Winde verweht, sind die ausgefeilten Sexszenen die nie so verlaufen, wie wir es aus anderen Pornos kennen, sondern die stets überraschende Wendungen nehmen und die einer ganz eigenwilligen Dramaturgie folgen. Am stärksten kommt diese in der Szene zum Tragen, die Casy in Vietnam mit der Asiaten hat. Stumm und offen für alle Begehrlichkeiten gibt sie sich ihm und einem Kameraden in allen erdenklichen Varianten hin. Über 14 Minuten erstreckt sich das sehr sinnlich eingefangene Liebesspiel. Gelegentlich wird es überlagert von einem Sexspektakel, welches der Rest von Casys Truppe zeitgleich mit zwei Prostituierten veranstaltet. Die beiden werden sensationell vernascht! Es wird intensiv geleckt und viele stramme Männer sieht man am Ende ejakulieren, was wieder vor allem das weibliche Publikum ansprechen dürfte. Für die Männer und das lesbische Publikum gibt es im Anschluss eine fulminante Szene mit Iris und der diabolisch-verführerischen Bordellchefin, die Iris mit einer Rose zur höchsten Verzückung treibt. Insgesamt ist es nicht der ganz harte Sex sondern z.B. der sehr behutsam eingefangene und leidenschaftliche Oralsex, der den Film für beide Geschlechter so anregend macht. Für Paare, die sich gemeinsam einem anspruchsvollen Porno anschauen wollen, gehört The Legend of Lady Blue also auf jeden Fall zur ersten Wahl. Verdient erhielt er von der Adult Film Association of America die Auszeichnungen Bester Film und Bestes Drehbuch. Und wenn es damals den Preis Paartauglichster Porno gegeben hätte, dann hätte dieses romantische Pornodrama mit Sicherheit auch in dieser Kategorie gewonnen.

Regie: A. Fabritzi

Darsteller/Innen: Maureen Spring, John Smith, Obe-Wahn, Faye Young, Gloria Leonard, John Leslie, Laureen Brooks, Phedra Grant, Chris Cross

 

 

 

BACCHANALE (USA 1970)

Im Jahre 1970, also in pre-periodischer Zeit des Golden Age, luden die Brüder John und Lem Amero ein zu einer erotischen Reise der besonderen Art, denn Bacchanale ist ein extrem merkwürdiger Film über....ja über was? Vieles deutet darauf hin, dass es sich hier um einen LSD-Promotion-Streifen handelt. "Turn on, Tune in, Drop out!" ließ Timothy Leary damals verlauten. Damit war gemeint: „Finde ein Sakrament, das Dich zu Gott bringt und zu Deinem eigenen Körper; geh über Dich hinaus, verwandle Dich!“ - Tune in: „Bleibe wiedergeboren, drücke es aus, beginne ein neues Leben, das Deine Visionen widerspiegelt!“ - Drop out: „Befreie Dich vom äußeren Drama, das so ausgehöhlt und leer ist wie eine TV-Show!“ Für eine derartige persönliche Befreiungsaktion sei die Einnahme von Lysergsäurediethylamid (LSD) ungeheuer hilfreich, wirkt es doch stark bewusstseinserweiternd.Gesagt getan, scheint sich die junge Dame, die wir zu Beginn des Films in einem spröden Zimmer liegen sehen, gedacht zu haben. Die Dame heißt Ruth. Ruth scheint auf etwas zu warten. Auf was? Na auf das Einsetzen der Wirkung nach Einnahme eines Trips. Diese folgt denn auch sogleich und wir sehen wie sich eine verschwommene Gestalt aus dem Körper der Frau herauslöst. Dies ist ihre verborgene Seele, die sich in den nächsten knapp 80 Minuten an unterschiedlichsten Orten wiederfindet. Ruth ist Gast auf einer wilden Party und irrt auf Beerdigungen oder in unheimlichen Höhlen umher. Diese Orte sind durch eine Treppe verbunden und auch diese Treppe ist ganz schön trippy! Wo sie auch geht und steht oder schwebt, wird Ruth mit schwierigen Situationen konfrontiert die eng mit ihrem Leben verknüpft zu scheinen und die ihr Unterbewusstsein wohl nie richtig verarbeitet hat und die sich, ganz im Sinne Sigmund Freuds, immer wieder in bedrohlichen sexuellen Handlungen auflösen. Todes- und Lebenstrieb, verdrängte Homosexualität, Verlustängste usw.Mit dem Abklingen der Wirkung der Droge wendet sich Ruths entrückte Seele wieder ihrer leiblichen Hülle zu. Das Wiedersehen wird von großer Harmonie getragen, auch wenn Ruth zuerst nicht so richtig begreift wen sie da vor sich hat und erst auf Nachfrage erfährt, dass es ihr eigenes Ich ist. Hält der Turn on, Tune in, Drop out!-Slogan was er verspricht, dann beginnt für Ruth jetzt ein neues Leben und ihrem Lächeln nach zu schließen, wird dieses nicht das schlechteste sein.Loses Zitieren von Freud, Cocteau, Sartre u.v.a., bedeutungsschwangere Begegnungen mit dem Tod, das Zusammenspiel von Lust und Schmerz bei Auspeitschungen, Kritik am Vietnam-Krieg - man kann den Film für pseudophilosophischen Unfug halten der fälschlicherweise als Filmkunst durchgeht, doch der nichts weiter bietet als verwackelte Bilder und eine unerträgliche Soundkulisse. Das stimmt aber nicht. Die Kameraführung ist oscarwürdig und der Sound des Films ist eine Herausforderung, die denjenigen, der sich ihr stellt, reich belohnt. Was stimmt ist, dass der Film etwas anstrengend ist. Aber gerade das macht ihn auch ziemlich authentisch, wird doch immer wieder davon berichtet, dass so ein LSD-Trip nicht nur lustig, sondern eben auch sehr anstrengend sein kann und dass einem auf der Reise tatsächlich Dinge begegnen mit denen nur schwer zurechtzukommen ist, doch die wohl irgendwie mit einem zu tun haben. Eine solch zwiespältige Stimmung einzufangen, ist dem Film auch Dank der großartigen Hauptdarstellerin Uta Erickson sehr gut gelungen.

Regie: John & Lem Amero Darsteller/Innen: Uta Erickson, Darcy Brown, Chuck Federico, Lydia Burns, Patricia Kleb, Roberta Scardera, Roberta Scardera, Donny Lee

 

 

 

BODY LOVE (Holland/Schweden 1977)

Vorhang auf für einen Porno, dessen Soundtrack von Klaus Schulze komischerweise berühmter ist als der Film selbst. Klaus Schulze, der mit Künstlern wie Kraftwerk oder Jean Michel Jarre häufig in einem Atemzug genannt wird und der die Band Tangerine Dream zum Erfolg führte, gilt bis heute als einer der bedeutendsten Vertreter der elektronischen Musik. Und der Soundtrack für Body Love gilt für viele Klaus Schulze-Fans als sein wichtigstes und bestes Werk. Dementsprechend neugierig sind viele Fans auf den Film, der sich hinter der Musik versteckt, doch nur wenige trauten sich bislang den Film anzuschauen oder zuzugeben, dass sie ihn gesehen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass der Film über lange Zeit sehr schwer nur zu bekommen war und zudem wenig über ihn geschrieben steht, obwohl z.B. die Deutschland-Premiere von Body Love damals in einem angesehenen Großkino, dem Holi in Hamburg, mit großen Tam Tam über die Bühne ging. Und so wurde schließlich viel darüber fantasiert, was es denn für Pornofilm ist, der Klaus Schulze dazu bewegen konnte, seine ganze musikalische Kreativität zu entfalten. Um es kurz zu machen: Der Film verdient den gleichen Ruhm wie sein Soundtrack, denn wir haben es hier wieder einmal mit einem ganz und gar ungewöhnlichen Porno von Meisterregisseur Lasse Braun zu tun, der jedem, der ihn anschaut, lange im Gedächtnis bleiben wird. Das Spezielle an Body Love ist diese ziemlich unheimliche New Age-Atmosphäre, die der Film ausstrahlt. Alles wirkt irgendwie unwirklich und entrückt und dieser Eindruck wird natürlich verstärkt durch die abgefahrene Synthie-Mucke von Klaus Schulze, doch sind es auch und vor allem die seltsamen Bilder, die den Zuschauer in eine lustvoll-meditative Trance versetzen. Der Film geht los mit einer Balletteinlage der Hauptdarstellerin Catherine Ringer, die heute vor allem Musikerin im Bereich Progressive Rock tätig ist. Unter dem Pseudonym Lolita Da Nova spielt sie Martine, ein Mädchen, welches von ihrem libertin veranlagten Eltern zum Geburtstag ihre Defloration eingebettet in eine Orgie geschenkt bekommt. Der Balletttanz von Martine ist hübsch, doch endet er im pornografischen Nichts. Das ändert sich mit der Szene, die ihre Stiefmutter gleich darauf hat. Ihr Ehemann, eine echter Baron, hat für sie eine wunderbare Aktion in einem leerstehenden Haus eingefädelt. Die Frau betritt das Haus und wird dort von zwei kräftigen Männern "überrascht" und intensiv rangenommen. Um Analsex muss sie zwar extra bitten, doch am Ende geht auch das in Ordnung. Wieder daheim, erzählt sie ihrem neugierigen Ehemann jedes Detail der Szene. Im Anschluss an die pikanten Schilderungen der Frau erfahren wir dann, dass ihre Stieftochter Martine die Art Jungfrau ist, die mit dem eigenen Geschlecht schon umfassende sexuelle Erfahrungen gemacht hat. Die wunderschöne Szene, die sie mit einer Freundin zeigt, liefert hierfür den ersten Beweis. Ein zweiter findet sich in einem kleinen Wohnwagen, den Martine neben der Prachtvilla ihrer Eltern geparkt hat. Dort hält sie sich eine bestens gelaunte Sex-Sklavin, die sich darüber zu freuen scheint, dass ihre Herrin ihr auch mal Sex mit einem Mann gönnt. Nachdem wir Zeuge einer solchen Abwechslung vom Sklaven-Alltag wurden, beginnt der eigentliche Hauptteil des Films in Form der Orgie zu Ehren von Martine. Lasse Brauns filmisches Können kombiniert mit Schulzes Space-Sound machen das folgende Lustgelage definitiv zum längsten und anregendsten Musikclip der Filmgeschichte. Wie der Regisseur es geschafft hat, die mitwirkenden Damen und Herren zu derart sinnlichen Darbietungen zu bewegen, bleibt genau so sein Geheimnis wie das Kunststück zwischen all den schönen Körpern noch eine Kamera zu postieren. Auf über 20 Minuten erstreckt sich diese großartige Gruppensexszene in der die Defloration des Geburtstagkindes fast ein wenig untergeht und die damit endet, dass irgendwann alles einschläft. Martine wacht als erstes wieder auf. Sie schwebt aus dem Raum so wie sie gekommen ist und der Film ist zu Ende. Und wer sich als Zuschauer jetzt noch nicht in betörnter Trance befindet, dem bleibt wirklich nur noch der Griff zu harten Drogen. Wie schon mit seinen grandiosen Filmen Sensations und American Desire hat Porno-Papst Lasse Braun mit Body Love ein unvergleichliches Stück Pornokunstgeschichte geschrieben. So unterschiedlich diese Filme auch sind, so verbindet sie doch eines: Sie bestechen alle drei durch ungeahnt erotische Höhenflüge, die mit den Standards von Mainstreampornos nichts gemeinsam haben und das ohne dabei auf explizite und superscharfe Bilder zu verzichten. Man könnte fast von einer Porno-Trilogie sprechen die mit Sensations begann und die über Body Love mit American Desire zu Ende geführt wurde. Es sind dass die Filme, die das Werk und den Ruhm von Lasse Braun ausmachen. Das soll die Güte von anderen Lasse Braun-Streifen wie Sex Maniacs natürlich nicht schmälern, doch ist es am Ende diese Trilogie, die wirklich zählt. Und was hoffentlich bald auch zählt ist der Umstand, dass sich kein Klaus Schulze-Fan dafür schämen muss diesen stimmungsvollen Film gleichberichtigt neben dem Soundtrack im Regal stehen zu haben. Im Gegenteil wäre das ein Zeichen für distinguierten Geschmack in Sachen Erotik und Pornografie und eine Absage an blöde Spießermoral.

Regie: Lasse Braun

Darsteller/Innen: Catherine Ringer (Lolita Da Nova), Jean-Gérard Sorlin, Glenda Farrel, Jacques Gateau, Gilda Arancio, Gemma Giménez, Tony Morena, u.a

 

 

 

Sasha Grey -Ex-Pornostar

Sasha Grey dreht inzwischen keine Pornos mehr. Im April 2011 verkündigte sie überraschend ihren Rückzug aus dem Geschäft. Überraschend deshalb, weil alle Welt glaubte, sie liebe ihren Job so sehr, dass sie ihm bis ins hohe Alter treu bleibt. Nach über 200 selbstbewussten Filmauftritten in 6 Jahren und nach dem zu urteilen, was sie in Interviews äußerte, hätte das gepasst. Doch dann war es doch Zeit aufzuhören, so Grey, da sie ihre Mission erfüllt habe. Diese bestand darin, dem langweiligen Pornomainstream etwas radikal Neues entgegenzusetzen. In der sehr empfehlenswerten Dokumentation 9to5 Days in Porn erklärt sie: "Ich bin in der Pornobranche, weil die meisten Pornos langweilig sind und mich weder physisch noch visuell erregen.(...). Ich bin entschlossen der Stoff zu sein zu sein, der alle Fantasien erfüllt. Ich will es versaut, dreckig und obzön. Ich will es kreativ machen, nicht das übliche 08/15 Pogramm." Klug gesprochen gesprochen, doch ist zumindest diese Mission weitestgehend gescheitert, denn vor der Kamera agierte Sasha Grey zwar sehr lebendig und ihre Filme waren oft von beachtlichem Niveau, doch pornografische Revolutionen sehen anders aus. Was sie auszeichnete und was sie von ihren Kolleginnen unterschied, war lediglich ihre fordernde Art mit der sie zu Werke ging. Über "das übliche 08/15 Pogramm" kam sie dabei nicht wirklich hinaus und nur wenige ihrer Filme, werden in tatsächlich Erinnerung bleiben.Eine andere Mission, die Sasha Grey bestimmt auch im Kopf hatte, war dagegen sehr erfolgreich: Getting fame and let's make lot's of money. Dieses Vorhaben hat sie sehr konsequent durchgezogen. Einige Darsteller sollen auf Grund ihrer expressiv selbstbewussten Art Angst vor ihr gehabt haben, doch die meisten Männer und auch viele Frauen fanden sie toll. Als Zeichen seiner Wertschätzung, schrieb einer ihrer prominenten Fans, Steven Soderbergh, ihr sogar einen Film und die dazugehörige Hauptrolle auf den Leib. Heraus kam The Girlfriend Experience, ein typischer Soderbergh-Film im Stile von Sex, Lies and Videotapes. Nach so einem Erfolg wären die meisten Menschen aus dem Pornogeschäft ausgestiegen, doch Sasha Grey blieb. Die Feuilletons konnten das nicht glauben und flippten aus und machten sie damit erst zu dem Star, der sie heute ist. Interessant an ihr war ihre Weigerung, sich von der Pornografie zu distanzieren, und diese stattdessen in den schönsten Farben zu malen. Viele Leute fanden das spannend, und so arbeiteten sich die Medien lange Zeit an ihr ab. In unzähligen Interviews und Talkshows hatte sie dadurch die Gelegenheit für die emanzipatorische Kraft der Pornografie und nicht zuletzt für sich selbst werben, was sie mit größter Souveränität tat.Doch nun hat sie also doch aufgehört und will sich mehr der Kunst widmen. Sie spielt in einer Noise-Band mit dem Namen ATelecine und hat einen Erotik-Bildband herausgebracht, dessen Titel Neü Sex eine Anspielung auf ihre Lieblingsband Neu ist. Neu, die experimentelle Krautrockband, die in den 1970ern zusammen mit Kraftwerk und Can das Epizentrum der musikalischen Avantgarde bildeten. Da möchte Sasha Grey auch hin, ins Epizentrum der Avantgarde. Ob sie dieses Ziel erreicht, lässt sich schwer voraussagen, doch zu wünschen wäre es ihr. Vielleicht sind ihr Erotik-Bildbände ja bald zu langweilig und sie findet mit eigenen Ideen den Weg zum wirklich experimentellen Porno. Zwar ist sie gerade erst aus dem Geschäft ausgestiegen, doch ist bei Sasha Grey jederzeit damit zu rechnen, dass sie wieder einsteigt. Gut passen würden Filme, die sich in Richtung Richard Kern bewegen. In seiner Clique mit Leuten wie Lene Lovich, Henry Rollins oder der Band Sonic Youth, hätte sich Sasha Grey wahrscheinlich sehr wohlgefühlt.Wir sind jedenfalls sehr gespannt, wie es mit dieser sympathischen Dame weitergeht und wollen ihr an dieser Stelle unseren Dank dafür aussprechen, dass sie sich so kompromisslos für Pornografie eingesetzt hat und mit ihrem öffentlichkeitswirksamen Dasein als Pornostar fruchtbare Debatten über Sex im Film und modernen Feminismus auslöste, denn wenn Alice Schwarzer heute den Namen Sasha Grey hört, beißt sie wahrscheinlich in jede verfügbare Tischkante. Dass es ihr letzten Endes nicht gelang, aus dem engen Korsett der Pornostandarts auszubrechen, muss man ihr nachsehen und eher den einfallslosen Regisseuren ankreiden. Sasha Greys Wille war auf jeden Fall vorhanden und Filme mit ihr sind darum auch stets im oberen Drittel der nach unten offenen Richterskala für Pornofilme anzusiedeln. Ihr großes Engagement vor der Kamera sprang häufig auf das gesamte Team über und so entstanden Pornos, die zumindest Authentizität mitbrachten. Auch hierfür vielen Dank!

 

 

 

BABYFACE (uncut) (USA 1977)

Wer in den 1980er Jahren in den Erotikabteilungen von Videotheken unterwegs war, dem lächelte bestimmt das süße Mädchen auf dem Cover von Babyface entgegen. Der Film war überall präsent und das über Jahre. Der Grund für diesen Erfolg hat sich mir damals nicht erschlossen. In Erinnerung hatte ich einen konfusen und absolut sinnlosen Pornoschinken den man besten schnell vergisst. Tatsächlich ist die Fassung, die damals in deutschen Kinos lief und auf Video vertrieben wurde, großer Murx. Sie ist gegenüber dem Original um 33 Minuten gekürzt und was die Szenenabfolge angeht, komplett anders geschnitten. Auch die Filmmusik ist eine andere. Das alles wusste ich damals nicht und so tat ich Babyface ab als ein weiteres Beispiel für schlechte Pornofilme. Ca. 30 Jahre später sieht die Sache anders aus, denn jetzt viel mir die DVD-Neuveröffentlichung der Firma Tabu in die Hände, die beide Fassungen enthält, die deutsche Murxversion mit 72 Minuten Spielzeit und die ungekürzte Originalfassung, die auf 142 Minuten kommt.

In der 142 Minuten-Version ist der Film ein waschechter Klassiker mit einem sleazigen Plot und noch sleazigerer Erotik. Babyface handelt von Priscilla und einem Mann mit Namen Dan. Priscilla ist ein Mädchen, das mit seiner ausgeprägten Lust auf Sex sogar ihrem Lehrer verdächtig ist, was ungewöhnlich ist für Lehrer in Pornofilmen. Dan ist ein Handwerker, der sein leben eigentlich ganz gut im Griff hat. Erst als Priscilla mit einer Freundin aus der Schule kommend auf Dan trifft, beginnen die Probleme. Dan bietet Priscilla seine Hilfe an, als diese sich das Knie aufschrammt. Während der Freundin von Priscilla der Kerl suspekt ist und sie sich darum schnell davon macht, ist Priscilla von Dan ziemlich angetan und lässt sich gerne von ihm das Knie verarzten und anschließend vernaschen. Das schöne Beisammensein wird jedoch je gestört von Priscilla's Mutter, die mit einem Polizisten im Schlepptau ihre Tochter sucht und sie mit Dan in Flagranti erwischt. Um Ärger mit ihrer Ma zu vermeiden, lügt sie und behauptet, dass Dan sie vergewaltigt habe. Die Flucht führt Dan auf ein von zwei hübschen Damen bewohntes Hausboot und schließlich in einen Bordell in dem sich gut betuchte Frauen Liebesdienste von Männern gönnen. Dort gibt es bald ein für ihn unerwartetes und vor allem unerfreuliches Wiedersehen mit Priscilla's Mutter, die Dan's Spur gefolgt ist und nun Rache nehmen möchte für die vermeintliche Vergewaltigung ihrer Tochter. Mit letzter Kraft kann Dan sich bzw. seinen Schwanz retten und um das Happy End perfekt zu machen, kommt auch noch Priscilla selbst in den Puff und klärt die Sache mit der Vergewaltigung auf. Eine Bestrafung für ihre gefährliche Lüge folgt nicht. Statt dessen kommt sie in den Genuss einer Belohnung für ihre nachträgliche Offenheit. Diese besteht aus zwei Herren, die im Bordell ihre Dienste anbieten und die sich zum Schluss nochmal ausführlich der jungen Frau annehmen.

Einerseits ist Babyface politisch vielleicht noch einen Zacken unkorrekter als so manch anderer Porno, denn im Zentrum steht nicht zuletzt der Sex mit einem jungen Teenie. Andererseits sorgt das Thema Frauenbordell für einen emanzipatorischen Tenor. Frauen geben in diesem Film dem Ton an. Sie bedienen sich der Männer frei nach Belieben und manchmal auf gar brutale Art. In einer Szene ist unser Hauptprotagonist übelsten Beschimpfungen und Peitschenhieben bis aufs Blut ausgesetzt. Eine andere Dame ist einfach nur maßlos: Sie lässt sich von 46 Kerlen zugleich bzw. nacheinander vögeln. Wie der gesamte Film, sind auch diese Begebenheiten von feiner Ironie und Humor durchzogen. Der erotische Spannungsaufbau ergibt bei einem Plot wie dem vorliegenden fast von selbst. Fast deshalb, weil wir natürlich wissen, dass da trotzdem noch jede Menge schiefgehen kann. Hier ist die Sorge jedoch unbegründet. Regisseur Alex de Renzy, der leider im Jahr 2001 verstarb, war ein Könner seines Fachs und hat das vor allem in seinem berühmtesten Film Babyface gezeigt. Die Sexszenen haben Charme und Drive, der Plot spielt der Erotik in die Karten und es macht Spaß ihm zu folgen, das groteske Ende ist albern, aber tatsächlich brüllkomisch. Was kann man von Pornoklassiker mehr verlangen? Ich bin jedenfalls sehr froh, dem Film in seiner Uncut-Version nach 30 Jahren nochmal eine Chance gegeben zu haben

Regie: Alex de Renzy

Darsteller/Innen: Lyn Cuddles Malone, Amber Hunt, Angela Haze, Desiree West, Linda Wong, Sandy Pinney, Blair Harris, Dan Roberts, Joey Silvera, Paul Thomas u.a.

Laufzeit: 105 Minuten

 

 

LATEX (USA 1995)

Auf diesen Seiten kam schon häufig die Sprache darauf, dass gute Pornos seit Mitte der 80er Jahre selten geworden sind, da die damals aufkommende Videotechnik jeglichen Kunstanspruch zunichte machte. Bei dem Film Latex verhält es sich andersrum. Die Technik wird hier genutzt für ein ästhetisches Porno-Inferno der besonderen Art. Latex ist ein abgrundtief anregender Trip im Cyber-Sex-Gewand der in keiner Minute an Spannung verliert. Das ist schon eine kleine Sensation, denn zum einen hat das Auffahren von viel Technik im modernen Porno nicht wirklich zu anregenden Ergebnissen geführt. Langweiliger Sex im Blockbustergewand ist die Regel. Andererseits tat sich auch Regisseur Michael Ninn vor und nach Latex nicht gerade durch innovative Filme hervor. Egal, denn mit dem vorliegenden Werk ist ihm ohne Frage ein echter Coup gelungen.

Hier stimmt alles: Tolle Darstellerinnen und Darsteller, tolle Optik und wirklich rattenscharfer Sex! Letzterer wird uns in fein abgestimmten, manchmal gerade zu kaleidoskopartigen Bildern präsentiert und hat vor allem intensiven Analsex und Gesichtsbesamungen im Fokus. Fast jede Szene beginnt mit Zungenspielen am Anus bildhübscher Frauen als Vorspiel für die spätere Penetration und endet mit bemerkenswert kräftigen und toll gefilmten Ejakulationen ins Gesicht der Damen. Ganz zum Schluss kommt es sogar zu der sonderbarsten Cum-Shot-Szene seit Behind The Green Door: Die umwerfende Sunset Thomas, die uns schon auf angenehmeste Weise durch den Film begleitet hat, lässt sich von einem komplett in Latex gekleideten Mann derart maßlos vollspritzen, dass ihr Gesicht und ihre Brüste am Ende vor Sperma triefen wie nach einem Bukkake mit 100 Männern. Dass es sich in dieser Szene um Kunstsperma handelt, ist naheliegend und sei verziehen. Doch keine Sorge: Es handelt sich um den stilvollsten Einsatz von Kunstsperma in der Geschichte des Pornofilms. Pornos sollen schließlich Märchenfilme für Erwachsene sein und um eine solch märchenhafte Gesichtsbesamung ins Bild zu setzen, bedarf es eben dieser kleinen Schummelei.

Warum der Film Latex heißt, ist klar: Gevögelt wird ausschließlich in Latex-Kleidung und masturbiert ausschließlich mit Latex-Handschuhen. Doch man muss kein Fetisch für Latex haben und an den Film Spaß zu haben. Der Stoff dient hier lediglich als hübsches Accessoire. Nur zweimal wird fetischlike auf Latex-Kleidung bzw. Latex-Handschuhe ejakuliert, der Rest ist Design. Dass der Film auch eine Handlung hat, ist weniger offensichtlich, doch er hat eine auch wenn diese in diesem Fall wirklich drittrangig ist, denn Latex funktioniert als kunstvoll-orgiastisches Dauersexspektakel und verzichtet dabei gekonnt auf unnötige Dialoge. Die wenigen Worte die fallen, stehen stets im Dienst der Erotik und machen damit Sinn. Geredet wird wenn, dann mit und über einen Mann, der irgendwo in ferner Zukunft festsitzt. Er wurde verhaftet, weil er über eine unerhörte Fähigkeit verfügt: Sowie er eine Person berührt, kann er ihre sexuellen Phantasien sehen und erleben. Gegen Ende weiß sich der Herr aber aus der Gefangenschaft zu befreien und ein anderer Mann sitzt plötzlich in der Falle. Warum und wieso, ist, wie gesagt, drittrangig.

Nicht hoch genug einzuschätzen sind dagegen die Sexszenen in denen alle leidenschaftlich bis zum Aüßersten gehen. Wie z.B. Sunset Thomas beim Vögeln die Augen verdreht, wie lebendig sie es sich selbst besorgt, dass alles korrespondiert auf ansprechendste Weise mit dem, was in dem Film noch so alles passiert. Hundeprozent gefühlsechter Sex eingebettet in wuchtige, futuristische Traumwelten, ein schlichter Plot der als roter Faden wunderbar funktioniert - das alles haben wir in so einer hohen Qualität und vor allem Intensität selten gesehen und damit ist Latex natürlich ein Meisterwerk des Pornokinos an dem niemand vorbeikommt, der Sex der etwas härteren Gangart und außergewöhnliche Erotikfilme mag.

Regie: Michael Ninn

Darsteller/Innen: Sunset Thomas, Barbara Doll, Debbie Diamond, Emerald Estrada, Jeanna Fine, Tiffany Million, Brick Majors, Carl Jammer u.a.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Leserin, lieber Leser,

 

Nach den schon rezensierten Pornofilmklassikern, die keinesfalls bloße Fickfilme oder Wichsfilme sind wie der übliche Pornoschrott, sondern Kutpornos, die nicht nur jeder Pornofreak sondern auch jeder Filmfreak gesehen haben sollte, also Deep Throat, Debbie does Dallas, Satisfiers of Alpha Blue, Catch Your Dreams, The Story of Joanna, The Opening of Misty Beethoven, Behind The Green Door, The Punishment of Anne, Alice in Wonderland, Hardcore - die Filme des Richard Kern, Sex Maniacs, American Desire, Cafe Flesh, Memories Within Miss Aggie, The Devil in Miss Jones, Through The Looking Glass, Let My Puppets Come, Hardgore, Josefine Mutzenbacher, Rossa Venezia, Sex Wish und Waterpower, präsentiert Ihnen pornoklassiker.de demnächst kostenlos folgende 70er und 80er Pornofilmkritiken: A Cockwork Orgie bzw. die Pornversion von Clockwork Orange, Vista Valley P.T.A., A Dirty Western, Sound Of Love, Femmes de Sade, Chameleons, We All Go Down, Sex World, Damiano's People, Wet Rainbow, Olympic Fever, Latex, Barbara Broadcast, Never So Deep, Reel People, Desires Within Young Girls, Naked Came the Stranger, Bad Girls, Joy - Where you least expect it!, Inside Little Oral Annie, Roommates, Dynamic Vices, Amanda by Night, Candy goes to Hollywood, The Budding of Brie, French Satisfaction, Erotic Adventures of Candy, Garage Girls, Taxi Girls, Resurrection of Eve, Insatiable, Female Athletes, Talk Dirty to Me, That Lucky Stiff Seduction of Mary, 6 Schwedinnen auf Ibiza,Beyond Your Wildest Dreams, Babe, Tower of Power, Ein Sommer auf dem Lande, In the Pink, Consenting Adults, Confessions of Linda Lovelace, Raw Talent, High School Bunnies, Jack N Jill, Orgien der Wollust, Porn Of The Dead, Bienenstich im Liebesnest, BelAmi, Wanda Whips Wall Street, Meatball, The Life & Times of Xaviera Hollander, Sex-Boat, Bacchanale, White Hot, Die Nackten und die Reichen, Baise-Moi, Legacy of Satan, New Wave Hookers, Kasimir der Kuckuckskleber, Forced Entry, Fiona on Fire, The Story of O, Devil In The Flesh, 12 years after Throat, Der Duft der Liebe, Rings of Passion, Emanuelle im Lustschloss der Sinnlichkeit, Filme von Jess Franco z.B. Vampyros Lesbos oder Sie tötete in Ekstase, und weitere Pornoklassiker und Pornpunk bzw. Sex Trash des Golden Age Of Porn z.B. von Tinto Brass, Joe d'Amato, Lasse Braun, Hans Billian, Moritz Börner, Anthony Spinelli, Damiano, Stephen Sayadian, Andrew Blake , Radley Metzger alias Henry Paris u.a. mit den internationalen Pornostars Linda Lovlace, Marilyn Chambers, Bambi Woods, Rocco Siffredi, Michelle Bauer, Malcom McDowell, Teresa Ann Savoy, Jamie Gillis, Terry Hall, Mary Stuart, , Patricia Rhomberg, Peter O'Tool, Helen Mirren, Aunt Peg, Lina Romay, Angelina Flores, Brenda Brooks, Diana May, Lisa Beth, Mary Jane Miz, Tiffany Clark, Soledad Miranda, Eva Stroemberg, Veronica Hart, Robert Bolla, Udo Kier, Éric Rochat, Ron Williams, Pia Snow, Mai Lin, Lysa Thatcher, Michael Hugo, John Holmes, Ron Jeremy, Traci Lords, Karin Schubert, Hardcore-Classics also, die im besten Sinne Pornosucht bei Frau und Mann auslösen können. Denn pornoklassiker.de fühlt sich mit seinen Sexfilmkritiken dem anspruchsvollen 70er Porno und 80er Porno, den Sternstunden des Pornokinos, den Pornoperlen, den Pornos mit Niveau und dem Porn-Chic vepflichtet. Pornukunst, Retro-Porno, sinnliche Pornofilme, stilvolle Pornos, Vintage Porn, paartaugliche Pornos und Pornos für Frauen, Nostalgiepornos, klassische Sexfilme, erotische Filmklassiker also wirkliche Edelpornos und Kunstpornos stehen im hier genauso im Zentrum wie Punkpornos im Stil von Richard Kern. Das goldene Zeitalter der Pornografie wird hier wieder lebendig. Macht Sie eine hier erschienene Rezension bzw. Pornofilmkritik neugierig, so können Sie den Sexfilmklassiker hier online bestellen und häufig auch über VOD per Download runterladen. Die Porno-DVDs kommen dagegen diskret per Post. Oder machen Sie Ihrer Lebenspartnerin oder Ihren Lebenspartner ein erotisches Geschenk und schenken ihr oder ihm einen Klassiker des erotischen Films. Erotische Filmkunst kommt immer gut an und ist nicht wie die üblichen Sexgeschenke also z.B. ein Dildo, der banale Standart für erotische Geschenkideen. Ein guter Avantgarde-Porno z.B. unter dem Weihnachtsbaum bezeugt Ihren guten Geschmack und ihren Sinn für Erotik. Erotische Weihnachten sind so garantiert! Soll es aber doch keine Erotik-DVD, sondern ein anderes erotisches Geschenk sein, so finden Sie auf diesen Seiten auch einen sehr preisweten Erotik-Versandhandel. Texte zur Pornografie, Klassiker des Pornokinos, klassische Pornofilme und niveauvolle Pornofilmkritiken die 70ies Porno und 80ies Porno zum Thema haben, sind mit diesem Internetauftritt zum ersten Mal für Erwachsene zugäglich. Hier soll zudem aufgezeigt werden, dass z.B. B-Movies und Sexplotation-Pornos häufig mehr sind als Schundfilme, Wichsfilme, Fickfilme oder einfacher Sextrash. Scheibares Schmuddelkino, Schmuddelfilme, Schundfilme, Schundkino, Trashfilme sind hier herzlich willkomen. Viel zu lange hat die erotische Filmkritik diese Erotikperlen, die Qualitätspornos, die Meisterwerke der Erotik, die Pornos mit Niveau in den Giftschrank verbannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte des Pornofilms wurde so nie offen, sondern immer mit dem erhobenen doppelmoralischen Zeigefinger erzählt. Pornoclassics, die auf den Zusammenhang zwischen Porno und Politik abzielten, die Porno und Gesellschaftskritik verbanden, erhielten vielleicht einen Pornooscar, doch sind sie den meisten Menschen heutzutage nicht bekannt. Und hier setzt pornoklassiker.de an. Außergewöhnliche Pornofilme mit cooler Pornomusik bekommen hier den Platz der ihnen zusteht. Das Gleiche gilt für die größten Pornostars der Pornofilgeschichte: Amber Lynn, Kay Parker, Veronica Hart, Annette Haven Linda Lovelace, Eric Edwards, Annie Sprinkle, Loni Sanders, Harry Reems, Bambi Woods, Lysa Thatcher, Jamie Gillis, Brigitte Lahaie, Marilyn Chambers, John C. Holmes, Brigitte Maier, Patricia Rhomberg, John Leslie, Christy Canyon, Porsche Lynn, Mike Horner, Cicciolina, Seka, Paul Thomas, Constance Money, Sharon Mitchell, Peter North, Desiree Cousteau, Terri Hall, Randy West, Georgina Spelvin, Tiffany Clark, Robert Bolla, Ginger Lynn, Tracy Lords, Rocco Siffredi, Juliet Anderson (Aunt Peg), Vanessa Del Rio und natürlich Ron Jeremy haben sich sehr um den Pornofilm verdient gemacht und werden hier entsprechend gewürdigt. Richtig detailierten Hardcoresex, Analsex, Gangbangs, Cumshots, also das ins Gesicht spritzen bzw. Gesichtsbesamungen, Abspritzen in den Mund und Sperma schlucken dürfen wir aus jugendschutzgründen genau so wenig zeigen wie eine bebilderte Anleitung fürs Blasen. Dafür gibt es hier Gratis-Sex der Sie glauben lässt in einem Pornomuseum zu verweilen. In diesem erotischen Museum geht es um Klassiker des erotischen Films, um Pornohistorie, Pornokunst, niveauvolle Pornos, sinnliche Pornos, klassische Pornos, Nostalgieporno, paartaugliche Pornos, Sex und Politik, Erotik für Frauen, also Frauenpornografie von Frauen für Frauen sowie um Frauenpornographie für Männer, um Naturbusen, um behaarte Mösen, um Marquis de Sade, um Sexualwissenschaft und nicht zuletzt um erotische Pornofilme, in denen behaarte Muschies, Naturfotzen, Hairy Girls und unrasierte Mösen in wundervoll erotische Filmkunst eingebettet sind. Letzters ist gerade für die hekischen Sexfilme von heute sehr untypisch. Insofern bietet pornoklassiker.de dem gebeutelten Sexfreak und Pornojunkie wirkliche Abwechslung und Entspannung auf höchstem Niveau. Das rege Interesse an einem Porno-Casting beweist: Pornostars, deutsche Pornostars, internationale Pornostars, Pornodarsteller, deutsche pornodarsteller und Menschen die Pornodarsteller werden wollen, sind sehr gesucht. Immer wieder steht in Anzeigen "Pornodarsteller gesucht". Ein richtiger Pornostar zu werden ist aber sehr schwer. Weibliche Pornodarsteller haben es etwas leichter als männliche Pornodarsteller, denn männliche Pornostars sind wirklich selten. Ob amerikanische Pornostars, spanische Pornostars, skandinavische Pornostars, türkische Pornostars, asiatische pornostars, französische Pornostars, italienische Pornostars oder russische Pornostars - die Liste weiblicher Pornostars ist lang. Doch sind das wirklich Stars? Ein Star hat vor allem das Merkmal berühmt zu sein. Doch wirklich berühmte Pornostars gibt es wenige und der Weg zum Pornostar ist steinig. Immer wieder ist eine neue Bewerbung als Pornodarsteller zu schreiben, denn Frau und Mann wollen ja nicht bei einer Billig-Porno-Firma landen. Unendlich viele Castings müssen sie über sich ergehen lassen und unendlich viele Sex-Messen sind zu absolvieren. Das Resultat ist denn in der Regel eine lobende Erwähnung auf www pornostar de, www pornostars com, www pornostars net, www pornostar de, doch ob am Ende wirklich der Starruhm steht, ist höchst fraglich. Eines ist sicher: es ist einacher ein Pornostar-Verzeichnis, als einen wirklichen Pornostar zu finden. Die oben erwähnte Liste, die pornoklassiker.de Ihnen präsentiert, enthält dagegen die wirklich besten und wirklich berühmten Pornostars. Auch hier hebt sich pornoklassiker.de angenehm von der Masse der Erotikseiten im www. ab. Wie schon bei den Pornofilm-Rezensionen gilt auch hier unser Motto: Klasse statt Masse. Hier gibt es free Porno vom Feinsten und anspruchsvolle Wichstipps für den Pornofan und Erotikfreak mit gehobenen Ansprüchen. Oder anders formuliert: Hier gibt es Filme mit Sperma im Mund, aber niemals ohne Niveau. Auch Pornos für Frauen also. Hochkarätige und anspruchsvolle Pornofilme aus den siebziger und achtziger Jahren, in denen viel Sperma fliesst und die eben auch für Frauen geeignet sind. Natürlich sind auch das Wichsvorlagen, doch die hier gelisteten Sexfilme sind so anspruchsvoll, dass Mann und Frau geil werden. Mann und Frau können nun gemeinsam wichsen. Oder Sie sagen den Girls wie Sie wichsen wollen und die heissen Sexgirls machen alle Sauereien für Sie. Sie finden hier auch Sexkontakte und Sexadressen zum onanieren, Livesex mit Girls beim wichsen, denen Sie beim wichsen zusehen können. Menschen dick und fett finden Sie als Rubensfrauen oder Rubensweiber auch im Sexfilm bzw. auf dieser gratis Sexfilmseite, die wirklich kostenlos ist. Doch erotische Kontakte und der hier empfohlene und sehr preisgünstige Online-Sexshop, über den Sie tolle Sexgeschenke (also z.B. sexy de Unterwäsche, Vibratoren, Kondome und jede Menge lustiges Sexspielzeug) und vieleicht die erotische Geschenkidee bestellen können, sind hier nur prikelndes Beiwerk. Dieses hier ist primär ein Pornofilmarchiv bzw. Sexfilmarchiv das hilft die besten Pornofilme und Sexfilme der siebziger Jahre und achtziger Jahre zu beurteilen und dadurch hilft geschmackvoller zu onanieren auf niveauvolle Pornofilme mit Stil. Diese wundervollen Pornos der 70er und 80er Jahre können Sie hier natürlich auch online bestellen als Porno-DVD bestellen. Die DVD kommt dann diskrekt per Post zu Ihnen nach Hause. Viele der hier empfohlenen Erotik-Klassiker können Sie auch sehr preisgünstig über VOD (Video on Demand) direkt auf Ihren Computer bzw. Rechner downloaden. Bestellen Sie die Klassiker des Pornokinos, also z.B. die Kult-Pornos Sex Wish, Hardcore - die Filme des Richard Kern, The Opening of Misty Beethoven, The Punishment of Anne, Deep Throat, Waterpower, Catch Your Dreams, The Story of Joanna, Behind The Green Door, American Desire, Sex Maniacs, Satisfiers of Alpha Blue, Debbie does Dallas, Hardgore, Let My Puppets Come, Cafe Flesh, Alice in Wonderland, The Devil in Miss Jones, Through The Looking Glass, Memories Within Miss Aggie, Josefine Mutzenbacher - wie sie wirklich war oder Rossa Venezia und Sie machen nichts verkehrt, denn bessere Pornofilme gibt es nicht. Zugegeben, nicht alle der genannten Filme sind permanent lieferbar. Sollte das der Fall sein und der Edelporno Ihrer Wahl z.Zt. nicht als Porno-DVD oder über VOD (Video on Demand) zu haben sein, dann schauen Sie einfach ertwas später wieder auf diese Seite. Vielleicht ist der Edelporno Ihrer Wahl dann wieder lieferbar. In der Zwischenzeit finden Sie bestimmt andere anspruchsvolle Edelpornos und Klassiker des Pornokinos so dass Ihnen zu Hause bestimmt nicht langweilig wird, denn dieses Pornofilmarchiv bietet feinste Pornokunst für Frau und Mann. Edle und kultige Pornofilme für Männer, aber eben auch viele Pornofilme für Frauen, die zu Hause auf höchstem Niveau mastrubieren wollen ohne dabei auf cineastischen Genuss zu verzichten, finden Sie im diesen Sexfilmarchiv. Es präsentiert Ihnen die wirklichen Kult-Pornos des Golden Age Of Porn, dem goldenen Zeitalter der Pornografie. Und das waren nunmal die 70er Jahre und die Anfänge der 80er-Jahre. Frauen wichsen Frauen heimlich, Männer wichsen heimlich, lesbische Frauen wichsen natürlich auch heimlich. Daran wir sich nicht viel ändern. Beim wichsen erwischt zu werden ist den meisten Menschen komischerweise peinlicher als beim Sex im Duet erwischt zu werden. Auf Hardcorefilme wird gewichst und onaniert, was der steife Schwanz an Sperma hergibt und das wir sich nie ändern. Erotik ist die Philosophie, Pornografie die Realität! Die Pornofilme der achtziger Jahre sind häufig stilvoll und bieten dabei Wichstips oder Tipps zum wichsen auf Titten und ins Gesicht. Auch Mollige Frauen, reif und mollig, sehen Hardcorefilme mit dem Partner. Sexfilme mit blasen und Sperma schlucken - Wichsfilme für die Masturbation zuhause eben. Die ideale Wichsvorlage für Partner ist der Sexfilm oder Pornofilm bzw. Hardcorefilm der siebziger und achtziger Jahre, weil sie einfach kreativer sind als der Pornofilm von heute. Die Pornoindustrie bietet zwar massenhaft kostenlos Pornofilme runterladen an, doch sind das nur meistens nur lahme Appetithäppchen für belanglose Mainstreampornos. "Pornofilme unzensiert zum Download" und "Sexfilme gratis" heißt es häufig. Was folgt ist in der Regel Pornoschrott. Die Pornofilme der siebziger Jahre und Pornofilme der achtziger Jahre gehen da häufig einen anderen Weg. Ein richtiger Pornofilm braucht Spermaexzesse, Abspritz-Szenen und Spermasex und Sperma auf Titten, Sperma im Gesicht oder im Mund und zudem deftigen Analsex. usw. Da sind sich wohl alle Pornoliebhaber und Pornoliebhaberinnen einig. Entscheidend ist jedoch wie diese Spermaexzesse inszeniert sind. Sexfilme und Pornoflime bzw. Hardcorefilme der siebziger und achtziger Jahre sind mit dem, was die Pornoindustrie uns heute an Massenware präsentiet kaum einenen Vergleich wert. D.h. nicht, dass niveauvolle Sexfilme und Pornoflime bzw. Hardcorefilme der siebziger und achtziger Jahre weniger geil, versaut und abartig pervers sind (was auch immer an dieser Stelle unter "versaut", "abartig" und "pervers" zu verstehen ist). Der sexuelle Akt wird in den Erotikfilmen aus den siebziger und achtziger Jahren nur besser kontextualisiert, was die scheinbaren Schmuddelfilmchen auf ein höheres Level hebt und wodurch z.B. auch die Bewertung eines Pornofilms durch Frauen besser ausfällt. Einen niveauvollen Klassiker des Pornofilms zu sehen, bedeutet also sozusagen kreatives wichsen. In diesem Sinne kann Mann und Frau sich auch einen Pornoklassiker mit intensiven Gesichtsbesamungen und extremen Analsex anschauen, denn eine Gesichtsbesamung ist ja nichts Schlimmes. So manche Frau hat sehr gerne Sperma im Gesicht oder Sperna im Mund oder zumindest Sperma auf den Titten. Ob Mann und Frau es nun Facial, Bukkake, Gesichtsbesamung oder Cumshot nennt, Im Pornoklassiker wird diese sexuelle Praktik sehr viel schöner in Szene gesetzt, als in normalen Edelpornos, die ja auch ihren Wert haben gelegentlich. Das gilt natürlich nicht nur für Spermaspiele, sondern auch für Pissspiele, Gang-Bang-Sex, Pussy lecken, Schwanzlutschen und Arschficken. Pornoklassiker brigen diese Dinge einfach niveauvoller rüber. In den 70er Jahren entstanden so viele unknown Spacepornos, aber eben auch die großen Klassiker der Pornografie, die Klassiker des Pornokinos, die mit den heutigen Pornos wenig gemeinsam haben. Es entstanden lustige Pornomusicals wie Alice in Wonderland, düstere Pornovisionen wie The Devil in Miss Jones, Through The Looking Glass oder Memories Within Miss Aggie, kunstvolle Pop-Art-Pornos wie The The Opening of Misty Beethoven, coole Funky-Pornos wie Debbie does Dallas, Modern-Art-Pornos wie Cafe Flesh, opulente Historienpornos wie Caligula, abgefahrene Avantgarde-Pornos wie Sensations, unterhaltsam informative und sehr erregende Aufklärungspornos wie The Grafenberg Spot, die Mutzenbacher-Pornos mit Patricia Rhomberg, abgedrehte Science-Fiction-Pornos wie The Satisfiers of Alpha Blue, sehr anspruchsvolle SM-Pornos wie The Satisfiers of Alpha Blue und The Story of Joanna, bizarre Terrorpornos wie Sex Wish und Waterpower, der harte Pornowestern A Dirty Western, abgefahrene Kommune1-Hippiepornos wie Catch Your Dreams, bekiffte Drogenpornos wie Metaball, kunstvolle Punkpornos wie Hardcore - Die Filme des Richard Kern, Pornotrash und Gore-Pornos wie Hardgore, prickelnde Lesbenpornos wie Das Bildnis der Doriana Grey, sehr abgedrehte Kunstpornos wie Behind The Green Door und eben niedliche Puppenpornos wie Let My Puppets Come. Eben solche Meisterwerke der Erotik werden Ihnen hier präsntiert und sie können die Filme hier als DVD oder über VOD (Video On Demand) sehr preisgünstig kaufen. Stilvolle Pornofilme also, Pornos mit Anspruch, Pornos für Frauen (wenn es diese Spezifikation überhaupt geben muss, denn anspruchsvolle Pornos sind schließlich immer welche, die für Männer UND Frauen interessant sind), Ponos mit Niveau eben. Und wie schon gesagt: Auf heißen Harcoresex muss bei diesen Pornoklassikern niemand verzichten. Gute Pornofilme waren schon immer so schwer zu finden wie Nadel im Heuhaufen, sie waren und sind schon immer Das obskure Objekt der Begierde eines jeden Erotomanen. Hier werden sie endlich fündig: die Frau findet ihren Frauenporno, der Punk seinen Punkporno, der Kunstfreak seinen Kunstporno, der Kiffer seinen Kifferporno, der Gore-Fan seinen Goreporno, die Lesbe ihren Lesbenporno, der Westernfan seinen Pornowestern (hier gibt es natürlich nur A Dirty Western - der Pornowestern mit Kultstatus), der Mutzenbacher-Fan seinen Mutzenbacher-Porno bzw. der Patricia Rhomberg-Fan seinen Patricia Rhomberg-Porno, der Sexplotation-Fan seinen Sexplotation-Porno, der SM-Freak seinen SM-Porno, der Science-Fiction-Fan seinen Science-Fiction-Porno, der Musicalfan sein Pornomusical, dem Hippie seinen Hippieporno und die Puppe ihren Puppenporno. Ein besonderes Augenmerk verdient das Angebot, die Klassiker des Sexfilms und des Pornofilms (zusammengefasst könnte man auch sagen: die großen Erotikklassiker, aber da würden viele Pornogegner und Feministinnen, die eine sehr altomodische, ja rückwärtsgewandte Form des Feminisumus verteten, einwenden, dass auch ein Pornoklassiker nie erotisch und sinnlich sein kann, da Porno und Erotik sich gegenseitig ausschließen, es also keine pornografischen Erotikklassiker gibt, was natürlich Quatsch ist, denn es gibt, wie wir wissen, natürlich einige Erotikklassiker mit pornografischem Inhalt ), dass Sie sich diese Klassiker des Pornokinos hier nicht nur als DVD bestellen können, sondern dass es zudem möglich ist, diese anspruchsvollen Pornos auch zum großen Teil über VOD (Video On Demand) direkt und ohne Lieferzeit bequem nach Hause runterzuladen bzw. downloaden. So kommen die großen erotischen Meisterwerke, die Edelpornos, die Pornomusicals, die Pornowestern, die Sexplotation-Pornos, die Hippiepornos, die Mutzenbacher-Pornos, die Trashpornos, die Kunstpornos, die Science-Fiction-Pornos, , die Puppenopornos über VOD (Video On Demand) ohne Umweg zu Ihnen. Sie können sich jetzt also nicht nur Prostituierte bzw. Nutten und Huren über das Internet nach Hause betsellen um gegen den Samenstau vorzugehen, auch die besten Pornos der Welt kommen über VOD direkt und schnell zu Ihnen nach Haus. Sich einen Pornoklassiker runterladen, ist zudem preisgünstiger und vielleicht auch gesünder als der Besuch einer Prostituierten bzw. einer Nutte oder Hure, doch vielleicht lassen sich die Beiden Sachen ja auch lustbringend miteinander verbinden. Sicher ist jedenfalls, dass es nicht auf die Quantität einer Pornosammlung ankommt, sondern auf die Qualität. Das gilt vor allem, wenn es daran geht eine Frau an die Materie heranzuführen. Dann spätestens ist es ratsam, einen Porno für Frauen aus dem Giftschrank zu zaubern, nicht unbedingt einen Frauenporno, aber einen Pornofilm für Frauen (explizite Frauenpornos, also Pornos, die von Frauen für Frauen gemacht wurden, sind komischerweise den meisten Frauen viel zu soft, denn viele Frauen haben ja gar nichts gegen Gang-Bangs, Spermaschlucken, Gesichtbesamungen, SM-Sex, Fusserotik und harte Anlalficks. Diese erotischen Spielarten, die Gang-Bangs und das Spermaschlucken, müssen eben nur stilvoll, anspruchsvoll, erotisch und sinnlich dargeboten werden. Doch dass ein kräftiger Samenerguss einen Pornofilm erst lebendig macht, darüber sind sich alle weiblichen Pornofans einig). Auf die Qualität einer Pornosammlung kommt es eben an und um diese zu gewährleisten, lohnt es sich auf die Hinweise bzw. die Porno- und Sexfilkritiken dieser Sexseite zurückzugreifen um schließlich mit hocherotischen Pornofilmen das eigene Pornoarchiv qualitativ aufzuwerten. Denn wie es der Pornofreak, der Pornopunk und der einfache Pornoliebhaber auch dreht und wendet: Die Pornoklasiker der 70er und 80er Jahre sind und bleiben die besten Pornofilme die es gibt. Was schade ist, ist der Umstand, dass die Zeit der Pornoklasssiker wahrscheinlich für immer vorbei ist. Wirkliche Kunstpornos wird es wahrscheinlich nicht mehr geben, sondern nur noch Filme, die vorgeben Kunstpornos zu sein, doch die sind in Wirklichkeit nur schnöde Designerpornos, die nichts von dem Charme der Pornoklassiker der 70er und 80er versprühen. Die 70ies und 80ies, in erster Linie aber die 70ies, werden für immer als das Zeitalter des Golden Age Of Porn gelten. Und das mit Recht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Very Important Pornstars

 

Amber Lynn (geb: 3.9.1963, Newport Beach, California, USA)

Gute Freundinnen kann niemand trennen. Dies demonstrierte Amber, indem sie sich bei ihrem Eintritt ins Adultbusiness 1983 denselben Nachnamen zulegte wie Ginger Lynn. Zusammen mit Porsche Lynn bildeten sie als die "Three Lynns" das freizügigste Trio des erotischen Films.

Empfehlung: Gorgeous Blondes From The Golden Age Of Porn

 

 

Annie Sprinkle (geb: 23.7.1954 in Philadelphia, Pennsylvania)

Diese Frau ist ein Multitalent! Sie ist nicht nur ein Pornostar, sondern war oder ist zudem tätig als Prostituierte, Stripperin, Fotografin, Autorin, Pornofilmproduzentin, Sexlehrerin, Kunstperformerin und Dozentin. Da können wir also nur lernen und uns über diese tolle Frau freuen.

Empfehlung: Deep Inside Annie Sprinkle

 

 

Brigitte Lahaie (geb: 12.10.1955 in Tourcoing, Frankreich)

Wahrscheinlich die kultigtste, auf jeden Fall aber die coolste Blondine des Golden Age Of Porn. Aus der Deckung der gespielten Unschuld schlug sie zu und bekam dabei stets was sie wollte. Seit 1980 spielte sie in vielen Trash- und Horrorfilmen mit. Nach ihrer Filmkarriere schrieb sie ihre Biografie "Moi, la scandaleuse".

Empfehlung: Drei Klassiker mit Brigitte Lahaie auf einer DVD

 

 

Christy Canyon (geb: 17.6.1966 in Pasadena, Kalifornien, USA)

Den ersten Film drehte Christy 1984. Ihren Ruhm verdankt sie nicht nur ihrer natürlichen Ausstrahlung, sondern auch ihren sehr natürlichen Brüsten, die, gemeinsam mit denen von Kay Parker, als die schönsten der goldenen Ära gelten. Bis 1997 war Christy als Darstellerin tätig, wobei sie sehr große Schaffenspausen zwischen den Filmen einlegte. Empfehlung: A Portrait of Christy

 

 

Constance Money (geb: 1956 in den USA als Susan Jensen)

Sie kam ins Pornobusiness so unauffällig, wie sie von dort 1982 wieder verschwand. In gerade mal 8 Filmen wirkte Constance Money in dieser Zeit mit. 1976 spielte sie in THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN die Rolle ihres Lebens. Auch Regisseur Radley Metzger wurde mit dem Film zum Star. Heute lebt Constance Money in Alaska.

Empfehlung: Maraschino Cherry

 

 

Georgina Spelvin (geb: 3.1.1936 in Texas, USA)

Georgina Spelvin vermasselte mit der Wahl ihres Pseudonyms allen Schauspielern, die in Amerika aus irgendwelchen Gründen anonym bleiben wollten, kräftig die Schose. Georgina bzw. George Spelvin war nämlich der gängige Name der gewählt wurde, um unerkannt zu bleiben. Pornostar Georgina konnte das egal sein. Sie gelangte mit THE DEVIL IN MISS JONES völlig zu recht zu Weltruhm. Sollen sich die Anderen doch einen neuen Namen suchen.

Empfehlung: Sleepy Head

 

 

Juliet Anderson - Aunt Peg (geb: 23.7.1938 in Burbank, Kalifornien)

Zickenalarm der angenehmsten Sorte garantierte Tante Peg mit jedem ihrer Filmauftritte. Denn sie war eine Zicke, die komischerweise immer genau das wollte, was die Männer auch wollten.

Empfehlung: Aunt Peg Collection

 

 

Linda Lovelace (geb: 10.1.1949 in New York; † 22.4. 2002 in Denver)

Leider ist völlig unklar, was stimmt: Ist Linda zum Sex vor der Kamera gezwungen worden, oder gab sie das nur vor, um sich nachträglich von ihrem Mitwirken zu distanzieren? Das jedenfalls behaupten Zeitzeugen, die sagen, dass sie bei den Dreharbeiten zu DEEP THROAT viel Spaß gehabt hat. Linda wurde jedenfalls zu einer strengen Pornogegnerin. Leider kam sie im Jahr 2002 bei einem Autounfall ums Leben.

Empfehlung: Inside Deep Throat (Dokumentation)

 

 

Lisa Thatcher (gab: 1959 in Redwood City, Canada)

Mal als süßer, doch lasziver Engel, mal als durch und durch verdorbene Hure, so schlug sie sich durch die besten Pornofilme der 70er und 80er Jahre. Sie tat das mit einer bis dahin unerreichten verführerischen und schmutzigen Eleganz und wurde so zur heimlichen Pornoprinzessin der goldenen Ära.

Empfehlung: Satisfiers of Alpha Blue

 

 

Patricia Rhomberg (geb: 15.9.1953 in Wien, Österreich)

Als Josefine Mutzenbacher wurde sie berühmt und dabei spielte sie die Wiener Dirne lediglich in einem von diversen Mutzenbacher-Filmen. Neben Josefine Mutzenbacher...wie sie wirklich war - Teil 1 war sie nur noch in einer Handvoll Filme zu sehen, die jedoch nie an die Originalität des Kultpornos herankamen.

 

 

Seka (geb: 15.4.1954 in Radford, Virginia, USA)

Als Sexshopbesitzerin sah Seka in den 70ern viele Pornohefte und befand die dort abgebildeten Damen für unerträglich. "Das kann ich besser", sagte sie und machte sich daran die Marilyn Monroe des Pornofilms zu werden. Und zugegeben: Gegen sie sahen die meisten ihrer Kolleginnen ziemlich blass aus. Bis heute gilt Seka als einer der schönsten Pornostars aller Zeiten.

Empfehlung: The Very Best of Seka Empfehlung: Inside Seka

 

 

Terri Hall (geb: 25.1.1953)

Die große Unbekannte des Golden Age Of Porn. Von 1973 an tauchte sie überraschend an Filmsets auf und mischte einfach mit. Sie bewies dabei viel Geschmack, denn ihre Wahl fiel fast ausschließlich auf ganz besondere Produktionen wie z.B. THE STORY OF JOANNA und THROUGH THE LOOKING GLASS. Ab 1985 blieb sie plötzlich weg. Keiner weiß woher sie kam und wohin sie ging. Sie erzählte ja niemanden was.

Empfehlung: Odyssey

 

 

Tracy Lords (geb: 7.5.1968 in Steubenville, Ohio, USA)

Tracy mogelte sich im Alter von 16 Jahren mit gefälschten Ausweispapieren in die Pornobranche und auf Grund ihrer leidenschaftlichen und lasziven Darbietungen wurde sie sofort zum Star. Dass sie noch minderjährig war, sah ihr keiner an, doch 1986 flog der Schwindel auf und kostete den Pornofirmen Millionen von Dollar. Viele der bisher gedrehten Filme wurden vom Markt genommen. Einige erschienen neu und gekürzt um die Szenen mit Tracy. Heute sind fast alle ihrer Filme wieder in voller Länge erhältlich.

 

 

 

Veronica Hart (geb: 27.10.1956 in Las Vegas, Nevada, USA)

Veronica Hart ist studierte Theaterwissenschaftlerin und das kommt in ihren Filmen wunderbar zum Tragen. Einem originellen Drehbuch mit geistreichen Dialogen konnte sie nie widerstehen. So spielte sie nur in absoluten Top-Produktionen wie z.B. ANGEL BUNS mit. Ihre Schauspielkunst war derart hochklassig, dass sie auch in Fernsehserien und sehr gelungenen B-Movies zu sehen war. Als Produzentin unterstützte sie später Marilyn Chambers und Ginger Lynn bei ihrem Comeback und für das Pornolabel VCA betätigte sie sich zudem als Talentsucherin und Ausbilderin. Ihre berühmteste Regiearbeit, das Remake des Klassikers THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN, ging leider total daneben. Ungewöhnlich für diese sonst so erfolgreiche Frau, die sich heute in der Bürgerrechtsbewegung Free Speech Coalition für einen offeneren Umgang mit Pornografie einsetzt.

Empfehlung: Wanda Whips Wall Street

 

 

 

Harry Reems (geb: 27.8.1947 in New York, USA)

Unverhofft kommt oft, denn eigentlich sollte Reems am Set zu DEEP THROAT nur technische Unterstützung leisten, doch denn wurde ihm spontan die Rolle des Arztes zugeschustert, der nach der Klitoris von Linda Lovelace sucht und diese in deren Kehle findet. Der Film war trotz seiner mäßigen Qualität bekanntlich ein großer Erfolg und löste diverse juristische Debatten aus. Reems drohte für sein Mitwirken sogar eine Haftstrafe. Ein Unheil, welches auch auf Grund prominenter Unterstützung aus Hollywood abgewendet werden konnte.

 

 

 

Jamie Gillis (geb: 20.4.1943 in New York City, New York, USA)

Wenn gelungene Schauspielkunst gefragt war, dann führte an Jamie Gillis kein Weg vorbei. Vom charmanten Sexlehrer in THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN bis zum finsteren Satyr in THROUGH THE LOOKING GLASS - er konnte alles spielen und tat das auch in über vierhundert Filmen. Ende der 80er Jahre wurde er als Produzent zum Wegbereiter der heute sehr erfolgreichen Gonzo-Pornos und trug damit maßgeblich zum endgültigen Niedergang der Ära bei, die ihn so erfolgreich hat werden lassen. In dem sehr gelungen Portrait über diese Zeit BOOGIE NIGHTS gibt es dementsprechend eine Anspielung auf Gillis, worüber dieser not amused war.

Empfehlung: Boogie Nights (Special Edition)

 

 

Mike Horner (geb: 3.2.1955)

Mike war sein Theater- und Schauspielstudium stets anzusehen. Mit seinem Können und seiner netten Ausstrahlung wurde er zu einem der meistgefragtesten Darsteller. Warum er als der Jerry Lewis des Pornofilms gilt, weiß keiner so genau.

Empfehlung: XXX Trek: The Final Orgasm

 

 

Peter North (geb: 11.5.1957 Halifax, Kanada)

Auf Peter North konnte man sich in zweierlei Hinsicht immer verlassen: Er hatte wann und wo er wollte eine Mega-Erektion und wartete zudem immer mit einer fulminanten Spermafontaine auf. So wurden intensive Gesichtsbesamungen sein Spezialgebiet. 2002 gründete Peter North die Firma Northstar und produziert seitdem folgerichtig Pornos, die vor allem Cum-Shots zum Thema haben.

Empfehlung: Peter North's P.O.V. 5

 

 

Robert Bolla (geb: in New York)

Unter seinem richtigen Namen Robert Kerman spielte er in dem Schocker Cannibal Holocaust, dem besten doch umstrittensten aller Kannibalenfilme. So wurde er auch dem Publikum des Mainstreamkinos bekannt. Im Reich des Pornofilms steht er für den einfühlsamen Mann mit Bart. Unvergessen sind nicht nur seine Auftritte in ANGEL BUNS und DEBBIE DOES DALLAS .

Empfehlung: Joy - Where you least expect it!

 

 

Rocco Siffredi (geb: 4.5.1964 in Ortona, Italien)

Sein Markenzeichen ist seine außergewöhnlich leidenschaftliche Art, mit der er seine Partnerinnen im Film rannimmt. Es war sein großer Traum, Pornodarsteller zu werden und auch wenn er im Film manchmal etwas brutal rüberkommt, so zeigt das doch nur seine Liebe zu den Damen und die Liebe zum Beruf. Er verfügt zudem über ein sehr adrettes Äußeres und einen sehr wohlgeformten Schwanz. Nicht überraschend also, dass er bei Damen der beliebteste Pornodarsteller aller Zeiten ist.

Empfehlung: Never Say Never To Rocco Siffredi

 

 

Soledad Miranda (09.07.1943-18.08.1970, Sevilla, Spanien)

Soledad Miranda, gelegentlich auch als Susann Korda in den Credits zu finden, kam 1960 als Tänzerin zum Film, wenn auch leider nie zum Pornofilm. 1969/70 holte sie Jess Franco für insgesamt 7 Filme vor die Kamera, darunter "Vampyros Lesbos" und "Sie tötete in Ekstase". Nach den Dreharbeiten zu der sehr charmanten Edgar Wallace-Verfilmung "Der Teufel kam aus Akasava" erhielt sie ein Angebot aus Hollywood, wofür Jess Franco sie auch sofort freigab. Tragisch!: Auf dem Weg zum Flugzeug, welches sie zur Vertragsunterzeichnung bringen sollte, kam sie bei einem Autounfall ums Leben. So blieb ihr Name leider nur Franco-Kennern ein Begriff.

 

Annette Haven (geb: 1.12.1954, USA)

Dass Feminismus und Porno sehr gut zusammengehen, stellte Annette Haven mit ihrem Hardcore-Debut 1973 unter Beweis. Sie spielte kompromisslos nur das, wozu sie Lust hatte und trat in ihren Filmen beeindruckend selbstbewusst auf. Hinzu kam ihr außerordentliches Schauspieltalent, welches sie auch für Regisseure wie Blake Edwards interessant machte. Zweifellos eine der ganz großen Persönlichkeiten des Pornofilms.

Empfehlung: The Very Best of Annette Haven The Annette Haven Collection

 

 

Bambi Woods (geb: 1959 in Pierre, South Dakota)

Ihre bezaubernde Perfomance als Titelheldin in DEBBIE DOES DALLAS reichte, um sie weltberühmt zu machen. Außerdem trat sie nur noch in einem unbedeutenden schwedischen Porno auf, was keiner ihrer Fans so richtig verstanden hat. Als Debbie wird ihr auf jeden Fall ein Platz in der Hall Of Fame des Porno in Ewigkeit sicher sein.

Empfehlung: Debbie Does Dallas, Teil 1

 

 

Brigitte Maier (geb: 7.8.1952 in Schleswig-Holstein, Germany)

Neben Patricia Rhomberg war Brigitte Maier der schillerndste deutsche Pornostar in den goldenen 70ern. Ihr Name ist untrennbar mit den Filmen des Kult-Regisseurs Lasse Braun verbunden. Stets setzte er die schüchterne Prinzessin toll in Szene. Unvergessen bleibt ihr großartiger Auftritt in dem Klassiker SENSATIONS.

Empfehlung: Cult 70s Porno Director: Lasse Braun Sensations

 

Cicciolina - Ilona Staller (geb: 26.11.1951 in Budapest)

Sie spielte stets die durchgeknallte Pornofee, heiratete einen durchgeknallten Künstler aus New York (Jeff Koons) und engagiert sich bis heute im Kampf gegen die Todesstrafe, Atomenergie, Tierversuche, Zensur und die Kriminalisierung von Drogen. Sie argumentiert energisch für sexuelle Freiheit, Aids-Aufklärung und die höhere Besteuerung von Autos zu Gunsten der Umwelt und schaffte es so sogar bis ins italienische Parlament. Eine super Frau - linksradikal und sexy!

Empfehlung: Les Ingenues 2

 

 

Desiree Cousteau (geb: 1956 in Savannah, Georgia)

Böse, berechnende Frauen konnte sie nicht spielen, sondern nur das Gegenteil. So sorgte sie sich immer sehr fürsorglich und nicht selten etwas überdreht um das Wohl der Männer, die sie begehrten. Konnte einem gelegentlich schon etwas auf die Nerven gehen die Frau, aber meistens war sie einfach nur süß, schnuckelig und sexy.

Empfehlung: Female Athletes

 

 

Ginger Lynn (geb: 14.12.1962 in Rockford/Illinois, USA)

In den 80ern war nur Tracy Lords populärer als Ginger Lynn. Und von den "Three Lynns" Amber, Porsche und eben Ginger, war sie zweifellos die hübscheste und talentierteste. In einer Umfrage aus der Zeit gaben 87 Prozent der Amerikaner an, sie als Präsidentin haben zu wollen. Das ist schon komisch, denn mit Politik hatte Ginger nun wirklich nie was am Hut.

Empfehlung: New Wave Hookers 6

 

Kay Parker (geb: 28.8.1944 in Birmingham, England)

Kay Parker begann ihre Pornokarriere 1977 im für eine Pornodarstellerin stolzen Alter von 37 Jahren und räumte so mit dem dummen Vorurteil auf, dass Frauen mit Ende 30 langsam unatraktiv werden. Ein anderes Vorurteil wird jedoch angenehm bestätigt: Frauen um die 30 spüren ein zunehmendes sexuelles Verlangen. Bekannt wurde Kay Parker auch durch ihre großen und außerordentlich schönen Brüste. Sie gelten, zusammen mit denen von Christy Canyon, als die geilsten Naturbrüste des klassischen Pornofilms. Ihren größten Erfolg hatte Kay Parker mit TABOO, der als erster Pornofilm das Thema Inszest behandelte.

Empfehlung: The Very Best of Kay Parker

 

 

Loni Sanders (geb: 12.1.1958 in Los Angeles, California, USA)

Sie besuchte ihren als Pornodarsteller tätigen Freund und späteren Ehemann an einem Filmset und das, was sie dort sah, fand sie so spannend, dass sie sich entschloss denselben Job auch auszuüben. Allerdings hatte sie zunächst nur mit ihrem Lover sowie mit Frauen Sex vor der Kamera. Irgendwann vögelte sie dann auch mit anderen Männern, um der Routine vorzubeugen. Zweifellos ist sie eine der elegantesten und schlausten Damen des Golden Age.

Empfehlung: 8 to 4

 

 

Marilyn Chambers (geb: 22.4.1952 in Westport, Connecticut, USA)

Der bahnbrechende Avantgard-Porno BEHIND THE GREEN DOOR machte sie weltberühmt und so konnte sie die Kündigung ihres früheren Arbeitgebers, der ein angebliches Imageproblem auf sich zukommen sah und für den sie als Model für eine Seifenverpackung tätig war, locker wegstecken. Heute engagiert sich Marilyn Chambers politisch für die Personal Choice Party und unter liberalen Amerikanern ist schon lange klar, dass sie wesentlich talentierter ist als Hillary Clinton. Gut möglich also, dass die Seifenfirma bald wirklich ein Imageproblem hat und die Gerechtigkeit siegt.

Empfehlung: Marilyn Chambers-Private Fantasies

 

 

Porsche Lynn (geb: 14.2.1962 in St. Johns, Michigan, USA)

Ganz schön clever: Sie nannte sich einfach nach den sehr erfolgreichen Pornostars Amber und Ginger Lynn und war so eine der "Three Lynns". Ihre Karriere war damit gemachte Sache. Sie kam auf ca. 170 Pornofilmeinsätze und einige sind tatsächlich ganz großartig. Porsche Lynn agierte jedenfalls immer auf höchstem Niveau, was selbst in weniger gelungenen Produktionen für so manches Highlight sorgte.

Empfehlung: Exzesse im Irrenhaus

 

 

Sharon Mitchell (geb: 18.1.1956, New Jersey, USA)

Eine der ganz großen Charaktere des Pornofilms! Sie spielte in unendlich vielen Pornoclassics mit. Dass sie manchmal etwas unterkühlt agierte, lag vielleicht daran, dass sie lesbisch ist. Vielleicht aber auch nicht, denn in Lesbenszenen wirkte sie eigentlich auch unterkühlt. Vielleicht war es das, was ihr die ganz bestimmte Note verlieh. Heute ist sie Chefin der von ihr gegründeten Adult Industry Medical Health Care Foundation und kümmert sich in dieser Funktion um die Gesundheit der heutigen Darsteller/Innen.

Empfehlung: Joy - Where you least expect it!

 

 

Tiffany Clark (geb: 18.3.1961)

Neben ihrem unglaublich unnahbaren Gehabe bestach Tiffany Clark vor allem durch ihren eindringlichen und überzeugenden Blick. Wenn sie etwas unbedingt wollte, setzte sie damit ihr Gegenüber augenblicklich schachmatt. Darüber konnte sie sich dann immer freuen wie eine Schneekönigin, was auch ihr Gegenüber wieder in gute Laune versetzte. Dieses Phänomen, welches am besten in ANGEL BUNS zu beobachten ist, ging als der Clarksche Kreislauf in die Filmgeschichte ein.

Empfehlung: Centerfold Fever

 

 

Vanessa del Rio (geb: 31.3.1952 in Harlem, New York City, USA)

Vanessa war der erste Latino-Star des Pornofilms und eigentlich auch der einzige. Oder kennen Sie noch einen anderen? Und jetzt bitte nicht irgendwelche Sexsternchen nennen. Es geht hier um richtiges Startum. Berühmtsein ist das Stichwort. Um Glamour geht es, um rote Teppiche, Porno-Oscars und eine große Klitoris. Die von Vanessa ist nämlich so groß, dass sie gelegentlich den männlichen Part im Film angeboten bekam. Rio - der Traum aller Exilkubaner und deren Freunde.

Empfehlung: Jack N Jill

 

 

 

Eric Edwards (geb: 30.11.1945 in Michigan, USA)

Eric Edwards ist der einzige Schauspieler, der in den 60ern, 70ern, 80ern und in den 90ern zu sehen war. Er spielte in über 1000 Filmen. An einige kann er sich heute nicht mehr erinnern, doch an manche schon. Z.B. an MEMORIES WITHIN MISS AGGIE, den düsteren Klassiker von Gerard Damiano.

 

 

John Leslie (geb: 25.1.1945 in Pittsburgh, Pennsylvania, USA)

Er kam immer etwas schmierig daher, doch schien das zu gefallen, denn die erste Garde der weiblichen Darstellerinnen arbeitete sehr gerne mit ihm zusammen. Leslie war damit so etwas wie der starke Mann hinter der starken Frau. Wie so viele seiner Kollegen führte auch er irgendwann Regie und war als Produzent tätig.

Empfehlung: Vista Valley P.T.A.

 

 

John C. Holmes (geb: 8.4.1944 in Ashville, Ohio; † 13. März 1988 in Sepulveda, Kalifornien, USA)

Sein enorm großer Penis (33 cm) machte ihn berühmt-berüchtigt, doch als auf dessen Standfestigkeit auch auf Grund seiner Kokainsucht kein Verlass mehr war, gab es plötzlich kaum noch Filmangebote. Er finanzierte sich schließlich durch Einbrüche und Drogengeschäfte und war sogar in einen Mordfall verwickelt. 1985 wurde bei ihm eine HIV-Infektion nachgewiesen, doch verheimlichte er diese der Pornobranche und drehte weiter Filme. Im März 1988 starb Holmes an Aids.

Empfehlung: The Life & Times of John C. Holmes

 

 

Paul Thomas (geb: 17.4.1947, Winnetka, Illinois, USA)

Für ihn gab es nur eines: Rock around the clock. Seine Bewunderung von Bill Haley ging so weit, dass er nur mit dessen Musik am Set seinen Mann stehen konnte. Damit nervte er natürlich alle anderen, doch was sollten sie machen? Ansonsten war er ja ein prima Typ. Toleranz wurde in der Branche immer groß geschrieben.

Empfehlung: Female Athletes

 

 

Randy West (geb: 12.10.1947 in New York, New York, USA)

Randy West war vor seiner Filmkarriere Countrysänger und hörte diese Musik auch zur Einstimmung am Filmset. Anders als Paul Thomas verschonte er die Anwesenden allerdings mit dem Gefiedel und setzte sich Kopfhörer auf. Wie bei fast allen Cowboys verbarg sich hinter seiner harten Schale also ein sensibler Mann. Als Produzent der Up & Cummers-Serie ließ er es sich nicht nehmen, die spätere Porno-Ikone Jenna Jameson in ihrem ersten Filmauftritt zu verwöhnen. Selbst heute ist er sehr froh darüber, hatte Jenna doch damals noch ungetunete Titten, was unserem Helden von Lande immer sehr wichtig war.

Empfehlung: Exzesse hinter Gittern

 

 

Ron Jeremy (geb: 12.3. 1953 in New York, USA)

Ein schlaues Kerlchen ist der studierte Theaterwissenschaftler und ehemalige Sonderschullehrer auf jeden Fall und ganz wird wohl nie klarwerden, wie es Ron Jeremy geschafft hat, der beliebteste Pornostar des Golden Age Of Porn zu werden. Vielleicht war es das durchschnittliche Aussehen und seine unbekümmerte Art, welche leicht zur Identifikation einluden, sein kleines Bäuchlein, welches den Zuschauern irgendwie bekannt vorkam. Mit seinen 1.750 Filmauftritten ist er der unangefochtene Rekordhalter des Pornofilms. Für ca. 100 von ihnen zeichnet er sich auch als Regisseur verantwortlich. Die von ihm gemachte Angabe mit über 4000 Frauen gevögelt zu haben, lässt sich leider nicht überprüfen.

Empfehlung: Pornstar - The Legend of Ron Jeremy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meisterwerke des Pornokinos
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